Die deutsche Nationalelf hat im vorletzten EM-Test gegen die Ukraine 0:0 gespielt. Das Team von Julian Nagelsmann mühte sich zunächst gegen defensivstarke Gäste, nach torloser erster Halbzeit steigerte sich die Nationalelf im zweiten Durchgang, trotz einiger guten Chancen blieb es aber torlos.
Bundestrainer Julian Nagelsmann blieb sich auch beim vorletzten Test vor der Heim-EM treu. Eine Startelf ohne große Experimente, die Formationen erinnerte stark an die Auswahl der erfolgreichen Tests gegen Frankreich und die Niederlande. Drei Änderungen gab es allerdings: Manuel Neuer hütete das Tor, die Nummer eins ersetzte Marc-André ter Stegen. In der Abwehrkette ergab sich ein weiterer Wechsel. Waldemar Anton kam in Abwesenheit von Antonio Rüdiger zu seinem Startelf-Debüt. Pascal Groß ersetzte den ebenfalls noch nicht zur Nationalmannschaft gereisten Toni Kroos (wie Vereinskollege Rüdiger und dem BVB-Duo Niclas Füllkrug und Nico Schlotterbeck am Samstag noch im CL-Finale im Einsatz). Vorne sollten Florian Wirtz, Jamal Musiala und Kai Havertz wirbeln.
Die Ukraine - ein Team, gespickt mit einigen Akteuren aus der englischen und spanischen Liga - schickte überwiegend die Spieler auf das Feld, die Ende März bei den Playoffs gegen Bosnien-Herzegowina und Island für eine gelungene EM-Qualifikation sorgten. Um die konterstarken Mykhailo Mudryk und Viktor Tsygankov kamen nur Oleksandr Svatok, Taras Stepanenko und Mykola Shaparenko neu herein. Der Top-Torjäger der abgelaufenen Saison in Spanien, Artem Dovbyk, saß zunächst draußen, insgesamt war die Ukraine sehr kompakt eingestellt.

Jamal Musiala hat im ersten Durchgang noch die meisten gefährlichen Offensivaktionen - IMAGO/Jerry Andre
Viel Druck – aber die Genauigkeit fehlt
Das DFB-Team übernahm im Max-Morlock-Stadion in Nürnberg sofort das Kommando. Eine erste Druckphase im gegnerischen Strafraum, erzeugt von Florian Wirtz und Jamal Musiala brachte aber nichts ein (2.). Wenig später konterte die Ukraine über Mudryk, Tsygankov erwischte den Abpraller, schoss das Leder aus wenigen Metern aber weit drüber (4.). Fortan verfestigte sich das Bild. Deutschland verlagerte das Spiel mit dem aufgerückten Außenverteidigern Maximilian Mittelstädt auf links und Joshua Kimmich auf rechts, weit in die gegnerische Hälfte. Die Gäste lauerten auf Konter. In aussichtsreichen Situationen, wie bei Havertz nach Wirtz‘ Pass (14.) bekam die Ukrainer aber oft noch ein Bein dazwischen. Wenig später hatte Ilkay Gündogan dann die beste Chance der Anfangsphase, der Kapitän bekam den Ball freistehend vor dem Kasten aber nicht unter Kontrolle (15.).
Bei Deutschland fehlte in der ersten Halbzeit der letzte Pass (Gündogan, 22.) oder das nötige Zielwasser, wie bei den Distanzversuchen von Florian Wirtz, Pascal Groß und Robert Andrich (20., 29., 32.). Dann durfte sich Manuel Neuer auszeichnen, der die beste Chance der Ukraine durch Roman Yarenschuk – ein strammer Schuss aus rund zehn Metern - gekonnt entschärfte (37.). In der 42. Minute bestaunte das Publikum im Frankenland dann die schönste Aktion der beiden deutschen Offensivkünstler: Jamal Musiala und Florian Wirtz spielten etwa 20 Meter vor dem Tor, auf engstem Raum, einen feinen Doppelpass, Der abgefälschte Abschluss des Bayern-Stars rauschte knapp am linken Pfosten vorbei. Kurz danach ging es in die Pause.

