
Union und Frankfurt liefern dank Neuzugängen zum Saisonauftakt Spektakel pur
Was für ein Spektakel an der Alten Försterei: Beim Torfestival zwischen Union Berlin und Eintracht Frankfurt werden zahlreiche Geschichten geschrieben. Neben den neuen Coaches Mauro Lustrinelli und Adi Hütter stehen ein Youngster, ein fast schon abgeschriebener Angreifer sowie jeweils ein Neuzugang auf beiden Seiten im Fokus.
Vor dieser Partie war nicht ganz klar, in welche Richtung sich diese Begegnung entwickeln würde, denn sowohl der 1. FC Union Berlin als auch Eintracht Frankfurt hatten ihre Hausaufgaben letzte Woche im DFB-Pokal souverän erledigt. Dementsprechend wussten beide Seiten noch nicht so recht, wo sie denn nun zum Saisonstart wirklich standen.
Nach außergewöhnlichen 90 Minuten an der Alten Försterei lässt sich sagen, dass beide Clubs in jedem Fall schon voll auf der Höhe sind – insbesondere vor dem gegnerischen Kasten. Das Sechs-Tore-Spekktel spricht eigentlich für sich, doch viel interessanter sind ganz andere Dinge.
Angefangen bei den beiden Fußballlehrern, die heute ein mehr als nur ordentliches Spiel sahen. Für Union-Coach Mauro Lustrinelli war es die erste Bundesliga-Partie überhaupt in seiner Trainerkarriere, für Adi Hütter wiederum war es Spiel eins in der Bundesliga nach seiner Rückkehr an den Main nach zuvor zwei Jahren bei der AS Monaco und einem Jahr bei Borussia Mönchengladbach.

Im Blickpunkt bei den Hauptstädtern standen in jedem Fall Neuzugang Emmanuel Latte Lath sowie der fast schon abgeschriebene Tim Skarke. Latte Lath traf gleich nach drei Minuten zum zwischenzeitlichen 1:0, Skarke wiederum erzielte den goldenen Treffer zum 3:3-Ausgleich in der Nachspielzeit (90.+3).
Auf Seiten der Frankfurter wiederum gab es ebenfalls zwei Spieler, die sich sofort an Spieltag eins in den Fokus spielten: Die Rede ist von SGE-Torhüter Noah Atubolu sowie Stürmer Younes Ebnoutalib. Frankfurts neuer Rückhalt überzeugte trotz dreier Gegentreffer mit neun Paraden – so viele wie noch nie zuvor in einem Bundesliga-Spiel.

Ebnoutalib-Show
Im Angriff lieferte Ebnoutalib eine wahnsinnige Show: Mit einem Dreierpack brachte der Stürmer die Hessen im Alleingang eigentlich schon auf die Siegerstraße. Mit dem ersten Bundesliga-Dreierpack eines Frankfurters seit Luka Jović brachte er die SGE nach 0:1-Rückstand 3:1 in Führung. Sein Doppelpack zum 1:1 und 2:1 binnen 51 Sekunden war dazu der schnellste in der Bundesliga seit 2009.
Dass es am Ende für die Eintracht nur zu einem Zähler langte, lag auch an der starken Moral der "Eisernen", die sich ins Spiel zurückbissen und durch Skarkes Hackentrick doch noch einen Zähler einfuhren. Das Sechs-Tore-Spektakel an der Alten Försterei bewies aber vor allem eins: Fußball kann ganz schön schön sein!


