
Was braucht es für einen perfekten SGE-Nachmittag?
Frankfurt gewinnt das Rhein-Main-Duell in Mainz mit 3:1 und scheint jetzt so richtig ist in der Saison angekommen zu sein. Can Uzun setzt ein Ausrufezeichen, während Noah Atubolu nach seinem Patzer gegen Augsburg zurückschlägt und seine Elfmeter-Serie fortsetzt.
Die Überschrift ist eine Fragestelltung. Was braucht es für einen perfekten SGE-Nachmittag? Erst einmal einen gehaltenen Elfmeter beim Stand von 1:0, nachdem quasi im Gegenzug die Führung auf 2:0 ausgebaut wird, zum Beispiel? So sah es auch der Cheftrainer: "Knackpunkte waren der gehaltenen Elfmeter und das 2:0 vor der Pause. In Mainz zu gewinnen, das ist nicht einfach."
Frankfurt scheint in dieser Saison angekommen zu sein – und wie! Ausgerechnet im brisanten Rhein-Main-Duell beim 1. FSV Mainz 05 setzte die Eintracht mit dem 3:1-Erfolg ein erstes dickes Ausrufezeichen. Die Systemumstellung von Vierer- auf Dreier- bzw. Fünferkette scheint den Adlerträgern deutlich besser zu liegen: Frankfurt präsentierte sich stabiler, offensiv gefährlich und ließ sich auch von Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen.
Einer, der dabei besonders auf sich aufmerksam machte, war Can Uzun. Der Youngster meldete sich eindrucksvoll für diese Saison an und zeigte, dass mit ihm in den kommenden Monaten unbedingt zu rechnen ist. Sein Auftritt dürfte den Konkurrenzkampf in der Frankfurter Offensive weiter anheizen. Uzun wirkte selbstbewusst, sucht die Aktionen und belohnte sich nun auch mit wichtigen Toren zum 1:0 und 3:0. So drückte er es auch nach dem Spiel am Mikrofon aus: "Ich bin glücklich über meine zwei Tore. Adi Hütter gibt mir auf jeden Fall das Vertrauen, wir haben unter der Woche nochmal geredet und ich hoffe, ich kann das Vertrauen zurückzahlen."
Dabei war das Duell keineswegs eine einseitige Angelegenheit. Mainz versuchte immer wieder, Druck aufzubauen und die Frankfurter Defensive vor Probleme zu stellen. Doch die Eintracht fand auf die Antworten der Gastgeber meist die passende Reaktion. Am Ende stand ein verdienter 3:1-Sieg – und damit drei Punkte, die für Frankfurt weit mehr bedeuten könnten als nur einen erfolgreichen Nachmittag beim Nachbarn.

Für ein weiteres Highlight sorgte Noah Atubolu. Gegen den FCA hatte sich der Freiburger Schlussmann einen Patzer geleistet. Doch Atubolu zeigte nun, wie man mit einem solchen Rückschlag umgeht: Kopf hoch, weitermachen – und heute wieder zur Stelle sein. Denn seine beeindruckende Elfmeter-Serie hält an: Der sechste Elfmeter in Folge hielt der Schlussmann. Atubolu setzte sich erneut gegen den Schützen durch und bewies damit, dass ihn der Fehler aus der Vorwoche nicht aus der Bahn geworfen hat.
Mit dieser Form dürften auch der Sport-Club Freiburg nächste Woche gewarnt sein: Es wartet ein Topspiel, denn die Breisgauer werden als Tabellenführer in diese Partie gehen.