Pascal Groß ärgert sich über eine der vergebenen Chancen der DFB-Elf - IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch
Mehr Dynamik - aber keine Tore
Zur zweiten Halbzeit entschied sich Nagelsmann für zwei Wechsel. Chris Führich und Deniz Undav sollten das teilweise etwas zu statische Offensivsspiel des deutschen Teams beleben. Wirtz und Gündogan blieben dafür draußen. Damit waren zunächst vier Spieler des VfB Stuttgart auf dem Platz. Sofort brachte die DFB-Elf mehr Dynamik auf dem Platz, eine scharfe Flanke von Musiala sorgte für Gefahr (50.), ein Kopfball von Havertz ebenso (53.). Eine Co-Produktion der zur Pause gekommenen Joker – Führich setzte Undav ein - brachte die nächste Gelegenheit (56.), einmal mehr blockte ein ukrainisches Abwehrbein.
Nach einer Stunde bekamen weitere Nationalspieler ihre Bewährungsmöglichkeiten. Beinahe hätte Maximilian Beier bei seinem DFB-Debüt diese fast postwendend genutzt. Sein erster Versuch landete am rechten Lattenkreuz, die zweite Chance vereitelte Ukraines Torhüter Anatoli Trubin (61.,63.). Die Gäste blieben bei derweil bei ihrer Kontertaktik, strahlten dabei über Mudryk und Oleksandr Zubkov Gefahr aus (60., 69.).
Ein strammer Schuss von Chris Führich eröffnete die Schlussoffensive von Deutschland, der starke Beier versuchte sich erneut (78.,80.) In den Schlussminuten erspielte sich die DFB-Elf zahlreiche Ecken, immer wieder zog die "Schwaben-Fraktion" um Führich, Undav und Mittelstädt das deutsche Offensivspiel auf. Kimmich hatte eine weitere Einschuss-Möglichkeit, verzog aber (87.). Kurz danach lieferte Manuel Neuer mit einer misslungenen Klärungsaktion noch eine Schrecksekunde, machte dies aber mit einer guten Parade gegen Andrij Yarmolenko wieder gut (89., 90.). Kurz nach Undavs guter Konterchance (90.+2.) war dann Schluss. 0:0 im ersten der beiden Testspiele vor Turnierstart, am Freitag wartet dann die EM-Generalprobe gegen Griechenland (ab 20.45 Uhr).
Der Liveblog mit allen Stimmen zum Spiel:
Nagelsmann sieht Steigerungspotential bei Flanken
"Natürlich hätten wir lieber 2:0 oder 3:0 gewonnen. Aber wir haben über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht. Ich hatte schon den Eindruck, dass wir unbedingt gewinnen wollten. Bei Flanken müssen wir noch aggressiver werden und mehr Spieler in den Strafraum kriegen. Denn wenn wir unbedingt ein Tor brauchen im Turnier, müssen wir eben auch mit Flanken agieren."
Das meint Joshua Kimmich
"Wir haben ein ganz gutes Spiel gemacht. Wenn wir das 1:0 oder 2:0 gewinnen, kann sich keiner der Ukrainer beschweren. Aber die Tore haben uns heute leider gefehlt. Ansonsten war schon viel von dem da, was wir brauchen und wollen.“
Das sagt Thomas Müller
"Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir die Belagerung hoch gehalten. Ein Tor hätten wir heute verdient gehabt, aber da fehlte das Quäntchen Glück. Es war ja nicht so, dass wir leichtfertig die Chancen vergeben haben. Manchmal gibt es so Tage."
Manuel Neuer nach dem Spiel
"Leider haben wir uns nicht belohnt für die Vielzahl an Tormöglichkeiten. Ich hoffe, dass das dann in der Gruppenphase anders aussieht. Ich finde, wir haben aber eine gute defensive Leistung gezeigt und standen stabil. Wir haben immer die Dominanz und die Struktur behalten. Gerade in der Defensive und das ist entscheidend.“
Fazit
Deutschland und die Ukraine trennen sich mit einem torlosen Unentschieden. In erster Linie hat sich das eine stark spielende DFB-Elf selbst zuzuschreiben, da es bei den vielen guten Möglichkeiten an der Chencenverwertung haperte. Ansonsten gilt festzuhalten, dass bis zur EM noch an der defensiven Absicherung gearbeitet werden muss, bei Kontern der Ukraine ging es zum Teil doch zu einfach.
