
Vorschau auf den DFB-Pokal-Sonntag
Der DFB Pokal hat am Sonntag von 13 bis 20 Uhr jede Menge Geschichten zu bieten. Wer zieht in die zweite Runde ein – und wer schreibt sein eigenes Pokal-Märchen?
SpVgg Greuther Fürth – VfL Bochum
Fürth und Bochum treffen sich zum Zweitliga-Duell – und beide haben nach zwei Spieltagen bereits einiges erlebt. Die Franken holten zum Auftakt ein 1:1 bei St. Pauli, mussten sich im großen Derby Nürnberg dann aber mit 2:4 geschlagen geben. Bochum startete dagegen mit einer 0:1-Niederlage gegen Hertha, feierte dank einem Hofmann-Treffer in Braunschweig aber den ersten Saisonsieg. Ein Duell auf Augenhöhe – und eines, bei dem Bochum zuletzt gute Erfahrungen gemacht hat: 3:0 gewann der VfL in der vergangenen Saison am Ronhof.
SSV Jeddeloh II – 1. FC Heidenheim
David gegen Goliath im hohen Norden: Der SSV Jeddeloh empfängt den 1. FC Heidenheim und träumt vom großen Pokal-Coup. Beide trafen bereits 2018 im DFB-Pokal aufeinander, Heidenheim gewann damals 5:2. Jeddeloh steht also sieben Jahre später vor der Revanche. Der FCH startete als Absteiger mit einem wilden 4:3 gegen Osnabrück in die 2. Bundesliga, kassierte dann bei Hertha aber einen deutlichen 1:4-Dämpfer. Gegen den Regionalligisten soll nun schnell wieder Ruhe einkehren. Jeddeloh dagegen hat nichts zu verlieren – und genau das macht den Außenseiter gefährlich.
SV Westfalia Rhynern – SG Dynamo Dresden
Pokalpremiere für Westfalia Rhynern – und gleich kommt Dynamo Dresden! Der Regionalligist darf im Münsteraner Preußenstadion die große Bühne betreten und auf die Sensation hoffen. Dynamo reist als Favorit an, hat besonders nach der 0:3-Klatsche zum Zweitliga-Auftakt beim 1. FC Nürnberg zudem ordentlich etwas gutzumachen. Die beiden Teams standen sich noch nie gegenüber und für Rhynern gibt es eigentlich nichts zu verlieren – außer vielleicht die Nerven.
Bahlinger SC – 1. FC Magdeburg
Der Kaiserstuhl ruft – und Magdeburg muss liefern: Der Oberligist empfängt den Zweitligisten aus Sachsen-Anhalt und will es nach der 0:5-Niederlage gegen Heidenheim im vergangenen Pokal-Auftakt diesmal besser machen. Gegner ist Magdeburg, das nach dem 1:6 zum Zweitliga-Auftakt gegen Braunschweig mit einem 3:0 in Osnabrück eindrucksvoll zurückschlug. Im Vorjahr überstand der FCM die erste Pokalrunde, ehe bei Kickers Offenbach Schluss war. Bahlingen will nun selbst für den nächsten Pokal-Schock sorgen.
FC Carl Zeiss Jena – SV Darmstadt 98
Tradition satt in Jena: Der FC Carl Zeiss empfängt Darmstadt zum Duell zweier ambitionierter Traditionsclubs. Fast 15 Jahre ist das letzte direkte Duell her – damals in der 3. Liga hatte Jena das bessere Ende für sich und gewann mit 2:1. Nun gibt es das Wiedersehen auf großer Pokalbühne und Jena darf als Regionalligist und großer Außenseiter auf den nächsten Coup hoffen. Im vergangenen Pokal erreichten die Lilien aber immerhin das Achtelfinale, ehe in Freiburg Endstation war.

