
Brown startet beim FC Bayern: "Ich will Titel gewinnen"
Nathaniel Brown ist offiziell beim FC Bayern angekommen. Bei seiner Vorstellungs-Pressekonferenz am Mittwoch sprach der Neuzugang über seine ambitionierten Ziele mit dem Rekordmeister. Sportvorstand Max Eberl zeigte sich derweil angetan von den Qualitäten des Linksverteidigers – verlor jedoch auch ein paar Worte über einen Offensivstar.
Seit Montag bereitet sich der FC Bayern München am Tegernsee auf die neue Saison vor und absolviert sein alljährliches Trainingslager vor den Augen zahlreicher angereister Fans. Mittlerweile stießen auch die ersten WM-Fahrer zur Mannschaft, darunter auch der von Eintracht Frankfurt verpflichtete Nathaniel Brown. Nach seiner bereits zweiten Trainingseinheit stand für den Linksverteidiger am Mittwoch nun die offizielle Vorstellung auf dem Programm.
"Ich freue mich riesig, endlich hier zu sein", sagte Brown zu Beginn seiner Präsentation sichtlich erfreut. Die Eingewöhnung beim Rekordmeister scheint dem 23-Jährigen leichtzufallen. "Ich kenne ja eh viele schon. Die anderen lerne ich noch kennen", erklärte der Neuzugang.

"Verrückt, dass ich jetzt schon hier bin"
Als selbstverständlich betrachtet Brown seinen Wechsel zum FC Bayern keineswegs – im Gegenteil: "Es ist etwas Besonderes für mich, weil ich aus Bayern komme. In Amberg sind auch alle Bayern-Fans, das ist verrückt, dass ich jetzt schon hier bin."
Entsprechend groß ist die Motivation des 23-Jährigen für seine erste Saison beim Rekordmeister: "Ich will zeigen, was ich kann. Ich will so viele Spiele wie möglich machen, der Mannschaft helfen und letztlich Titel gewinnen."
Eberl schwärmt: "Ihm gehört die Zukunft"
Worte, die die Bayern-Bosse wohlwollend zur Kenntnis nehmen dürften. Das zumindest lässt sich Max Eberls Reaktion entnehmen, der sich nach Browns Aussage ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen kann. Generell zeigt sich der Sportvorstand äußerst angetan von der Verpflichtung des 23-Jährigen, der zuletzt bei seinem WM-Debüt gegen Curaçao direkt seinen ersten Treffer im Trikot der deutschen Nationalmannschaft erzielte.
"Trotz der Schwierigkeiten bei Frankfurt hat er immer weitergemacht und sein Niveau gehalten. Er ist ein besonderer Spieler, weil er mit dem Druck umgehen kann. Das brauchst du auch bei Bayern, das hat uns sehr gut gefallen. Ihm gehört die Zukunft", lobt Eberl den Linksfuß.
Doppelte Klarheit bei Olise
Auf einen anderen Linksfuß kam Eberl ebenfalls zu sprechen: Michael Olise. Der Franzose, der mit der Nationalmannschaft bei der abgelaufenen WM im Spiel um Platz drei gegen England unterlag, war zuletzt immer wieder mit einem möglichen Abschied im Sommer in Verbindung gebracht worden.
Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen hatte einem Wechsel bereits am Dienstag einen Riegel vorgeschoben, doch Eberl legte noch einmal nach: "Die Spekulationen wurden immer wieder befeuert, aber da ist nichts dran und er wird nach seinem Urlaub ganz normal zurückkommen. Wir sind einfach froh, dass wir solch einen Spieler haben."
Auch die Frage nach Olises Rückennummer beschäftigte die Verantwortlichen. "Wir haben ihn gefragt, ob er die Nummer 11 haben möchte wie bei der Nationalmannschaft. Aber er wollte die 17 behalten", erklärte Eberl. Die Nummer 11 wird ab der kommenden Saison stattdessen von einem anderen Linksfuß getragen: Nathaniel Brown.
