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Harry Kane jubelt in gewohnter Manier
Harry Kane jubelt in gewohnter Manier - © IMAGO/DeFodi.de
Harry Kane jubelt in gewohnter Manier - © IMAGO/DeFodi.de
bundesliga

Dominanz pur: Bayern spielt und gewinnt in gewohnter Manier

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Der Einzug ins Viertelfinale der Champions League war beim FC Bayern München schon nach dem 6:1 im Achtelfinal-Hinspiel eigentlich nicht mehr zu nehmen. Im Rückspiel agierte der FCB erneut extrem dominant – nur für Harry Kane war es kein gewöhnlicher Abend.

Elfmeter für den FC Bayern München. Wenn es zu dieser Situation kommt, kann man sich eigentlich sicher sein: Der Ball wird im Netz landen – weil der FCB in Harry Kane einen der besten Schützen überhaupt vom Strafstoßpunkt in seinen eigenen Reihen weiß.

Im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals gegen Atalanta Bergamo war es nach einem durch VAR-Prüfung belegtem Handspiel von Giorgio Scalvini wieder so weit: Elfmeter für München. Herausgeholt? Von Kane. Schütze? Klar, Kane. Dann aber der Schock: Der Engländer visiert das rechte Eck an, Marco Sportiello ist jedoch zur Stelle und hält das Ding fest!

Wenig später wurde aber klar: Hier ging es nicht mit rechten Dingen zu. Und das nicht nur, weil Kane verschossen hatte. Sportiello hatte sich zu früh bewegt, beim Schuss waren nicht beide Füße auf der Linie. Kane durfte nochmal ran und entschied sich wieder für die rechte Ecke – und der Ball landete landete, wie schon beim ersten Mal erwartet, im Netz. 

Kanes besondere Premiere

Es war das dritte 1:0 des eiskalten Engländers in dieser Champions-League-Saison. Das 2:0 erzielte er dann im zweiten Durchgang. Mit zehn Treffern ist er auch in Europas Top-Wettbewerb Bayerns bester Torjäger. Zehn von zehn Strafstößen hat Kane in der Champions League für den FC Bayern verwandelt. 

Es gibt weiterhin nur einen Keeper, den Kane als FCB-Knipser nicht aus elf Metern überwinden konnte: Florian Stritzel, in der ersten Runde des DFB-Pokals im vergangenen August.

Für den 32 Jahre alten Kapitän der englischen Nationalmannschaft kam es am Mittwochabend aber dennoch zu einer besonderen Premiere, die nichts mit Elfmetern zu tun hat: Erstmals führte der Engländer den deutschen Rekordmeister in der Champions League als Kapitän aufs Feld. In Manuel Neuer (Trainingsrückstand) und Joshua Kimmich (Gelbsperre) fehlten die beiden eigentlich gesetzten Kapitäne.

Daumen hoch: Kanes Premiere als FCB-Kapitän in der Champions League ist gelungen - IMAGO/Markus Ulmer

Bergamo erneut chancenlos

Es war das zweite Spiel Kanes als Bayerns Kapitän: Kurz vor Weihnachten, beim 4:0 in Heidenheim, hat der Goalgetter zum ersten Mal den Rekordmeister mit der Binde am Arm aufs Feld geführt. 

Sonst lief im Rückspiel aber alles, wie es nach einem 6:1-Hinspielerfolg zu erwarten war: Der FC Bayern war erneut eine – wenn nicht gar zwei – Nummern zu groß für die Norditalienier. 70 Prozent Ballbesitz, 25:14 Abschlüsse – eine deutliche Angelegenheit.

Die Bergamaschi agierten in der gewohnten Dreierkette – im Hinspiel gab es ein misslungenes Experiment mit einer Viererreihe ganz hinten – gefestigter als noch vergangene Woche. Am Weiterkommen bayerischen Tormaschine änderte dies aber nichts.

Nun wartet Real Madrid

Im Viertelfinale wartet nun Real Madrid, der Rekordsieger der Champions League. Die "Blancos" um Antonio Rüdiger werden im eigenen Strafraum besonders vorsichtig sein. Was sie nämlich sicher nicht hören wollen: Elfmeter für Bayern.