
So könnte Deutschlands Weg bei der WM 2026 aussehen
Deutschland trifft bei der WM in Gruppe E auf Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador. Aber wie könnte es danach für die DFB-Elf weitergehen? Wir blicken auf mögliche Turnierverläufe.
Ein konkretes WM-Ziel haben die DFB-Akteure bislang öffentlich nicht verlauten lassen. Nachdem Deutschland bei der WM 2018 und WM 2022 jeweils in der Vorrunde ausgeschieden war, werden nun vorsichtigere Töne angeschlagen. Man wolle den Fans und Menschen im Land Spaß bereiten, sagt zum Beispiel Bundestrainer Julian Nagelsmann. Sportdirektor Rudi Völler möchte, dass die DFB-Elf schwer zu schlagen ist. Deutschland gehört zum erweiterten Favoritenkreis, ist jedoch nicht Top-Favorit.
Die Gruppenphase sollten Manuel Neuer und Co. in jedem Fall überstehen: Es geht gegen Curaçao (Platz 82 der Weltrangliste), die Elfenbeinküste (Platz 33) und Ecuador (Platz 23). Deutschland rangiert auf Platz zehn und ist klarer Favorit in Gruppe E. Ab der K.-o.-Phase könnte es schon deutlich kniffliger werden. bundesliga.de skizziert mögliche Szenarien und Gegner im Turnierverlauf der Nagelsmann-Elf.

Szenario 1: DFB-Elf wird Gruppensieger
Sollte die deutsche Mannschaft ihre Pflicht erfüllen und als Gruppensieger in die Endrunde einziehen, trifft sie im Sechzehntelfinale auf einen der besten Drittplatzierten der Gruppen A, B, C, D oder F. Realistische Gegner dürften sein:
- Gruppe A: Südafrika oder Südkorea
- Gruppe B: Kanada oder Katar
- Gruppe C: Haiti, Schottland oder Marokko
- Gruppe D: Australien oder Paraguay
- Gruppe F: Schweden, Japan oder Tunesien
Im Achtelfinale ginge es für die DFB-Elf gegen den Sieger des Duells zwischen dem Erstplatzierten der Gruppe I und einem weiteren Drittplatzierten. Dabei könnte es bereits zum absoluten Spitzenspiel gegen Frankreich kommen.
Würde Deutschland diese große Hürde meistern, wären im Viertelfinale folgende Gegner möglich – dazu zählen Top-Nationen wie die Niederlande, Brasilien oder Marokko:
- Zweiter der Gruppen A oder B
- Erster der Gruppe F
- Zweiter der Gruppe C
Sollte die DFB-Elf bis ins Halbfinale vorstoßen, könnte es zur Revanche gegen Spanien kommen. Nach dem Viertelfinal-Aus bei der Heim-EM 2024 hat man noch eine Rechnung mit der "La Furio Roja" offen.
Im Finale könnten weitere Spitzenteams wie Brasilien, England, Argentinien oder Portgual warten, sofern diese als Gruppensieger durchgehen.

Szenario 2: DFB-Elf schließt als Gruppenzweiter ab
Sollte Deutschland auf Platz zwei landen, würde man im Sechzehntelfinale auf den Zweiten der Gruppe I treffen. Am wahrscheinlichsten wäre in dem Fall ein Aufeinandertreffen mit Norwegen oder Senegal.
Im Achtelfinale würde es gegen den Sieger aus Gruppe C oder den Zweiten aus Gruppe F gehen. Brasilien, Marokko oder Niederlande wären mögliche Kontrahenten.
Das Viertelfinale hätte mit England und Ex-Bundesliga-Trainer Thomas Tuchel einen echten Kracher zu bieten. Das wären weitere mögliche Gegner:
- Erster der Gruppe A (z. B. Mexiko)
- Erster der Gruppe L (z. B. England oder Kroatien)
- Ein Team der besten Drittplatzierten
Im Halbfinale könnte es die DFB-Elf mit Argentinien oder Portugal zu tun bekommen. Dafür müssten die beiden Nationen ihre Gruppen gewinnen. Gleiches gilt für Frankreich, Niederlande, Spanien oder Belgien, die dann im Endspiel warten würden.
Szenario 3: Deutschland wird Gruppendritter
Tritt das unwahrscheinliche Szenario ein und die DFB-Elf schließt nur auf Platz drei ab, müsste sie zu den acht besten Gruppendritten zählen. Im Sechzehntelfinale stünde dann ein Duell gegen einen Sieger aus diesen Gruppen an:
- Gruppe A (z. B. Mexiko)
- Gruppe B (z. B. Schweiz)
- Gruppe D (z. B. Türkei)
- Gruppe G (z. B. Belgien)
- Gruppe K (z. B. Portugal)
- Gruppe L (z. B. England)
Der weitere Turnierverlauf lässt sich in diesem Szenario schwer prognostizieren und hängt von den Ergebnissen aller Gruppen ab.
