
DFB-Elf unter Klopp: Aufbruch mit alten Tugenden
Im ersten Spiel unter Jürgen Klopp erkämpft sich die deutsche Nationalmannschaft in Amsterdam ein Unentschieden gegen die Niederlande. Am Ende fehlen nur Sekunden zum Auftaktsieg für den neuen Bundestrainer.
Es war ein Auftakt, der es in sich hatte. Bereits im Vorfeld der Partie gegen die Niederlande sprach Jürgen Klopp von einem echten Derby, das seine Mannschaft in Amsterdam erwarte. Genau so sollte es auch kommen. Beide Mannschaften führten intensive Zweikämpfe, die auch mal über die Grenzen des Erlaubten hinausgingen und schenkten sich über die gesamte Spielzeit nichts. Letztlich stand ein 1:1-Unentschieden im ersten Pflichtspiel unter "Kloppo", das leistungsgerecht, aufgrund des Zeitpunkts des Ausgleichstreffers der Gastgeber aber aus deutscher Sicht zumindest ärgerlich ist.
Der Auftakt unter Klopp macht aber durchaus Mut. Kämpferisch und läuferisch war das DFB-Team voll auf der Höhe und trat als echte Einheit auf. "Jeder hat sich reingehauen, Das muss uns für die nächsten Wochen Auftritt geben", analysierte Freiburgs Rechtsverteidiger und Debütant Philipp Treu nach Abpfiff.
Klopp: "Kann mit dem Ergebnis leben"
Äuch Jürgen Klopp war mit dieser Komponente des deutschen Spiels glücklich. "Ich war mit vielen Einzelleistungen und der Leidenschaft sehr zufrieden, auch wenn wir besser Fußball spielen können", so der Bundestrainer, der Ansatzpunkte für die Arbeit der kommenden Tage sah. "Wir sind super reingekommen, dann hatten wir zehn Minuten richtig Probleme. Wenn das System noch nicht steht und die Abläufe noch nicht stimmen, dann musst du kämpfen um jeden Zweikampf und brauchst einen guten Torwart", ergänzt Klopp, der ein Sonderlob für seine Nummer 1 Marc-André ter Stegen aussprach.
Auch Klopps Kapitän Joshua Kimmich zog viel Positives aus der Partie: "Es war ein intensives Spiel, in dem nicht alles perfekt war, sich aber vieles ganz gut angefühlt hat." Lediglich die beiden Verletzungen von Jamal Musiala, der vor Anpfiff kurzfristig mit Oberschenkelproblemen passen musste, und Kai Havertz, der sich in einem Zweikampf verletzte, trübten die Stimmung ein wenig. Das Fazit des Bundestrainers bezog sich am Ende auf das Sportliche. "Ich hätte super gerne gewonnen, aber kann mit dem Ergebnis heute leben", zeigte sich Klopp am Ende versöhnlich.
