
Vom Co- zum Cheftrainer: René Wagner nimmt beim FC die Arbeit auf
René Wagner hat am Montag die Arbeit beim 1. FC Köln aufgenommen. Der 37-Jährige ist interimsmäßig Cheftrainer bei den Geißböcken und soll beim FC die sportliche Wende einleiten. Unterstützt wird Wagner von Armin Reutershahn.
Es wirkte ein wenig so, als könne er es gar nicht abwarten. Die erste Einheit unter neuem Cheftrainer war beim 1. FC Köln für 15 Uhr anberaumt, schon gut 20 Minuten vorher sprach René Wagner mit seinem Staff, unter anderem Co-Trainer Armin Reutershahn. Seit Sonntag ist Wagner in neuer Funktion, wenn auch nicht an neuem Arbeitsplatz, bei den Geißböcken tätig.
Nach dem 3:3-Unentschieden im rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach hatten die FC-Verantwortlichen die Reißleine gezogen und den bisherigen Cheftrainer Lukas Kwasniok freigestellt. "Ich habe mir die Entscheidung sicherlich nicht einfach gemacht", sagte Thomas Kessler am Montag in einer Medienrunde. "Wir hatten in den letzten Wochen schon die Chance, auch gegen direkte Konkurrenten Siege einzufahren. Unterm Strich haben wir aus den letzten 18 Spiele nur zwei Siege geholt."
Und das war aus Kölner Sicht im Abstiegskampf zu wenig. Kwasniok wurde am Sonntag frei-, Wagner als Interimstrainer vorgestellt.
"Wir haben vollstes Vertrauen"
Mit dem 37-Jährigen soll nun die Wende gelingen. Der FC steht nach dem 27. Spieltag auf Rang 15 der Tabelle, zwei Zähler vor dem Relegationsplatz. Wagner war bereits als Co-Trainer von Steffen Baumgart in Köln tätig, kennt Stadt und Verein und ist in Besitz der UEFA-Pro-Lizenz. Zuletzt stand der gebürtige Dresdener noch beim 1. FC Union Berlin unter Vertrag.
Seit Sommer also wieder in Köln - vorerst als Interimstrainer. "Wir haben jetzt erst mal vollstes Vertrauen in René. Wir waren sehr froh, dass wir ihn im Sommer davon überzeugen konnten, wieder zum 1. FC Köln zu kommen", so Kessler. "Ich begleite ihn jetzt schon ein bisschen länger und kenne ihn auch schon ein bisschen länger. Ich bin von seiner fachlichen Expertise maximal überzeugt. René ist ein sehr smarter Mensch, der einen guten Umgang auch mit dem Staff und einen guten Umgang mit der Mannschaft hat."
Armin Reutershahn unter stützt Wagner
Dass die Wahl auf den bisherigen Co-Trainer gefallen ist, ist kein Zufall. "Manchmal fehlten der Mannschaft nur Kleinigkeiten. Ich glaube, dann ist es nicht von Nachteil, wenn du jemanden hast, der die Mannschaft in allen Stärken und Schwächen kennt", so der Geschäftsführer weiter. Man habe sich auch mit anderen Kandidaten beschäftigt, blieb dann aber bei Wagner. "Es liegt in der Natur der Sache, dass man die eine oder andere Stellschraube dreht, die ein bisschen anders ist", sagte Kessler. "Und da haben wir großes Vertrauen in René."
Zur Seite steht ihm nun Reutershahn. Der 66-Jährige war schon für diverse Bundesligisten wie Mönchengladbach, die TSG Hoffenheim oder Borussia Dortmund tätig. Über Wagners Expertise gäbe es keine Zweifel, aber der 37-Jährige habe eben noch nie eine Mannschaft als Cheftrainer geleitet. Reutershahn soll unterstützend helfen. Das neue Gespann wirkte jedenfalls so, als könne es die neue Aufgabe gar nicht erst abwarten.

