
Stuttgart rennt bis zum Ende gegen Dortmunder Bollwerk an
Borussia Dortmund hat beim VfB Stuttgart mit 2:0 (0:0) gewonnen. Karim Adeyemi (90.+4) und Julian Brandt (90.+6) erzielten die späten Tore für den BVB.
Ein echtes Spitzenspiel stand am 28. Spieltag der Bundesliga auf dem Programm: Der Tabellenzweite Borussia Dortmund gastierte beim Dritten VfB Stuttgart. Der BVB reiste mit starken 61 Punkten an und hatte bereits mehr Siege als in der gesamten Vorsaison eingefahren. Auch Stuttgart hatte mit 53 Zählern die Ausbeute der kompletten letzten Spielzeit übertroffen und befand sich auf Champions-League-Kurs.
Die Statistik sprach für die Gastgeber: Die Dortmunder waren gegen den VfB seit sieben Pflichtspielen sieglos, der letzte Erfolg datierte aus dem Oktober 2022. Besonders im Fokus stand Deniz Undav, der zuletzt in sechs Bundesliga-Spielen in Folge getroffen hatte – eine solche Serie gelang in dieser Saison keinem anderen Spieler.

Stuttgart dominiert, trifft aber nicht
Von Beginn an übernahm der VfB das Kommando. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß kontrollierte Ball und Gegner, während Dortmund tief stand und auf Konter lauerte. Über die linke Seite mit Maximilian Mittelstädt und Chris Führich kreierte Stuttgart mehrere gefährliche Aktionen.
In der 19. Minute parierte Gregor Kobel stark gegen Stiller, kurz darauf blockte Sabitzer einen Schuss von Führich. Die Dortmunder Offensivkräfte Maximilian Beier und Serhou Guirassy waren nahezu abgemeldet – Beier kam in den ersten 45 Minuten nur auf vier Ballkontakte. Trotz eines deutlichen Chancenplus für die Gastgeber ging es torlos in die Pause.

Später Dortmunder Doppelschlag schockt VfB
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der BVB zunächst verbessert, doch Stuttgart blieb die aktivere Mannschaft. Die Partie schien trotzdem auf ein 0:0 hinauszulaufen – der Ballbesitz von 65:35 Prozent und das Schussverhältnis von 12:3 für Stuttgart spiegelten sich nicht im Ergebnis wider.
Doch dann schlug der BVB in der Nachspielzeit eiskalt zu: In der 90.+4 Minute klärte Jeff Chabot eine Flanke von Julian Brandt unglücklich vor die Füße von Adeyemi, der sich den Ball zurechtlegte und zum 1:0 einschoss. Nur zwei Minuten später machte Brandt nach Vorlage von Silva alles klar – sein Volleyschuss zum 2:0 besiegelte den schmeichelhaften Auswärtssieg für die bis dahin offensiv kaum in Erscheinung getretenen Dortmunder.
Man of the Match: Gregor Kobel
Der Schweizer Torhüter war der Garant für Dortmunds Null und damit der Wegbereiter für den späten Doppelschlag. In der ersten Hälfte parierte er stark gegen Stiller und hielt sein Team im Spiel. Kobel strahlte über die gesamten 90 Minuten Sicherheit aus, dirigierte seine Abwehr souverän und wurde folgerichtig mit 31 Prozent der Stimmen zum Man of the Match gewählt. Mit seiner bereits dreizehnten Weißen Weste der Saison unterstrich er seine herausragende Form.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Stuttgart 0,67 - Dortmund 0,37
Schnellster Spieler: Tiago Tomás (VFB), 35,14 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:2 von Julian Brandt (BVB), 7,2 Prozent
Most Pressed Player: Angelo Stiller (VFB), 20 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Alexander Nübel (VFB), +3,52
Fantasy Heroes: Angelo Stiller (VfB Stuttgart, 268 Punkte), Lorenz Assignon (VfB Stuttgart, 222 Punkte), Maximilian Mittelstädt (VfB Stuttgart, 221 Punkte)
