
Der DFB-Pokal-Sonntag: Freiburg im Flow - doppelte Überraschung
Fünf Bundesligisten haben am DFB-Pokal-Sonntag viel Tor-Spektakel geliefert. In Essen und in Oldenburg gab es aber auch Pokal-Sensationen an einem Tag mit 57 Treffern.
SSV Jeddeloh II – 1. FC Heidenheim 1846 5:2
Der Regionalligist SSV Jeddeloh zieht mit einem irren 5:2-Sieg über den Zweitligisten 1. FC Heidenheim 1846 in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Zunächst ging der Favorit durch Yannik Wagner (12.) in Führung, in der Folge gelang dem Underdog aber fast alles und Jeddeloh erzielte fünf Treffer in Folge. Kamer Krasniqi (13.), ein Eigentor von Jan Schöppner (27.), Haris Hyseni (29., 70.) und Tim Janssen (72.) sorgten für die Tore. Der Anschlusstreffer von Mikkel Kaufmann (89.) kam am Ende zu spät.
SpVgg Greuther Fürth - VfL Bochum 1848 1:2
Über weite Strecken der Partie war es ein Spiel auf Augenhöhe unter zwei Zweitligisten. Der VfL Bochum 1848 war etwas zielstrebiger und abgezockter, so konnten sie dank der Treffer von Christian Rasmussen (25.) und Philipp Hofmann (64.) das Weiterkommen klar machen. Der Anschlusstreffer für SpVgg Greuther Fürth von Maxim Dal (77.) kam zu spät, auch in der siebenminütigen Nachspielzeit blieb das Kleeblatt glücklos.
Westfalia Rhynern – Dynamo Dresden 0:6
Der 1. FC Magdeburg hat beim Oberligisten Bahlinger SC verdient mit 4:0 gewonnen und zieht verdient in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Mateusz Zukowski brachte den Zweitligisten früh in Führung (5.) und erhöhte kurz vor der Pause mit einem sehenswerten Treffer auf 3:0 (44.), dazwischen war Falko Michel per Kopf erfolgreich (31.). Bahlingen hatte zwischenzeitlich die große Chance auf den Ausgleich, ließ diese aber ungenutzt. Michel schnürte in der Schlussphase seinen Doppelpack (77.) und setzte den Schlusspunkt unter einen abgeklärten Auftritt der Magdeburger.
Der SV Darmstadt 98 hat sich beim Regionalligisten Carl Zeiss Jena knapp mit 2:1 durchgesetzt und zieht in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Milan Smit brachte die Lilien mit einem Distanzschuss früh in Führung (11.), ehe Elias Löder mit einem sehenswerten Treffer aus knapp 30 Metern ausglich (38.). Darmstadt antwortete jedoch umgehend: Lance Duijvestijn stellte nur zwei Minuten später auf 2:1 (40.). Jena hielt die Partie bis zum Schluss offen, konnte den Zweitligisten aber nicht mehr entscheidend in Bedrängnis bringen.
VfB 1921 Krieschow – 1. FSV Mainz 05 0:9
Der 1. FSV Mainz 05 hat seine Pflichtaufgabe beim Oberligisten VfB Krieschow eindrucksvoll gelöst und zieht mit einem 9:0 in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Überragender Mann war Phillip Tietz, der mit einem lupenreinen Hattrick in der ersten Hälfte (19., 26., 32.) früh für klare Verhältnisse sorgte und nach der Pause noch seinen vierten Treffer nachlegte (57.). Nadiem Amiri traf doppelt (39., 48.), darunter mit einem sehenswerten Freistoß aus knapp 30 Metern, außerdem waren Sheraldo Becker (43.), Ransford-Yeboah Königsdörffer (73.) und William Bøving (88.) erfolgreich. Mainz ließ über die gesamte Partie nicht locker und wurde seiner Favoritenrolle souverän gerecht.
TSV Schott Mainz – Borussia Mönchengladbach 0:5
Borussia Mönchengladbach ist beim Oberligisten TSV Schott Mainz souverän mit einem 5:0 in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Hugo Bolin brachte die Fohlen nach 22 Minuten auf Kurs und schnürte kurz nach der Pause seinen Doppelpack (48.), dazwischen traf Daiki Hashioka mit einem kuriosen Kopfball (26.). Lukas Ullrich erhöhte mit einem wuchtigen Abschluss auf 4:0 (61.), ehe Youngster Wael Mohya nach Vorarbeit von Franck Honorat den Schlusspunkt setzte (67.). Schott verteidigte vor allem in der ersten Hälfte leidenschaftlich, musste der klaren Gladbacher Überlegenheit nach der Pause aber Tribut zollen.
Eintracht Braunschweig – 1. FC Union Berlin 2:4
Der 1. FC Union Berlin hat sich nach einem harten Pokal-Fight bei Eintracht Braunschweig mit 4:2 durchgesetzt und zieht in die zweite Runde ein. Max Marie brachte den Zweitligisten zweimal in Führung (11., 54.), doch Zeno van den Bosch (31.) und Tom Rothe (63.) glichen jeweils für Union aus. Der eingewechselte Marin Ljubičić drehte die Partie schließlich mit seinem Treffer zum 3:2 (72.) endgültig zugunsten der Berliner. In der Nachspielzeit machte Ljubičić mit seinem Doppelpack (90.+4) den Deckel drauf.