Spielende
Undav!
Das darf doch nicht wahr sein. Auf der rechten Seite ist der Stuttgarter nach einem Steilpass von Beier frei durch, scheitert im Eins-gegen-eins aber an Trubin. Das Tor der Ukraine ist wie zugenagelt.
Die Nachspielzeit läuft
Es gibt drei Minuten zusätzlich.
Neuer pariert
Yarmolenko dribbelt rechts in den Strafraum und zieht aus spitzem Winkel ab. Der DFB-Keeper ist da.
Der Ball im Netz
Dovbyk schiebt ein, nachdem der herausgeeilte Neuer zuvor einen Fehlpass auf Yarmolenko gespielt hat. Glück für Deutschlands Nummer eins, dass der Stürmer im Abseits stand und das Tor daher nicht zählt.
Einseitige Torschussstatistik
Deutschland mit deutlich mehr Abschlüssen, nur über die Linie ging noch keiner.Verzogen!
Kimmich wird im Strafraum angespielt, hat viel Platz und setzt den Ball doch links vorbei. Da war mehr drin.
Dankbarer Ball
Groß schlägt eine Ecke von der linken Seite zu nah vor das Tor, wo Trubin ihn aus der Luft pflückt.
Keine Gefahr
Mittelstädt schlägt einen Eckball von der rechten Seite in die Mitte. Der Ball kommt anschließend zu Groß an der Strafraumkante. Dessen Schuss geht drüber.
Deutschland will das Tor
Müller verpasst eine Flanke von Undav in der Mitte, der dahinter postierte Beier bekommt das Leder nicht unter Kontrolle. Knapp vorbei. Der Hoffenheimer macht heute allerdings mächtig Werbung für sich.
Trubin hält die Null
Bei einem verdeckten Schuss von Führich muss sich der Keeper der Ukraine Strecken, um ein Gegentor zu verhindern.
Interessante Namen
Kleine Randnotiz. Bei der Ukraine ist mit dem ehemaligen Dortmunder Yarmolenko nun der Rekordnationalspieler auf dem Feld. Ebenso wie der Torschützenkönig der spanischen Liga. Dovbyk traf für den FC Girona 24 Mal.
Was passiert hier noch?
Nach den vielen Wechseln in den vergangenen Minuten ist der Spielfluss gerade ein wenig raus, geht hier im ausverkauften Max-Morlock-Stadion noch etwas?
![]()
Ein Debütant
Aleksandar Pavlović kommt zu seinem ersten Länderspiel, nachdem er seine letzte Nominierung noch wegen einer Mandelentzündung absagen musste.
© Alex Grimm
Nächster Abschluss
Dieses Mal zeigt sich Beier als Vorbereiter und setzt auf der rechten Seite Undav in Szene. Der Abschluss des Stuttgarters geht aber zu zentral aufs Tor und wird von Trubin gesichert.
![]()
Beier zum Zweiten
Wieder der Hoffenheimer, der eine hohe Hereingabe mit der Brust annimmt, um dann sofort per Dropkick abzuziehen. Trubin ist aber schnell unten und wehrt mit einer Hand zur Ecke ab.
© Alex Grimm
Beier!
Der Joker sticht direkt nach seiner Einwechslung beinahe sofort. Nach einem Steckpass zieht der Stürmer von halbrechts im Strafraum ab und knallt die Kugel an die Unterkante des rechten Lattenkreuzes.
Neuer im Liegen
Mudryk kommt auf der linken Seite durch und läuft auf das deutsche Tor zu, bleibt aber an der Nummer eins hängen.
Undav!
Mittelstädt setzt auf der linken Seite Führich wunderbar in Szene, der flach in die Mitte passt. Dort steht Undav und zieht ab, ein Abwehrspieler der Ukraine wirft sich aber in die Schussbahn und klärt in höchster Not.
