
Champions League: Real Madrid wartet auf die Bayern
In beeindruckender Art und Weise hat Real Madrid im Achtelfinal-Duell der Schwergewichte Manchester City aus der Champions League geworfen. Nun erwarten die "Blancos" wohl den FC Bayern München im Viertelfinale.
Real Madrid durchlebt keine einfache Saison – dabei wähnte man sich im Sommer auf dem richtigen Weg: Der spanische Rekordmeister verpflichtete Xabi Alonso als neuen Coach, der 2024 Bayer 04 Leverkusen sensationell zum Double verholfen hatte. Doch nach 34 Partien inklusive der Klub-Weltmeisterschaft in den USA im vergangenen Sommer, wurde der Baske bei den "Blancos" schon wieder entlassen.
Álvaro Arbeloa, der wie Alonso sowohl bei Liverpool als auch bei Real Madrid als Spieler aktiv gewesen war, wurde sein Nachfolger. In der spanischen La Liga hinkt man weiter Hansi Flicks Barcelona hinterher – in der Champions League läuft's dafür aber umso runder!

Keine Chance für Manchester City
Als Neunter verpassten die Spanier, die in der titelreichen Vereinshistorie bereits 15 Mal den Henkelpott gewinnen konnten, knapp den direkten Einzug ins Achtelfinale – und setzten sich in den Playoffs gegen José Mourinhos Benfica Lissabon durch.
Wozu die Königlichen, wo Weltstars wie Kylian Mbappé, Vini Jr. oder auch DFB-Abwehrspieler Antonio Rüdiger kicken, wirklich fähig sind, zeigten sie im Achtelfinale gegen Manchester City.
Im Hinspiel wurde das Team von Coach Pep Guardiola regelrecht überrannt, Fede Valverde war der Mann der Partie: Der Kapitän der Königlichen erzielte alle drei Treffer, zwei davon trugen das Prädikat Weltklasse. Im Rückspiel machte Arbeloas Truppe das Viertelfinale mit einem 2:1-Sieg klar.
Bayern: Reals einstige "Bestia Negra"
In der Runde der letzten Acht erwartet der spanische Rekordmeister nun wohl den deutschen Rekordmeister: nach dem 6:1-Hinspielsieg hat der FC Bayern München beste Karten für das Viertelfinale. Dort würde es zu den Duellen Nummer 31 und 32 mit Madrid kommen. Zwölf dieser Partien entschieden die Münchener für sich, 14 Mal behielt Real die Oberhand.
Es gab eine Zeit, da sprachen die Spanier, wenn sie den FCB meinten, ehrfürchtig von "La Bestia Negra", dem Angstgegner: In den Landesmeister-Halbfinals 1976, 1987 und im Semifinale der Champions League 2001 schied Real nämlich immer gegen Bayern aus. Von den vergangenen zehn direkten Duellen konnte München allerdings nur eines für sich entscheiden.
Sieben Mal gewann letztlich Real, zwei Mal gab es ein Unentschieden. 2024 traf man im Halbfinale das letzte Mal aufeinander – Real setzte sich auf dem Weg zum 15. Henkelpott knapp mit 2:1 im Rückspiel durch. Die Bayern, die im zweiten Jahr unter Vincent Kompany extrem dominant in der Champions League aufspielen, hätten in dieser Saison auf jeden Fall wieder "Bestia Negra"-Potential.
