
Historischer Blitzstart bei DFB-Niederlage
Bei der 1:2-Niederlage gegen Ecuador trifft Leroy Sané historisch früh. Damit beendet der Flügelspieler seine Torlos-Serie. Es ist einer der wenigen Lichtblicke beim dritten WM-Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft.
Zugegeben: Wer es mit Schwarz-Rot-Gold hält, wird dieses 1:2 gegen Ecuador möglichst schnell aus dem Gedächtnis streichen wollen. Die DFB-Elf gab eine 1:0-Führung gegen die Südamerikaner aus der Hand und ließ die Gier aus dem Spiel gegen die Elfenbeinküste vermissen.
"Eine Niederlage ist nie gut, auch nicht in einem Spiel, wo es tabellarisch um nichts mehr geht. Wir müssen es rechtzeitig abhaken und am Montag alles reinlegen, um in die nächste Runde einzuziehen. Wir müssen am Montag mit dem nötigen Selbstvertrauen aufdribbeln", resümierte Bundestrainer Julian Nagelsmann im Anschluss.
Stichwort Selbstvertrauen: Hier könnte 1:0-Torschütze Leroy Sané womöglich Neues dazugewonnen haben.

Sané so früh wie seit 92 Jahren nicht mehr
Der frühere Bundesliga-Akteur (Schalke und Bayern) und heutige Spieler von Galatasaray Istanbul brachte die DFB-Elf bereits nach 109 Sekunden in Führung. Sané schoss einen Querpass von Florian Wirtz trocken mit links aus 14 Metern ins linke untere Eck.
Das war das früheste WM-Tor der deutschen Elf seit 1934. Sané war zuvor 150 Minuten ohne Tor geblieben. Bei der WM 2006 erzielte Miroslav Klose gegen Ecuador (3:0) ein ähnlich frühes Tor (4. Minute).
Das Erfolgserlebnis könnte Sané für den weiteren Turnierverlauf zu weiteren Toren ermutigen. Vielleicht ja schon wieder im Sechzehntelfinale, in dem ein Duell mit Paraguay derzeit am wahrscheinlichsten ist.