Guter Angriff
Eine Flanke von Anton aus dem rechten Halbfeld kommt am Elfmeterpunkt bei Havertz runter. Der Stürmer des FC Arsenal versucht den Ball per Kopf in die lange Ecke zu platzieren, er geht aber links am Tor vorbei.
Trubin muss ran
Musiala bringt von der rechten Seite beinahe von der Grundlinie aus einen Ball scharf vor das Tor, wo der Keeper der Ukraine noch vor Undav mit den Fingerspitzen an das Leder kommt. Sonst wäre es wohl noch gefährlicher geworden.
Wieder druckvoll
Die DFB-Elf macht sofort da weiter, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hat und setzt der Ukraine ordentlich zu.
Es geht weiter
Der Ball rollt wieder, Nagelsmann hat zur Halbzeit doppelt gewechselt.
Beginn zweite Hälfte
Pause in Nürnberg
Die DFB-Elf zeigt einen reifen und guten Auftritt, hat deutlich mehr vom Spiel, lässt aber den letzten und entscheidenden Pass noch vermissen. Die Ukraine wird lediglich durch Distanzschüsse und Konter gefährlich. Geht es so weiter, müsste Deutschland eigentlich irgendwann in Führung gehen.
Halbzeit
Der Winkel ist zu spitz
Yaremchuk noch einmal mit einem Flachschuss von der rechten Seite. Das ist aber ein dankbarer Ball für Neuer, der sicher zupackt.
Die Nachspielzeit läuft
Es gibt eine Minute on top.
Wieder drüber
Die anschließende Ecke von Groß wird zunächst aus dem Strafraum geklärt, Musiala kann schließlich aber doch noch schießen. Er zirkelt den Ball aber über deutlich die Latte.
![]()
Es fehlen Zentimeter
Wirtz spielt im Strafraum per Hacke einen Doppelpass mit Musiala, der aus 15 Metern das linke untere Toreck anvisiert. Der Abschluss wird aber noch abgefälscht und trudelt knapp am Pfosten vorbei ins Toraus.
© Alexander Hassenstein
Neuer ist wach!
Tah verliert an der linken Seitenlinie den Ball unnötig an Tsygankov, der sofort den Passweg in die Mitte sucht. Dort steht Yaremchuk und knallt aus zehn Metern drauf. Deutschlands Keeper reißt die Arme hoch und verhindert den Einschlag.
Klarer Vorteil Deutschland
Die DFB-Elf verzeichnet 70 Prozent Ballbesitz und drängt die Ukraine tief in die eigene Hälfte. Gündoğan hatte bisher aber die einzige Großchance, es fehlt häufig der berühmte letzte Pass.Das war nichts
Andrich darf es probieren. Der Schuss geht zwar über die Mauer, aber auch weit über das Tor.
Freistoß Deutschland
Stepanenko greift gegen den dribbelnden Musiala zum Foul. Es gibt einen Freistoß aus 18 Metern zentraler Position.
![]()
Groß!
Musiala dringt von rechts in den gegnerischen Strafraum ein, wobei er Mudryk wunderbar ins Leere laufen lässt. Anschließend hat Deutschlands Nummer zehn den Blick für Groß an der Strafraumkante, dessen Abschluss knapp über den linken Torwinkel geht.
© IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch
Phase des Duchschnaufens
Die DFB-Elf nimmt ein wenig Tempo raus, schiebt den Ball im hinteren Drittel hin und her und sammelt sich. Vielleicht soll der Gegner nun aber auch mal ein wenig herausgelockt werden.
Abgerutscht
Die Ukraine mal wieder mit einer Torannäherung. Stepanenko schließt aus 25 Metern zentraler Position halbhoch ab. Der Ball rutscht dem ukrainischen Kapitän aber über den Schlappen, Neuer muss nicht eingreifen.
Aggressive DFB-Elf
Das Team von Julian Nagelsmann läuft den Gegner sogar schon in deren eigenen Strafraum an. Gündoğan und Musiala holen so eine weitere Ecke raus, die aber verpufft.
Drüber
Wirtz wird von Mittelstädt am linken Strafraumeck angespielt, legt sich den Ball auf den rechten Schlappen und versucht es mit einem Schlenzer. Der geht zwar ein gutes Stück über den Querbalken, das war aber definitiv ein guter Ansatz.
