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Europas größtes Sturm-Talent: Das ist Dortmund-Neuzugang Erling Haaland

Borussia Dortmund hat einen Coup auf dem Transfermarkt gelandet: Der 19-Jährige Erling Braut Haaland, zuletzt in Diensten von RB Salzburg, war von sämtlichen Top-Clubs Europas umworben worden. bundesliga.de erklärt, warum er perfekt zum BVB passt und was ihn so stark macht.

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Spätestens seit diesem Sommer ist der Name Erling Haaland in aller Munde. Der Mittelstürmer von RB Salzburg führte zwischenzeitlich die Torschützenliste der Champions League an, ist nach Bayern Münchens Robert Lewandowski mit acht Toren der zweitbeste Torjäger der Gruppenphase. Hinzu kommen 20 Torbeteiligungen in der Österreichischen Bundesliga – verteilt auf 16 Tore und vier Assists. Und das in gerade einmal 14 Partien.

Insgesamt kommt Haaland, in diesem Halbjahr auf nicht weniger als 28 Pflichtspieltore in 22 Einsätzen.  Alle 52 Minuten schießt er in dieser Saison ein Tor. Zum Vergleich: Lewandowski braucht 2019/20 immerhin 70 Minuten für einen Treffer. Eine unglaubliche Quote, zumal Haaland, dessen Vater Alf-Inge um die Jahrtausendwende ein solider Premier-League-Profi war, im Juli erst seinen 19. Geburtstag gefeiert hat.

Der 19-Jährige vereint Physis, Schnelligkeit und Treffsicherheit wie kaum ein zweiter - GEPA pictures/ Mathias Mandl via www.imago-images.de/imago images/GEPA pictures

Äußerst seltene Kombination aus Physis und Schnelligkeit

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Der Hype um den jungen Norweger, der inzwischen auch Nationalspieler ist, war indes in diesem Umfang nicht abzusehen. Nach seinem Wechsel zu Salzburg im Januar 2019 schaffte er es in der Rückrunde 2018/19 gerade einmal vier Mal in den Kader und fand sich meist auf der Tribüne wieder. Salzburg hatte ihn verpflichtet, nachdem Haaland bereits als 17-Jähriger für Molde FK 2018  mit zwölf Saisontoren als einer der besten Torschützen der "Eliteserien" Aufmerksamkeit erregt hatte.

Die Explosion folgte dann erst in diesem Sommer. Er war der erste Spieler, dem in seinen ersten drei Champions-League-Spielen sechs Treffer gelangen – immerhin gegen Gegner wie den FC Liverpool oder SSC Neapel.

Was Haaland neben seiner beeindruckenden Trefferquote aber vor allem so interessant macht, ist die äußerst seltene Kombination aus Physis und Schnelligkeit. Mit seinen 87 Kilogramm verteilt auf 1,94 Metern ist der Norweger ein regelrechter Sturmtank, der seinen Körper bestens einzusetzen weiß und von dem auch gestandene Verteidiger bisweilen wie lästige Fliegen abprallen. Gleichzeitig bringt er eine Endgeschwindigkeit von 36 km/h auf den Rasen. Ein Wert, der in der Bundesliga bisher nur von Dortmunds Achraf Hakimi gemessen wurde.

Und so passt Haaland auch perfekt in das Anforderungsprofil von Borussia Dortmund: "Wir hätten im Sommer definitiv eine zweite Nummer 9 verpflichten müssen", gab Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf der Mitgliederversammlung des BVB im November zu. Mit dem bisweilen verletzungsanfälligen Paco Alcacer steht nur ein nomineller Angreifer im Kader, der mit seinen 1,75 Metern außerdem ein ganz anderer Stürmertyp ist. Die Einsatzchancen für den Youngster sind also denkbar gut.

>>> Borussia Dortmund verpflichtet Erling Haaland

Haaland besitzt neben einer feinen Ballbehandlung auch ein äußerst gutes Gespür für Räume, versteht es perfekt, durch gezieltes Verzögern seinen Gegenspieler abzuschütteln, um sich dann im entscheidenden Moment einen Vorteil zu verschaffen. Passspiel und Kopfballstärke sind beim 19-Jährigen hingegen noch ausbaufähig. Sein Ex-Trainer Alf Ingve Berntsen, der ihn als junger Profi bei Bryne FK trainierte sagt: "Er ist sehr vielseitig, kann als klassischer Mittelstürmer, aber auch als hängende Spitze oder außen spielen."

"Er hat das Potenzial, einer der Besten der Welt zu werden“

Gleichwohl will sein ehemaliger Förderer dem Hype aber auch ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen: "Er hat das Potenzial, einer der Besten der Welt zu werden“ so Berntsen, der zu Bedenken gibt: "aber diverse Beispiele aus der Vergangenheit zeigen: Dafür braucht es Ruhe und Behutsamkeit."

Borussia Dortmund hat es in den letzten Jahren bestens verstanden - das beweisen Beispiele wie Jadon Sancho oder Ousmane Dembele – junge Rohdiamanten zu internationalen Top-Stars zu formen. Die Chancen, dass Erling Haaland der nächste in dieser Riege ist, stehen also mindestens gut.

Karol Herrmann