
Dortmunds Dream-Team für den Klassiker: Guirassy und Beier können den Unterschied ausmachen
Neben dem FC Bayern ist Borussia Dortmund das einzige Team, das in dieser Saison in der Bundesliga noch ungeschlagen ist. Beim Gipfeltreffen am kommenden Samstag könnte ein Duo dafür sorgen, dass die bisher erfolgreiche Saison des BVB einen vorläufigen Höhepunkt erreicht.
An Serhou Guirassy führt in der Offensive von Borussia Dortmund kein Weg vorbei. Beim Last-Minute-Pokalerfolg gegen SV Werder Bremen traf der Mittelstürmer ebenso wie in der vorherigen Woche in der Champions League bei Sabah FK.
Generell läuft es für Guirassy international rund. In den letzten drei Spielzeiten (2024/25 bis 2026/27) ist er hinter Harry Kane (29 Tore) und Kylian Mbappé (25) der drittbeste Torschütze in der Champions League (21 Tore).
Nicht ganz so rund läuft es derzeit in der Bundesliga. Zwar war Guirassy in den letzten beiden Spielzeiten jeweils bester Scorer sowie bester Torschütze des BVB (21 bzw. 17 Tore) und hat diesen Status auch in dieser jungen Saison wieder inne, doch wartet der Nationalspieler Guineas nun bereits seit fünf Bundesliga-Partien auf einen Treffer.

Tore pflastern seinen Weg
Während ihm das Toreschiesßen in der Liga derzeit nicht so leicht fällt, zeigt Dortmunds Nummer Neun ungewohnet Qualitäten als Vorbereiter: Die beiden Torvorlagen in dieser Saison sind schon genauso viele wie in den letzten beiden Spielzeiten zusammen.
Auch wenn er in der Liga zuletzt nicht über eigene Treffer jubeln durfte, weiß Guirassy doch ganz genau, wie es sich anfühlt, Tore zu erzielen. In 141 Bundesliga-Spielen traf er beachtliche 83 Mal. Unter den aktuell in der Bundesliga aktiven ist er der Spieler mit den fünftmeisten Treffern – hinter Andrej Kramarić (141), Harry Kane (102), Serge Gnabry (100) und Patrik Schick (96).
In der Bundesliga traf Guirassy für den BVB in 32 Spielen. Davon gewann die Borussia 26, zwei endeten unentschieden und nur vier gingen verloren. Trifft Guirassy, sind Punkte für die Kovač-Elf schon fast garantiert. Nun könnte mit dem FC Bayern München für den Angreifer genau der richtige Gegner kommen, damit der Knoten auch wieder in der Bundesliga platzt.

Der unscheinbare Offensivstar
Neben Guirassy spielt ein anderer Offensivspieler derzeit eine besondere Rolle bei den Schwarz-Gelben. Maximilian Beier ist mit vier Torbeteiligungen (Zwei Tore, zwei Assists) gemeinsam mit seinem Sturm-Kollegen Top-Scorer und Top-Torschütze der Borussia. Außerdem ist Beier beim BVB in diesem Jahr der Mann für die wichtigen Tore. Seine beiden Saisontore gegen den VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt waren jeweils die Siegtreffer.
Dabei kam Beier bei seinen Einsätzen in dieser Saison über links oder rechts und nahm dabei teils auch eine etwas defensivere Rolle ein, die der gelernte Angreifer bereits in der Vorbereitung mehrfach inne hatte. Zuletzt war er aber wieder offensiv hinter dem Mittelstürmer gefragt. "Ich weiß, was Maxi kann. Er macht das richtig gut und identifiziert sich mit jeder Rolle. Wenn er müsste, würde er sofort ins Tor gehen", erntete Beier vor allem für seine Vielseitigkeit Lob von Kovač.
Bald wieder mit dem Adler auf der Brust?
Das Fehlen Beiers im letzten XXL-Aufgebots von Bundestrainer Jürgen Klopp kam angesichts seines starken Saisonstarts doch etwas überraschend. Mit seiner aktuellen Form dürfte an einer Nominierung des Offensivspielers in Zukunft kaum ein Weg vorbeiführen. Bereits beim Heimspiel gegen Frankfurt konnte sich Klopp persönlich vor Ort von Beiers Qualitäten überzeugen.
BVB-Trainer Kovač schwärmte nach der Partie von seinem Siegtorschützen: "Er ist ein Nationalspieler, auch wenn er zuletzt nicht eingeladen wurde. Mit solchen Aktionen empfiehlt er sich. Wir sehen das alle - ich glaube, auch der Bundestrainer, hat einen guten Maxi Beier gesehen."
Beim Klassiker gegen die Bayern bietet sich für Beier die nächste Möglichkeit, sich in den Fokus der Nationalmannschaft zu spielen. Setzt er seine Leistungen der ersten Saisonphase fort und platzt obendrein noch der Knoten bei Teamkollege Guirassy, könnte der BVB den Bayern gefährlich werden und am Wochenende wieder von der Tabellenspitze grüßen.