![]()
Das muss es sein!
Groß flankt von der linken Seite auf den zweiten Pfosten, wo Konoplya unter dem Ball durchspringt. In dessen Rücken steht Gündoğan vollkommen frei, erwischt das Leder aber nur mit dem Knie und kann Trubin so nicht überwinden. Der ukrainische Keeper hält den Ball auf der Linie fest.
© IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch
Erster Eckball für Deutschland
In Abwesenheit von Kroos nimmt sich Groß der Aufgabe an. Der Ball wird zunächst abgewehrt und fällt Kimmich am Strafraumrand vor die Füße, dessen Schussversuch aber geblockt wird. Die Ukraine kontert schließlich über Mudryk, Deutschlands Defensive ist aber schnell genug zurückgeeilt.
Aus der Distanz!
Mittelstädt probiert es mal von der linken Seite mit einem Schuss aus knapp 18 Metern. Der Ball fliegt aber links am von Trubin gehüteten Gehäuse vorbei.
Tief stehende Gäste
Es entwickelt sich das erwartete Spiel. Deutschland hat mehr Ballbesitz und läuft immer wieder an, sucht gegen die eng gestaffelte Fünferkette der Ukraine aber noch die Lücken. Die Gäste lauern hingegen auf Tempogegenstöße.
Erste Chance für die Ukraine
Der Gast bekommt im Mittelfeld viel Raum und Mudryk nimmt Fahrt auf. Vor dem Strafraum zieht der Chelsea-Profi etwas nach rechts und schließt dann ab. Anton blockt den Ball nach links weg, wo Tsygankov durchgelaufen ist. Dessen Schuss aus spitzem Winkel geht aber links vorbei.
Verheißungsvoller Auftakt
Wirtz und Musiala kombinieren sich links durch den gegnerischen Strafraum, können auch von mehreren Gegenspielern nicht am Zusammenspiel gehindert werden. Der Abschluss von Musiala wird aber geblockt.
Der Ball rollt
Und nun geht es endlich los. Deutschland spielt ganz in Weiß zunächst von links nach rechts, die Ukraine - komplett in Blau - in die andere Richtung.
Anstoß
![]()
Gruppenfoto und Schweigeminute
Beide Teams stellen sich für ein gemeinsames Gruppenfoto in Gedenken an all die Kriegsopfer in der Ukraine auf. Anschließend gibt es noch eine Minute Applaus für den vor knapp zwei Monaten verstorbenen Bernd Hölzenbein.
© IMAGO/Jerry Andre
Die Hymnen laufen
Die Mannschaften sind im Mittelfeld aufgereiht und singen ihre Nationallieder. Der Anstoß erfolgt somit erst ein paar Minuten später.
![]()
Das DFB-Team auf dem Platz
© Alexander Hassenstein
Lunin fehlt bei der Ukraine
Auch der heutige Gast im Max-Morlock-Stadion hatte einen Spieler im Finale der Champions League gehabt. Torhüter Andrij Lunin holte mit Real Madrid den Henkelpott und fehlt daher heute. Anatoliy Trubin steht stattdessen im Kasten der Ukraine.
![]()
Comeback von Neuer
Deutschlands Nummer eins steht wieder zwischen den Pfosten. Und das erstmals seit dem WM-Vorrunden-Aus im Dezember 2022. Dazwischen fiel der 38-Jährige bekanntermaßen wegen eines beim Skifahren erlittenen Unterschenkelbruchs lange aus.
© IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch
Startelf-Debüt für Anton
Weil neben Toni Kroos mit Nico Schlotterbeck und Antonio Rüdiger auch zwei Innenverteidiger aufgrund des Champions-League-Finals fehlen, darf der Stuttgarter direkt von Beginn an ran. Zuvor hatte Anton gegen Frankreich sein erstes Länderspiel bestritten, kam gegen die "Équipe Tricolore" aber nur zu einer Spielzeit von einer Minute.
