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Hinten dicht, vorn eiskalt: Der BVB jubelt in Stuttgart
Hinten dicht, vorn eiskalt: Der BVB jubelt in Stuttgart - © Alexander Hassenstein
Hinten dicht, vorn eiskalt: Der BVB jubelt in Stuttgart - © Alexander Hassenstein
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Dortmund siegt im Stile einer Spitzenmannschaft in Stuttgart

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Borussia Dortmund hat im Topspiel des 28. Spieltags seine Klasse als Spitzenmannschaft unter Beweis gestellt. Beim VfB Stuttgart gewann der BVB trotz spielerischer Unterlegenheit mit 2:0 – dank defensiver Stabilität, mentaler Reife und gnadenloser Effizienz in der Schlussphase.

Spitzenmannschaften definieren sich oft über Ballbesitz oder Dominanz auf dem Platz – vor allem aber über Ergebnisse. In Stuttgart lieferte Borussia Dortmund dafür den perfekten Beleg. Während der VfB Stuttgart mit 65 Prozent Ballbesitz und deutlich mehr Abschlüssen das Spiel kontrollierte, verteidigte der BVB diszipliniert und lauerte auf seine Momente.

Die Partie blieb lange offen, auch weil Gregor Kobel bei den wenigen zwingenden Chancen der Gastgeber zur Stelle war und erneut seine Klasse unter Beweis stellte. In der Nachspielzeit schlug Dortmund dann eiskalt zu – und entschied das Spiel mit maximaler Konsequenz.

Stuttgart dominiert, trifft aber nicht

"Das Ergebnis war genau wie gewünscht", ordnete Ole Book den Auswärtssieg ein, der als BVB-Sportdirektor erstmals in verantwortlicher Rolle einem Spiel seiner neuen Mannschaft beiwohnte. Dass die Schwarzgelben die entscheidenden Situationen mit individueller Qualität lösten, passt ins Bild einer gereiften Spitzenmannschaft: "Die beiden Tore waren sehr schön herausgespielt – das gehört zu einer guten Bundesliga-Mannschaft dazu", so Book.

Mit dem späten Doppelschlag unterstrich Dortmund nicht nur seine Nervenstärke, sondern auch seine außergewöhnliche Saisonkonstanz: Erst zwei Niederlagen nach 28 Spieltagen und die beste Rückrundenbilanz der Liga sprechen eine klare Sprache. Der BVB ist klar auf Kurs Vizemeisterschaft.

Später Dortmunder Doppelschlag schockt VfB

Auch Nico Schlotterbeck lobte die Mentalität und Resilienz seiner Mannschaft: "Stuttgart hat uns sehr hinten reingedrückt." Doch genau darin liegt die Qualität eines Topteams: Druckphasen überstehen, geduldig bleiben und im richtigen Moment zuschlagen. "In der entscheidenden Phase haben wir unsere Chancen genutzt und mit ein bisschen Glück gewonnen", so der Innenverteidiger.

Dass Dortmund erneut ohne Gegentor blieb – bereits zum 13. Mal in dieser Saison – rundet den Auftritt ab. Es war der Sieg einer Spitzenmannschaft: kontrolliert, abgeklärt und eiskalt. So ist für die Schwarzgelben die Qualifikation für die Champions League nur eine Frage der Zeit, 14 Punkte Vorsprung hat das Kovač-Team derzeit auf Platz fünf. In der kommenden Woche könnte der BVB dann im direkten Duell mit Verfolger Bayer 04 Leverkusen den nächsten Big Point einfahren.

Nils Ole Book verfolgte sein erstes BVB-Spiel als Sportdirektor direkt von der Bank aus - IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON