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Nico Schlotterbeck (l.) pusht den BVB zurück in den Titelkampf
Nico Schlotterbeck (l.) pusht den BVB zurück in den Titelkampf - © RONNY HARTMANN
Nico Schlotterbeck (l.) pusht den BVB zurück in den Titelkampf - © RONNY HARTMANN
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Der Titeltraum lebt! Borussia Dortmund im Jagdmodus

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Nach fünf Siegen in Serie und 14 Bundesliga-Spielen in Folge ohne Niederlage wittert der BVB seine Chance im Titelkampf, den Nico Schlotterbeck mit seinen Aussagen weiter befeuert. Zudem haben die Dortmunder einen Spezialisten in Sachen Aufholjagd auf der Bank sitzen.

Wie bekommt man bei einer Mannschaft, die seit 13 Bundesliga-Spielen ungeschlagen ist und sich Punkt für Punkt Richtung Tabellenspitze kämpft, Unruhe herein? Wer eine Antwort auf diese Frage sucht, der musste in der vergangenen Woche nur zu Borussia Dortmund schauen und wählte als ersten Ansprechpartner bestenfalls noch Nico Schlotterbeck

Schließlich war es der Innenverteidiger des BVB, der nach dem 3:2-Erfolg im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim mit einer klaren Ansage aufhorchen ließ. "Man muss den Anspruch als BVB haben, den Fans zu sagen: Ja, wir wollen Meister werden!", ließ der 26-Jährige verlauten und schickte damit einen deutlichen Gruß nach München zum Ligaprimus FC Bayern.

Schlotterbeck bekräftigt Meisterschafts-Ansage

Cheftrainer Niko Kovač ist hingegen nicht der Typ für große Kampfansagen. So meinte der Chefcoach beispielsweise, sein Fokus liege viel eher "im Rückspiegel" und damit auf den BVB-Verfolgern. Allerdings: Diese Verfolger sind eine Woche und den 2:1-Auswärtssieg in Wolfsburg später schon wieder ein Stück distanziert, weswegen Schlotterbeck gleich noch einmal nachlegte.

"Die Jungs haben unter der Woche gemerkt, wie sehr ich dafür brenne. Es ist extrem wichtig, dass wir den Fokus und den Kopf dafür haben, um anzugreifen", so der Defensivspezialist, der damit eine positive Wirkung seiner Worte auf die Teamkollegen ausgemacht hatte: "Ich hoffe natürlich, dass es ein Stück weit geholfen hat."

Der BVB hofft weiter

Unterstützung erfuhr der Interims-Kapitän von Offensivspieler Julian Brandt, der gegen Wolfsburg selbst als Torschütze in Erscheinung getreten war und seinerseits gerne mal am Ende der Spielzeit eine Trophäe in der Hand halten würde: "Es wird keinen geben, der sagt, ich glaube daran nicht mehr. Da kannst du vergeblich in der Kabine nach suchen", so der 29-Jährige.

Der Rückstand auf den FC Bayern beträgt dabei auch nach dem fünften Sieg in Serie weiterhin sechs Zähler – immerhin: nach dem 18. Spieltag waren es noch deren elf. Warum also sollte es im Titelkampf nicht doch noch einmal eng werden, zumal der BVB die Münchner auch noch im eigenen Stadion empfängt und mit Niko Kovač einen Spezialisten für Aufholjagden auf der Bank sitzen hat?

Weiß wie es läuft: Niko Kovač hat schon die eine oder andere Aufholjagd erfolgreich bestritten - IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Kovač, der Spezialist für Aufholjagden

In der vergangenen Saison holte der Kroate mit dem BVB an den letzten acht Spieltagen schließlich noch zehn Punkte auf die Champions-League-Ränge auf und in der Spielzeit 2018/19 gelang ihm gar ein echtes Meisterstück – allerdings noch als Trainer des FCB und zu Ungunsten seines jetzigen Arbeitgebers.

Denn damals lag Kovač mit den Münchnern nach 15. Spieltagen neun Zähler hinter dem BVB und führte den Rekordmeister letztlich doch noch zum nächsten Landestitel. Kann er ein ähnliches Kunststück nun mit Schwarzgelb wiederholen?

Die Hoffnung rund um den Borsigplatz ist jedenfalls noch da. "Wir wollen vorangehen, wir wollen die da oben angreifen", sagt Schlotterbeck, kann nun allerdings vorerst nur bedingt vorangehen. Im kommenden Heimspiel gegen Mainz 05 wird der Innenverteidiger gelbgesperrt fehlen. Bei den folgenden Partien in Leipzig und gegen die Münchner will er sein Team dann zu weiteren Siegen führen.