Die Startelf der Ukraine:
Trubin - Konoplia, Zabarnyi, Svatok, Mativiyienko, Zinchenko - Stepanenko - Tyahankov, Shaparenko, Mudryk - Yaremchuk
So startet die DFB-Elf:
Neuer - Kimmich, Tah, Anton, Mittelstädt - Andrich, Groß - Musiala, Gündoğan, Wirtz - Havertz
Das sagt Serhij Rebrow
"Wir haben damals beim 3:3 viel Selbstbewusstsein gewonnen. Auch jetzt gibt es wieder viele Erwartungen an uns. "
Das sagt Julian Nagelsmann
"Man kann und darf nicht ausblenden, was in dem Land passiert. Wir versuchen unseren Teil dazu beizutragen, dass es ein gutes und interessantes Spiel wird, so dass die Menschen in der Ukraine eben diese 90 Minuten Ablenkung haben."
Das Schiedsrichtergespann aus Österreich
Walter Altmann (SR), Maximilian Kolbitsch (SR-A. 1), Andreas Witschnigg (SR-A. 2), Harald Lechner (4. Offizieller), Julian Weinberger (VA), Andreas Heiss (VA-A).
Nagelsmann mit klarer Ansage
Toni Kroos und Antonio Rüdiger sind jeweils Fixpunkte für Julian Nagelsmann, stehen gegen die Ukraine aber ebenso wie die Dortmunder Champions-League-Finalisten Niclas Füllkrug und Nico Schlotterbeck nicht zur Verfügung. Für Rüdiger wird Waldemar Anton in der Innenverteidigung auflaufen und Pascal Groß wird Kroos im zentralen Mittelfeld ersetzen - darauf legte sich Nagelsmann im Vorfeld der Partie fest.
Kapitänsfrage
Das DFB-Team wird bei der EM von Ilkay Gündoğan angeführt. Das Kapitäns-Team komplettieren Joshua Kimmich und Thomas Müller.
Letztes Duell 2023
Bereits im letzten Jahr war die Ukraine zu Gast im Bremer Weserstadion und lieferte sich mit dem DFB-Team eine spannende Partie. Nach 56 Minuten führten die Gäste 3:1, doch in der Nachspielzeit rettete Joshua Kimmich das späte 3:3.
Starke Bilanz gegen die Ukraine
Bisher trafen Deutschland und die Ukraine neunmal aufeinander. Davon gewann das DFB-Team fünf Spiele, viermal gab es ein Unentschieden.
![]()
Double-Sieger Tah freut sich auf die EM
"Es gibt auf jeden Fall Rückenwind. Man ist voller positiver Energie und Gier, weiter erfolgreich zu sein und das Jahr so erfolgreich wie möglich abzuschließen. Unsere Batterien sind nach ein paar Tagen Pause auch wieder aufgeladen. Wir haben einfach Lust, dabei zu sein und da das Turnier so besonders für uns alle ist, laden sich die Batterien eigentlich von selbst auf."
© IMAGO/Steinbrenner
![]()
Gute Laune im Blankenhainer Trainingslager
© IMAGO/christian heilwagen
Thomas Müller über die Qualität der Mannschaft
"Es braucht Charaktere, die wissen, dass man frech sein muss, aber auch demütig. Es geht auch nicht um einen starken Bayern-Block, sondern dass Spieler mit dem Selbstverständnis anreisen, Spiele zu gewinnen, dass Spieler ihre Automatismen einbringen, die funktionieren."
![]()
Nagelsmann über den EM-Druck
"Es wird davon abhängen, wie die Spiele verlaufen, aber erstmal herrscht eine große Vorfreude. Ich hoffe, dass wir an die Trainingseinheiten vom März anschließen können und dann freue ich mich auf dieses Turnier."
© IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler
Trainingslager in Thüringen
Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann bezog bis zum 31. Mai sein Trainingslager im Spa- und Spa & GolfResort Weimarer Land in Blankenhain. Die Hotelanlage, die während des Turniers auch ein UEFA Team Base Camp sein wird, liegt rund 30 Kilometer entfernt von der Landeshauptstadt Erfurt.
Herzlich willkommen
Deutschland bereitet sich auf die Heim-EM vor und testet im Vorfeld unter anderem gegen die Ukraine. Hier gibt es alles wichtigen Infos zum Freundschaftsspiel in Nürnberg.