
Die neue BVB-Bromance: Guirassy und Silva
Serhou Guirassy und Fábio Silva trafen in den jüngsten beiden Pflichtspielen jeweils auf Vorlage des anderen und sind im Moment die Unterschiedsspieler von Borussia Dortmund. Die beiden Angreifer harmonieren prächtig miteinander und waren sowohl in der Bundesliga gegen Hoffenheim als auch in der Champions League gegen Villarreal entscheidend am Sieg beteiligt.
Serhou Guirassy und Fábio Silva sind bei Borussia Dortmund derzeit in aller Munde, denn die beiden Stürmer sind quasi fast im Alleingang dafür verantwortlich, dass in der Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim als auch in der Champions League gegen den FC Villarreal jeweils ein Sieg raussprang. In Sinsheim lagen die Schwarz-Gelben bereits mit 0:2 hinten. Nach etwas mehr als einer Stunde brachte Trainer Niko Kovač Silva von der Bank auf den Rasen, nach 90 Minuten stand es 3:2 für den BVB. Unter anderem deswegen, weil zunächst Guirassy ausglich und wenig später mustergültig zum 2:1 für Silva servierte.
Gegen Villarreal war es ein Doppelpack von Guirassy in der Schlussphase, der die Dortmunder auf die Siegerstraße hievte. Das zwischenzeitliche 2:1 bereitete Silva vor, erneut kam der 24-Jährige dabei von der Bank. Kovačs goldenes Händchen machte sich somit erneut bezahlt, wieder hatte der Fußballlehrer mit seiner Einwechslung den richtigen Riecher.
Logischerweise war der Trainer nach dem Spiel auch voll des Lobes für Silva: "Fábio macht das richtig gut. er blüht auf. Serhou ist sehr wichtig für uns. Wenn wir aber jetzt mit Fábio noch jemanden dazubekommen – und das bekommen wir – dann denke ich, haben wir richtig was auf dem Kerbholz."

Gelingt in dieser Saison der Durchbruch?
Silva ist seit etwas mehr als knapp einem Jahr in Dortmund, in seiner ersten Saison brachte er es auf 37 Pflichtspiele und kam dabei auf drei Tore und sieben Assists. Keine allzu berauschende Quote für einen Stürmer, in dieser Spielzeit sieht das allerdings ganz anders aus. Er traf jetzt schon in der Bundesliga, im DFB-Pokal und im Franz Beckenbauer Supercup jeweils einmal. Zudem kann er, wie in der Champions League bewiesen, auch als Vorbereiter glänzen. Geht es so weiter, wird er am Saisonende eine mehr als nur beachtliche Quote aufweisen.
Guirassy lobte seinen Sturmpartner in jedem Fall überschwänglich nach dem Sieg in der Königsklasse: "Ich bin sehr dankbar, dass er mir den Ball vorgelegt hat. Fábio und ich spielen sehr gerne zusammen. Er ist ein super Spieler, ich bin froh über ihn. Es funktioniert gut zwischen uns beiden."
Bislang kam Silva in dieser Saison in zwei von drei seiner Einsätze von der Bank aus, möglicherweise bringt Kovač den Portugiesen aber bald auch mal von Beginn an in einer Doppelspitze neben Guirassy. Die bisherigen Leistungen nach seinen Einwechslungen und die spielentscheidenden Momente sind in jedem Fall mehr als nur ein Bewerbungsschreiben.

"Er bringt eine geile Energie ins Spiel"
Geht es nach Torhüter Gregor Kobel, dann kommt Silva wohl auch in den nächsten Spielen eher als Einwechselspieler rein. Der Keeper lobte den Stürmer nämlich für seine Präsenz auf dem Platz, sobald dieser den Rasen betritt: "Ich finde, er ist mega drauf. Er bringt eine geile Energie ins Spiel, ich fand, er war richtig spitze. Macht Spaß!"
Sicherlich hätte in Dortmund niemand etwas dagegen, wenn der Angreifer weiterhin immer erst in Hälfte zwei reinkommt, dafür dann aber immer der spielentscheidende Mann ist, der dem BVB zum Sieg verhilft. Klar ist allerdings auch, dass die Saison noch jung ist und noch viele Spiele zu absolvieren sind. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Silva weiter so gut mit Guirassy harmoniert und seine starke Form aufrecht erhalten kann.
Die beiden Angreifer könnten in jedem Fall in dieser Spielzeit einer der Schlüsselfaktoren für die Schwarz-Gelben sein, die aktuellen Auftritte beweisen dies definitiv. Silva kann an der Seite Guirassys noch viel wachsen, der Guineer bringt aufgrund seines Alters (30) einfach mehr Erfahrung mit als der Portugiese (24). Davon möchte Silva profitieren – möglicherweise haben die Dortmunder so schon bald ein neues Traumduo in der Offensive, wie es beispielsweise damals auch mit Marco Reus und Pierre-Emerick Aubameyang der Fall war.
