Dank Torschütze Luka Jovic (l.) gewinnt Frankfurt in San Siro - Alex Grimm/Bongarts/Getty Images
Dank Torschütze Luka Jovic (l.) gewinnt Frankfurt in San Siro - Alex Grimm/Bongarts/Getty Images
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Eintracht Frankfurt trifft in der Europa League auf Benfica Lissabon

Mailand - Die europäische Abenteuerreise von Eintracht Frankfurt geht nach einer magischen Nacht im San Siro weiter, ein letztes deutsches Fähnchen weht noch im internationalen Geschäft. Mit 1:0 (1:0) siegte der DFB-Pokalsieger im Rückspiel bei Inter Mailand und erreichte damit das Viertelfinale der Europa League.

Am Freitagnachmittag loste die UEFA in Nyon das Viertelfinale aus. Dort wird die Eintracht auf Benfica Lissabon treffen. Die Portugiesen hatten sich im Achtelfinale gegen Dynamo Zagreb aus Kroatien durchgesetzt. Im Halbfinale, auch das wurde am Freitag ausgelost, würde die Eintracht bei einem Weiterkommen auf den Sieger des Duells zwischen Slavia Prag und dem FC Chelsea treffen.

"Ich bin sehr stolz. Die Jungs haben es sich verdient, weil sie eine überragende Leistung gebracht haben", sagte Sportvorstand Fredi Bobic nach dem Frankfurter Sieg am Donnerstagabend in Mailand. Verteidiger Martin Hinteregger meinte: "Wir freuen uns riesig über den fantastischen Sieg gegen Inter Mailand. Das ist Wahnsinn."

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Torjäger Luka Jovic (6.) ließ die Hessen nach dem 0:0 im ersten Achtelfinal-Duell in der Vorwoche jubeln. Erstmals seit 1995 (damals im UEFA-Cup) zogen sie damit in einem europäischen Club-Wettbewerb in die Runde der letzten Acht ein und schwangen sich am Tag nach dem bitteren Königsklassen-K.o. des FC Bayern München zum großen deutschen Hoffnungsträger auf. Bei der Auslosung am Freitag in Nyon erwarten die Frankfurter gespannt ihren nächsten Gegner.

Mehr al 13.500 Frankfurt-Fans in Mailand

Mehr als 13.500 Frankfurt-Anhänger hatten ihre Mannschaft nach Italien begleitet, ein Auswärts-Rekord für die Europa League. Am Nachmittag versammelten sich die Fans vor imposanter Kulisse auf dem Vorplatz des Mailänder Doms, marschierten dann gemeinsam zum altehrwürdigen Giuseppe-Meazza-Stadion. Dort sorgten sie, obwohl ganz oben unters Dach gepfercht, von Beginn an für eine begeisternde Europapokal-Atmosphäre.

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Die Mannschaft ließ sich davon inspirieren und entfachte prompt einen furiosen Angriffswirbel. Nach nicht einmal drei Minuten traf Sebastien Haller per Abstauber die Torlatte, nur zwei Minuten später setzte sich Jovic im Laufduell durch und erzielte per Lupfer die Führung. Co-Trainer Christian Peintinger, der den nach seinem Innenraumverweis im Hinspiel gesperrten Chefcoach Adi Hütter vertrat, sah bei seiner Premiere an der Seitenlinie eine perfekte Anfangsphase seiner Mannschaft.

Mit diesem Treffer erzielt Jovic bereits nach sechs Minuten das 1:0 - Emilio Andreoli/Getty Images

Frankfurt bleibt auf dem Gaspedal

Erst langsam löste sich auch Inter aus seiner anfänglichen Schockstarre und näherte sich dem Tor der Gäste an. Die vermeintlich beste Möglichkeit ließ der frei durchstartende Keita Balde allerdings verpuffen, indem er sich den Ball zu weit vorlegte. Auf der Gegenseite wurde einem Treffer von Haller wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. Zudem verpassten Mijat Gacinovic (39.) und Jovic (40.) das 2:0 nur knapp.

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Zur Pause blieb es bei der knappen Frankfurter Führung, doch auch nach dem Seitenwechsel nahm der Bundesligafünfte den Fuß nicht vom Gaspedal. Während die Fans auf den Rängen weiter für eine echte Gänsehaut-Stimmung sorgten und die rund 30.000 Inter-Tifosi locker übertönten, widerstand die Eintracht der Versuchung, sich hinten einzuigeln. Obwohl Mailand seine Offensivbemühungen nun merklich intensivierte, spielte auch der Gast weiter mutig nach vorne.

Umsichtige Defensive um starken Hasebe

Der Lohn waren etliche weitere Chancen, etwa für Haller (55.), Gacinovic (56.), Jovic (61./68.) und Filip Kostic (65./78.). Zwar wurde auch Inter jetzt phasenweise gefährlich, Matteo Politanos Schlenzer (57.) und ein Distanzschuss von Milan Skriniar bedeuteten die bis dato besten Möglichkeiten für die Gastgeber. Insgesamt aber wirkte die Defensive von Eintracht Frankfurt um den sehr umsichtigen Makoto Hasebe bis in die Schlussphase hinein extrem sattelfest.

SID