
"Ruf' Pep an!": Max Eberl über Trainersuche und Schlüsselpersonalien
Die aktuelle Saison befindet sich auf der Zielgeraden, die kommende bereits in der Planung. Dabei wird es um wichtige Personalien wie Manuel Neuer oder Michael Olise gehen. Über die beiden Leistungsträger und Trainer Vincent Kompany sprach Bayern-Sportvorstand Max Eberl im "ZDF-Sportstudio".
Zwar ist der Meistertitel für den FC Bayern München bereits in trockenen Tüchern, doch die Münchner arbeiten mit Hochdruck an dem bestmöglichen Ausgang der Saison 2025/26. Der FCB strebt das Triple an, kann und will im Pokal und in der Champions League noch nachlegen. Bereits am Dienstag geht es in der Königsklasse im Halbfinale bei Paris Saint-Germain weiter.
Ungeachtet der finalen Phase werden auch die Planungen für die mittelfristige Zukunft laufen. Und eine Rolle spielt dabei Manuel Neuer. Der Torhüter steht bei den Bayern seit 15 Jahren unter Vertrag. Der Kontrakt läuft im kommenden Sommer aus. Eine Verlängerung scheint möglich.
Neuer hat sich noch nicht zu seinen Planungen geäußert. "Manu spielt eine herausragende Saison. Er ist eine Legende des FC Bayern", sagte Bayerns Sportvorstand Max Eberl im "ZDF Sportstudio". "Wenn er so spielt, wie er spielt, dann wüsste ich nicht, was im Weg steht, dass er ein Jahr dranhängt."

"Wir hatten das Gefühl, das passt!"
Zwar steht Michael Olise "erst" seit zwei Jahren beim FCB unter Vertrag. Doch Eberl ließ keinen Zweifel daran, dass sich das vorerst auch nicht ändern würde. "Es gibt für uns nicht eine Sekunde des Nachdenkens über irgendwas", wurde der Sportvorstand am Samstagabend sehr deutlich. Der 24-Jährige ist einer der absoluten Leistungsträger bei den Bayern. Wettbewerbsübergreifend erzielte der französische Nationalspieler in 46 Begegnungen 19 Tore, bereitete 29 weitere vor.
Auch Olise ist einer der Erfolgsgaranten in dieser Saison beim Rekordmeister. Der Vater des Erfolgs dürfte aber Vincent Kompany sein. Für Eberl ist der Trainer ein "Glücksfall für den FC Bayern. Wir hatten das Gefühl, das passt - als Mensch, als Trainer, die Spielweise."
Tatsächlich hatten die Bayern den ehemaligen belgischen Nationalspieler 2024 früh auf der Liste. "Ich habe mich nicht getraut, Vincent Kompany als Erstes vorzustellen", gab Eberl zu. Der ehemalige Bundesliga-Profi hat zu diesem Zeitpunkt beim FC Burnley gearbeitet.
"Das war dann der Dosenöffner"
Deswegen habe man mit Coaches wie Julian Nagelsmann, Oliver Glasner und Ralf Rangnick gesprochen. "Wir haben Trainer angefragt, die alle Qualitäten haben und herausragend sind. Aber es kamen Absagen", erklärte Eberl weiter. Als er den Namen Kompany dann vorstellte, habe er eine gewisse "Verwunderung" gespürt.
Doch man habe sich die Spielweise des Trainers und den aktuellen Kader angeschaut und sei der Meinung gewesen, das könne passen. "Als die Frage kam, ob wir uns sicher sind, habe ich Kalle (Karl-Heinz Rummenigge, Aufsichtsrat; Anm. d. Red.) gesagt: Ihr seid so eng mit Pep (Pep Guardiola; Anm. d. Red.), ruf den an. Frage ihn, was er von ihm hält. Das war dann der Dosenöffner", so Eberl.
Und die Ergebnisse bestätigen die mutige Trainerverpflichtung. Mit Kompany hat der FCB gute Chancen auf das Triple. Mit dem Meistertitel, dem ersten DFB-Pokalfinale seit sechs Jahren und dem Halbfinale der Champions League ist die Spielzeit bereits eine erfolgreiche.










