
Nathaniel Brown: "Bin das, was der Trainer in mir sieht"
Im Sommer aus Frankfurt nach München gewechselt, überzeugt Nathaniel Brown bislang beim Rekordmeister wie auch in der DFB-Elf. Der Außenverteidiger mit der für einen etatmäßigen Defensivspieler etwas eigenartigen Rückennummer spricht über seinen Offensivdrang und ein Vorbild in den eigenen Reihen.
Karl-Heinz Rummenigge, Stefan Effenberg, Lukas Podolski oder Kingsley Coman: Es ist eine illustre Runde, in die sich Nathaniel Brown seit diesem Sommer beim FC Bayern München begeben hat. All diese Spieler eint nämlich, dass ihnen beim deutschen Rekordmeister das Trikot mit der Rückennummer 11 gehört(e). Wobei der Neuzugang aus Frankfurt noch hervorsticht, denn anders als die meisten seiner Vorgänger ist er nicht im Sturm, sondern auf der linken Verteidigerseite daheim. Oder?
"Ich bin schon Linksverteidiger, aber kein klassischer", lässt der 23-Jährige nun im Mitgliedermagazin des FCB verlauten und führt seine große Varibilität aus. "Ich kann die ganze Außenbahn beackern und fühle mich auch im Zentrum wohl. Ich habe schon auf der Sechs, der Acht und der Zehn gespielt. Am Ende bin ich einfach das, was der Trainer in mir sieht und wo er mich aufstellt."

Eifert Brown vielleicht Kimmich nach?
Taktikfuchs Vincent Kompany dürfte das gefallen und auch der neue Bundestrainer Jürgen Klopp ist ja dafür bekannt, durchaus experimentierfreudig zu sein. In den ersten beiden Länderspielen unter ihm lief Brown beim 1:1 in Amsterdam gegen die Niederlande und bei der 0:1-Pleite gegen Griechenland aber dann doch noch hinten links auf und trug mit dem Adler auf der Brust zudem die Nummer 18.
Mit Joshua Kimmich hat Brown aber sowohl in der Nationalmannschaft als auch im Club einen Teamkollegen, der vorgemacht hat, wie man von der Position des Außenverteidigers über die Jahre fest ins Mittelfeld vorrücken kann. Vielleicht auf Dauer auch eine Option für den gebürtigen Amberger?
Brown liebt das "unbeschreibliche Grlücksgefühl" eines Tores
Der jedenfalls würde schon jetzt einen eigenenTreffer jederzeit einer starken Grätsche in der Defensive vorziehen: "Wenn man ehrlich ist, ist das Glücksgefühl, wenn man ein Tor schießt, unbeschreiblich", so Brown, der im deutschen Dress bei der Weltmeisterschaft gegen Curaçao traf und für die Bayern im Supercup beim BVB erfolgreich war.
Erst einmal geht es für ihn aber wohl hinten links weiter, schließlich hat er sich dort mittlerweile zu einem echten Leistungsträger entwickelt. Auch mit der in der Vergangenheit eher in der Offensive beheimateten Nummer 11 auf dem Rücken...