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Dortmunds Hoffnung lebt nach Sieg im "Finale" von Wolfsburg

Nach dem 2:0-Sieg im "Endspiel" von Wolfsburg darf Borussia Dortmund weiter auf die Qualifikation für die Champions League hoffen. Der Rückstand auf Platz 4 beträgt nur noch einen Punkt. Überragender Mann im Spitzenspiel war einmal mehr Torjäger Erling Haaland.

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Edin Terzic hatte das Spiel beim VfL Wolfsburg im Vorfeld zum Endspiel für seine Mannschaft ausgerufen. Für den 2:0-Erfolg über die "Wölfe" bekam Borussia Dortmund zwar keinen Pokal, der Jubel nach Abpfiff aber war ähnlich groß - zu Recht! Der Sieg im Duell Fünfter gegen Dritter schürt die Hoffnung, sich im Saisonendspurt noch auf einen Champions-League-Platz zu schieben. "Wir haben jetzt nur noch zwei Punkte Rückstand auf Wolfsburg," rechnete Manuel Akanji nach dem Spiel vor. "Wir machen weiter Druck und geben nicht auf."

Für den spielerischen Druck in der Volkswagen Arena zeichnete dagegen hauptsächlich der VfL verantwortlich. 21:8 Abschlüsse und 10:2 Ecken spiegelten die optische Überlegenheit der Gastgeber wieder. Dortmund, das ohne den gelbgesperrten Mats Hummels auskommen musste, bewies auch ohne den Abwehrchef Nehmerqualitäten, lauerte auf Fehler und Konter - und Wolfsburg bot beides an. Ridle Bakus ungenauer Rückpass war die erste fette Beute, die Erling Haaland gewohnt kaltschnäuzig verschlang.

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Die Gelb-Rote Karte für Jude Bellingham nach rund einer Stunde gab die Richtung für die letzten 30 Minuten vor. Wolfsburg lief an und offenbarte die entscheidende Lücke, die Mo Dahoud mit einem blitzgescheiten Steilpass gnadenlos freilegte. Haaland zog davon und blieb zum zweiten Mal eiskalt - 2:0 mit einem Mann weniger. Dortmunds "Torweger" war für die Borussia damit einmal mehr der entscheidende Mann.

"Wir wissen, dass Erling ein Top-Torjäger ist," ordnete Trainer Edin Terzic die Leistung seiner Nummer 9 nach dem Spiel ein. "Heute hat er nicht so viele Chancen gehabt und war sehr effektiv für uns. Das ist auch der Grund, warum wir dieses Spiel gewonnen haben." Es waren die Saisontreffer 24 und 25 für Dortmunds Top-Knipser, nur Robert Lewandowski (36 Tore) ist diese Saison noch erfolgreicher.

Besonders Haalands zweiter Treffer versetzte Zuschauer und Kollegen mal wieder in Staunen. "Ich habe versucht, hinterherzusprinten," berichtete Kapitän Marco Reus hinterher, "aber da hat man keine Chance." Mit 35,99 km/h kratzte Haaland mal wieder an der 36er Marke, die diese Saison außer ihm noch kein Spieler passiert hat, sein Bestwert liegt bei 36,04 km/h.

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Der Sieg im Spitzenspiel beschert der Borussia neben einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen ganz konkret einen Platz direkt im Windschatten der Teams auf den begehrten Champions-League-Plätzen. Nachdem Eintracht Frankfurt sein Abendspiel bei Bayer Leverkusen verlor, beträgt der Rückstand auf Platz 4 nur noch einen Punkt, das Torverhältnis spricht deutlich für den BVB.

Das Dortmunder Restprogramm allerdings hat es in sich. Dem Duell mit dem Dritten folgt das gegen den Zweiten, Leipzig. Anschließend geht es zu Bayern-Bezwinger Mainz und gegen Leverkusen. Das "Finale" gegen die "Wölfe" war also nicht das letzte auf dem Weg zur Last-Minute-Qualifikation für die Königsklasse. Der erste Schritt aber ist gemacht.