Wer setzt sich durch im Rennen um die Champions-League-Plätze? - © DFL Deutsche Fußball Liga
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Rennen um die Champions League: Wolfsburg, Dortmund, und Frankfurt im Fokus

Während der FC Bayern München und RB Leipzig bereits sicher qualifiziert sind, gibt es dahinter einen spannender Dreikampf um die beiden verbleibenden Plätze, die zur Champions-League-Teilnahme berechtigen. Vom Trio VfL Wolfsburg, Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt werden es am Ende aber nur zwei schaffen. Wer hat die besten Karten im Rennen um die Champions League?

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VfL Wolfsburg (60 Punkte, +25 Tore)

Der VfL Wolfsburg ist als Tabellendritter in der Pole-Position. Schon am 33. Spieltag kann die Mannschaft von Oliver Glasner die Champions League perfekt machen, wenn der VfL mindestens einen Punkt mehr holt als Frankfurt oder mindestens zwei Punkte mehr holt als der BVB.

Dabei gibt es einen psychologischen Vorteil: Wolfsburg bestreitet das Spätspiel am Sonntag in Leipzig – also das letzte Spiel des Spieltags. Die Wölfe wissen also bei Anpfiff genau, was sie zu leisten haben, um die Champions-League-Qualifikation perfekt zu machen.

Mut macht dabei auch die Trendwende in der Formkurve: Nach drei Niederlagen in den vorherigen vier Bundesliga-Partien hielt Wolfsburg am 32. Spieltag gegen Union dem Druck stand und feierte gegen die unbequemen Berliner einen souveränen 3:0-Sieg.

Besonders gut präsentieren sich die Niedersachsen 2020/21 in der Defensive und im Sprintverhalten:  32 Gegentore (ligaweit nur Leipzig weniger) bedeuten einen neuen Vereinsrekord nach 32 Spieltagen. Wolfsburg sprintete zudem in dieser Saison von allen Teams am meisten (im Schnitt 252 Mal pro Partie).

Obwohl der VfL nun alles in der eigenen Hand hat, wartet an den letzten beiden Spieltagen alles andere als Laufkundschaft. Zunächst gilt es die schwierige Herausforderung gegen den Tabellenzweiten in Leipzig zu meistern, dann kommt mit dem 1. FSV Mainz 05 das Team der Stunde. Aber: In der Hinrunde holten die Wölfe aus diesen letzten beiden Spielen vier Punkte. Das würde im Wiederholungsfall sicher für die Champions League reichen.

Borussia Dortmund (58 Punkte, +25 Tore)

Zeitweise sah es für Borussia Dortmund so aus, als wäre die Champions League in diesem Jahr außer Reichweite. Nach der 1:2-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten Eintracht Frankfurt am 3. April lag der der BVB sieben Punkte hinter der Eintracht und sogar elf Zähler hinter Wolfsburg.

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Doch in der Formtabelle der letzten fünf Spieltage steht die Mannschaft von Edin Terzic auf Platz eins. Die letzten fünf Partien wurden allesamt gewonnen, mit der Konsequenz, dass Dortmund nun an Frankfurt vorbeigezogen ist, erstmals seit dem 17. Spieltag wieder auf einem Champions-League-Platz steht und damit zwei Spieltage vor Schluss alles in der eigenen Hand hat.

Schon am kommenden Sonntag könnte dabei das Champions-League-Ticket gelöst werden. Voraussetzung dafür wäre aber eine Niederlage von Eintracht Frankfurt am Samstag gegen Schalke. Dann müsste der BVB einen Tag später aber auch die Partie gegen die derzeit starken Mainzer gewinnen.

Das Faustpfand der Mannschaft ist dabei nach wie vor die Offensive. Der BVB schoss ligaweit die zweitmeisten Tore (69) und erzielte in den letzten 30 Bundesliga-Spielen immer mindestens ein Tor. Erling Haaland sticht mit 25 Saisontoren natürlich heraus, aber neben dem Norweger gibt es zahlreiche weitere torgefährliche Spieler im Kader. Einzig für Dortmund trafen in der Bundesliga 2020/21 schon 18 unterschiedliche Spieler. Und dass es derzeit auch ohne den angeschlagenen Mittelstürmer geht, der aller Voraussetzung nach gegen Mainz wieder einsatzbereit sein dürfte, hat das 3:2 gegen RB Leipzig gezeigt: In Abwesenheit des Top-Knipsers erzielten eben Jadon Sancho (2) und Marco Reus die Tore.

Eintracht Frankfurt (57 Punkte, +15 Tore)

Eintracht Frankfurt spielte am vergangenen Wochenende nur 1:1 gegen das Team der Stunde aus Mainz. Die Frankfurter fielen durch diese Ergebnis erstmals seit dem 18. Spieltag wieder aus den Top-4.

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Trotz der jüngsten Rückschläge hat Frankfurt immer noch eine historisch gute Bilanz: Nur in der Saison 1974/75, als die Eintracht Tabellendritter wurde holte die Mannschaft umgerechnet mehr Punkte (58) nach 32 Spieltagen als aktuell (57 - in der Saison 1991/92, in der die SGE beinahe Meister geworden wäre, hatten die Hessen zu diesem Zeitpunkt ebenfalls umgerechnet 57 Punkte).

Die Eintracht weist mit 63 Toren die drittbeste Offensive der Bundesliga auf – nur der FC Bayern und Borussia Dortmund trafen häufiger (92- bzw. 69-mal). Top-Torjäger Andre Silva, derzeit bei 25 Saisontreffer, war an den letzten sieben Spieltagen sechsmal erfolgreich. Außerdem zeigt die Mannschaft von Adi Hütter Moral und punktete schon 13. Mal in der laufenden Saison trotz eines Rückstands. Das ist alleiniger Bundesliga-Bestwert und neuer Vereinsrekord für die Hessen (der Bundesliga-Rekord liegt bei 14 aufgeholten Rückständen durch den 1. FC Köln 1963/64).

Frankfurt muss am 33. Spieltag zu den bereits abgestiegenen Schalkern und empfängt als noch ungeschlagenes Team im eigenen Stadion am 34. Spieltag den SC Freiburg. In der Hinrunde holten die Hessen gegen diese Gegner vier Punkte, also drei mehr als der BVB aus seinen letzten beiden Hinrunden-Partien. Das würde im Wiederholungsfall für Platz vier reichen!