VfB 1921 Krieschow – 1. FSV Mainz 05
Pokal-Premiere trifft auf Pokal-Erfahrung: Krieschow steht erstmals überhaupt in der ersten Runde des DFB-Pokals – und bekommt mit Mainz 05 gleich einen Bundesligisten serviert. Der Oberligist qualifizierte sich nach dem erstmaligen Gewinn des Brandenburgpokals, den er mit 2:1 gegen Energie Cottbus holte. Mainz dagegen kennt die Bühne bestens, schied im vergangenen Jahr allerdings bereits in Runde zwei gegen Schalke aus. Für Krieschow ist die Partie unabhängig vom Ergebnis schon jetzt ein historischer Tag.
TSV Schott Mainz – Borussia Mönchengladbach
Kleinere Mainzer Bühne, großer Name: Der TSV Schott empfängt erstmals Borussia Mönchengladbach und träumt vom Pokal-Wunder. Der Oberligist, der sich durch den Sieg im Südwestpokal qualifiziert hat, bekommt es mit einem Bundesligisten zu tun. Gladbach weiß, dass der Pokal gerade gegen Außenseiter seine eigenen Gesetze schreibt, in der vergangenen Pokalsaison kam die Borussia nur bis in Runde zwei, wo St. Pauli Endstation war. Für Schott ist dagegen schon die Partie gegen den großen Nachbarn vom Niederrhein ein ganz besonderer Fußballtag.
Eintracht Braunschweig – 1. FC Union Berlin
2. Bundesliga trifft Bundesliga: Im Eintracht-Stadion empfängt Braunschweig den 1. FC Union Berlin. Zuletzt hatte die Eintracht sogar die Nase vorn: Das letzte Pflichtspiel-Duell mit den Eisernen endete 2018 in der 2. Bundesliga mit einem 1:0. Braunschweig kommt nach dem furiosen 6:1 zum Zweitliga-Auftakt gegen Magdeburg und dem 0:1 gegen Bochum nun mit gemischten Gefühlen in den Pokal. Union erreichte im Vorjahr immerhin das Pokal-Viertelfinale.

1. FC Phönix Lübeck – SC Paderborn 07
Pokal-Märchen in Lübeck? Phönix bekommt es mit dem frisch gebackenen Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn zu tun. Der Regionalligist darf von der Sensation träumen, während Paderborn die erste Pflichtaufgabe der neuen Saison meistern will. Phönix Lübeck und der SCP treffen dabei erstmals in einem Pflichtspiel aufeinander. In der vergangenen Pokalsaison schaffte es Paderborn bis in Runde zwei, wo gegen Bayer 04 Leverkusen nach Verlängerung Schluss war. Für Phönix ist die Partie nach einem Jahr Pokalabstinenz vor allem eines: die Chance auf den nächsten ganz besonderen Abend.
Rot-Weiss Essen – FC St. Pauli
Hafenstraße gegen Kiezklub – das verspricht ohnehin Feuer: RWE weiß nach der knapp verpassten Zweitliga-Rückkehr, wie weh Fußball tun kann, und will nun ausgerechnet im Pokal für den nächsten großen Moment sorgen. St. Pauli muss dagegen nach dem Abstieg endlich liefern. Die Kiezkicker sind nach zwei Spieltagen noch ohne Zweitliga-Sieg: Auf das 1:1 gegen Fürth folgte ein 2:2 im Nordduell bei Kiel. Im vergangenen DFB-Pokal erreichte St. Pauli das Viertelfinale, Essen war dagegen schon in Runde eins gegen Dortmund ausgeschieden.
Fortuna Düsseldorf – SC Freiburg
Déjà-vu im Pokal! Erst im vergangenen Oktober standen sich Fortuna und Freiburg in Düsseldorf gegenüber – Freiburg setzte sich in der zweiten Runde mit 3:1 durch. Nun gibt es die Neuauflage bereits in Runde eins. Die Gesamtbilanz spricht mit 9:7 Siegen bei fünf Remis ebenfalls leicht für den Sport-Club. Düsseldorf muss nach dem Abstieg in die 3. Liga den Neustart schaffen. Bundesligist Freiburg kommt allerdigns als Pokal-Halbfinalist und Europa-League-Finalist der Vorsaison!