Sehet her, ich hab's gemacht: Sebastien Haller bejubelt seinen Doppelpack gegen Düsseldorf - © imago images / Jan Huebner
Sehet her, ich hab's gemacht: Sebastien Haller bejubelt seinen Doppelpack gegen Düsseldorf - © imago images / Jan Huebner
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Sebastien Haller ist der Anführer bei Eintracht Frankfurt

Köln - Seit acht Spielen in der Bundesliga ungeschlagen, zuletzt sogar drei Siege in Folge. Eintracht Frankfurt steuert voll auf Europapokal-Kurs, darf sich sogar Hoffnungen auf die Champions League machen. Zudem haben die Hessen die Riesenchance, in der Europa League das Viertelfinale zu erreichen. Die Hoffnungen der Eintracht ruhen dabei besonders auf Sebastien Haller, der aktuell wieder nach Belieben trifft.

18 Minuten benötigte Sebastien Haller gegen Fortuna Düsseldorf lediglich. Coach Adi Hütter hatte den Stürmer zunächst geschont und nach den zuletzt harten englischen Wochen mit Bundesliga und Europa League auf die Bank gesetzt. Doch als er gebraucht wurde, war der Franzose gleich da und machte in der Nachspielzeit den glatten 3:0-Auswärtserfolg von Eintracht Frankfurt mit einem Doppelpack klar.

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Haller ist aktuell der Mann der Stunde bei den Adlern. In den jüngsten fünf Pflichtspielen erzielte der Rechtsfuß fünf Tore, in den jüngsten beiden Bundesliga-Spielen sogar drei. Haller ist wieder heiß. Und das verheißt für die kommenden Gegner nichts Gutes. Denn der 24 Jahre alte Angreifer ist in dieser Saison, wenn es um Tore geht, ein "Serientäter".

Treffsicherheit auch im Rückspiel bei Inter Mailand gefordert

Wenn Haller in dieser Spielzeit trifft, dann auch immer gleich in mehreren Spielen in Folge. So erzielte er zum Start in den ersten drei Spielen der Saison jeweils ein Tor. Nach einer Pause von vier Matches folgte eine Serie mit fünf Spielen, in denen er immer zuschlug und insgesamt sechs Mal erfolgreich war. Zum Start der Rückrunde netzte er dann gegen Freiburg und Bremen. Und nun waren nach einer erneuten künstlerischen Pause von vier Spielen am 24. und 25. Spieltag Hoffenheim und Düsseldorf dran, denen Haller zusammen drei Buden ins Netz legte.

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Besonders hoffen die Adler natürlich auf einen Geniestreich von Haller im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League am Donnerstag bei Inter Mailand. Nach dem 0:0 in der vergangenen Woche haben die Frankfurter eine ordentliche Ausgangsposition. Ein Remis mit einem eigenen Tor würde zum Weiterkommen schon reichen. Und dafür ist derzeit Haller zuständig.

"Er arbeitet rund um die Uhr für die Mannschaft"

Mit nun 14 Toren ist der Franzose der zweitbeste Goalgetter in Reihen der Eintracht und der drittbeste der Bundesliga. Nur Luka Jovic hat bei den Adlern noch einen Treffer mehr auf dem Konto. Und auch in der Europa League war Haller in dieser Saison bei acht Einsätzen schon fünf Mal erfolgreich und ist Jovic (sechs Tore) damit eng auf den Fersen. Doch die Qualitäten des 1,90 Meter großen Stürmers beschränken sich nicht ausschließlich auf seine Treffsicherheit vor dem Tor.

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Haller rackert in der Spitze, sucht ständig den Zweikampf und gewinnt für einen Stürmer überragende 51 Prozent seiner Duelle Mann-gegen-Mann. "Er arbeitet rund um die Uhr für die Mannschaft, opfert sich auf und weiß, wie man Pressing spielt", lobt denn auch Coach Hütter. Und Haller hat das Auge für den Mitspieler. Neun Torvorlagen gehen bereits auf das Konto des 24-Jährigen. Einzig Bayerns Joshua Kimmich und Dortmunds Jadon Sancho haben einen Assist mehr in der Bundesliga. In der Europa League legte er zudem drei Treffer auf.

Im Hinspiel gegen Inter Mailand ist Haller erfolgreich - doch sein Tor zählt wegen Abseits nicht - imago images / Jan Huebner

Hohe Ziele - dank Haller

Coach Hütter ist von seinem Stoßstürmer hellauf begeistert: "Vom ersten Spiel in Freiburg an, wo er ein Tor machte, hat er eine richtige Explosion hinter sich, mit vielen Toren und vielen Assists", erzählt der Österreicher. Immerhin hat Haller nach 25 Spieltagen seine Marke von neun Toren aus der Vorsaison bereits um fünf Buden übertroffen.

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Und er will noch deutlich mehr. Einen Titel hat der Franzose mit der Eintracht bereits gewonnen mit dem Sensationserfolg im DFB-Pokal 2018. Gerne würde er sich noch einen zweiten Pokal in die Vitrine stellen. Die Chancen in der Europa League stehen dafür nicht schlecht. Das Tor zum Viertelfinale steht jedenfalls offen, die Eintracht muss in Mailand nur noch durchgehen. Und in der Bundesliga ist die Qualifikation zur Champions League durchaus in Reichweite, Frankfurt liegt nur drei Punkte hinter RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach auf den Plätzen drei und vier. Und für die nötigen Tore zum Erreichen der hohen Ziele soll Haller sorgen.

Von Tobias Schild