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Die Bayern bejubeln ihren Sieg beim Telekom Cup
Die Bayern bejubeln ihren Sieg beim Telekom Cup - © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Die Bayern bejubeln ihren Sieg beim Telekom Cup - © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
bundesliga

Bayern in Frühform: Klares Signal im Telekom Cup

Die Mannschaft von Vincent Kompany scheint da weiter zu machen, wo sie aufgehört hat. Alerdings gibt es personelle Sorgen beim Rekordmeister.

Der FC Bayern München wirkt bereit für den ersten Härtetest mit Pflichtspielcharakter. Eine Woche vor dem Franz-Beckenbauer-Supercup hat der Deutsche Meister im Telekom Cup gegen RB Leipzig ein deutliches Signal gesendet.
Natürlich, es war "nur" ein Testspiel. Aber wer gegen ein intensiv pressendes Leipzig so kontrolliert bleibt, wer nach Wechseln nicht auseinanderfällt und wer seine Qualität in den entscheidenden Zonen so konsequent ausspielt, der darf von Frühform sprechen.
Vor allem, weil der Rekordmeister nicht nur über Einzelaktionen kam. Die hohe Laufbereitschaft und das schnelle Gegenpressing drehten den Sachsen früh den Saft ab.

Luis Díaz mit dem Dosenöffner

"Jedes Testspiel ist ernst zu nehmen"

Manuel Neuer bilanzierte nach der Partie: "Jedes Testspiel ist ernst zu nehmen, egal gegen welche Mannschaft wir spielen". Und fügte hinzu: "Wir haben das Spiel heute verdient gewonnen und uns gut präsentiert."
Die Bayern waren nicht fehlerfrei, aber schon erstaunlich griffig. Die Mannschaft von Vincent Kompany hatte Ballkontrolle, suchte immer wieder schnell den Weg nach vorne und zeigte, dass die Automatismen nach einer geteilten Vorbereitung schon besser greifen, als man es Mitte August zwingend erwarten müsste.
Auch in Druckphasen blieb der FCB ruhig genug, um Leipzigs Pressing nicht dauerhaft ins Spiel kommen zu lassen.

Saibari bereitet vor, Musiala versenkt

Eine perfekte Antwort auf den Ausgleich

Leipzig meldete sich nach der Pause aber kurzzeitig zurück. Erst musste Manuel Neuer gegen Johan Bakayoko zweimal stark eingreifen, einmal half zudem der Pfosten. In der 52. Minute war der Bayern-Kapitän dann geschlagen: Nach einer Flanke von links nahm Brajan Gruda den Ball volley und traf zum zwischenzeitlichen 1:1. Die Münchner Antwort ließ allerdings nicht lange auf sich warten.
Aleksandar Pavlović bediente Neuzugang Nathaniel Brown mit einem Pass in den Lauf. Mit links schob der Außenspieler überlegt zum 2:1 ein (57.). In der 80. Minute vollendete Jamal Musiala einen Angriff über Ismael Saibari zum 3:1. Pavlović sprach später von "großem Teamgeist" und einer "super Mentalität".

Telekom-Cup: Neuer mit der Trophäe

Der Franz-Beckenbauer-Supercup kann kommen

Ganz ohne Dämpfer ging dieser Nachmittag allerdings nicht vorbei. Gleich drei Münchner mussten angeschlagen vom Feld. Konrad Laimer wurde früh nach einem Schlag ausgewechselt und konnte nicht mehr sauber laufen.

Minjae Kim musste in der zweiten Halbzeit behandelt werden. Und Jamal Musiala sorgte nach seinem Treffer zum 3:1 für den Schreckmoment des Tages, als er bei großer Hitze ohne Gegnereinwirkung zu Boden ging. Max Eberl gab danach zumindest vorsichtig Entwarnung: "Das Wichtigste, es geht ihm gut."

Sportlich bleibt trotzdem hängen: Bayern ist weiter als viele erwartet hätten. Eberl hatte vor dem Spiel gesagt, der FCB müsse sich den Flow erst wieder erarbeiten. Gegen Leipzig war davon schon einiges zu sehen. Der Fanz-Beckenbauer-Supercup am kommenden Samstag in Dortmund gegen den BVB kann kommen.

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