Gladbach nutzt im Mai 1974 den Zustand der etwas "angeschlagenen" Bayern und gewinnt 5:0 - © imago/Horstmüller
Gladbach nutzt im Mai 1974 den Zustand der etwas "angeschlagenen" Bayern und gewinnt 5:0 - © imago/Horstmüller
bundesliga

Die größten Duelle zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München

Das Duell Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern München geht am 14. Spieltag in die 103. Runde. Die 1970er Jahre waren geprägt von den Aufeinandertreffen der Fohlen und dem Rekordmeister, bei denen beide Teams stets um den Titel kämpften. 2019 könnte die Begegnung der beiden Traditionsclubs nun erstmals in diesem Jahrtausend wieder zu einem direkten Duell um den Titel werden: Gladbach empfängt den amtierenden Meister als Tabellenführer. bundesliga.de stellt die bedeutendsten Spiele vor.

>>> Hol dir die Spieler von Bayern und Gladbach im Fantasy Manager

18. Mai 1974, Mönchengladbach – FC Bayern 5:0

Heute kaum mehr vorstellbar: Der FC Bayern München hatte einen Tag zuvor gegen Atletico Madrid erstmals den Europacup der Landesmeister gewonnen. Die Bayern gingen dementsprechend angeschlagen in die Partie und kassierten ihre höchste Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach. "Ich habe gegen Uli Hoeneß gespielt. Er hatte schätzungsweise noch 3,5 Promille", so Mönchengladbachs heutiger Vizepräsident Rainer Bonhof. Von sportlicher Bedeutung war diese Partie am letzten Spieltag allerdings nicht, die Bayern standen bereits als Meister, Mönchengladbach als Vizemeister fest.

21. Mai 1977, FC Bayern – Mönchengladbach 2:2

Nach seinem letzten Bundesliga-Spiel für den FC Bayern gratulierte Franz Beckenbauer den Mönchengladbachern um Herbert Wimmer und Jupp Heynckes zur Deutschen Meisterschaft. Mit einem 2:2 im Olympiastadion feierten die Fohlen am letzten Spieltag beim großen Rivalen aus München die Titelverteidigung. Es war die Krönung der ganz großen Ära der Fohlen mit fünf Deutschen Meisterschaften.

>>> Beim Tippspiel jedes Wochenende Gewinne sichern!

Franz Beckenbauer gratuliert Herbert Wimmer 1977 zur Deutschen Meisterschaft - imago/WEREK

26. April 1986, FC Bayern – Mönchengladbach 6:0

34. Spieltag 1985/86: Die Bayern sicherten sich im Fernduell mit dem SV Werder Bremen die Deutsche Meisterschaft, obwohl die Bremer mit zwei Punkten Vorsprung in den Spieltag gegangen waren. Doch nach dem direkten Aufeinandertreffen vier Tage zuvor (0:0) und Michael Kutzops legendärem verschossenen Elfmeter, mit dem er die Bremer Meisterschaft hätte klar machen können, verloren die Bremer auch in Stuttgart (1:2). Durch den Sieg zogen die Bayern nach Punkten mit Bremen gleich. Die Höhe war dabei übrigens nur das Sahnehäubchen auf dem Meisterkuchen, denn die Bayern hatten bereits vor dem Spieltag die bessere Tordifferenz.

28. Juli 2001, Mönchengladbach – FC Bayern 1:0

Im ersten Bundesliga-Spiel nach zweijähriger Abstinenz feierte Aufsteiger Mönchengladbach unter Trainer Hans Meyer gegen Champions-League-Sieger Bayern einen sensationellen Sieg (Torschütze: Arie van Lent). Am Saisonende fehlten den Münchenern zwei Punkte auf Meister Dortmund.

>>> Die lange Geschichte der Rivalität zwischen Gladbach und Bayern

18. Mai 2013, Mönchengladbach – FC Bayern 3:4

Die Bayern kassierten das einzige Mal in ihrer Bundesliga-Geschichte drei Gegentore in den ersten zehn Minuten. Nach 18 Minuten waren bereits fünf Treffer gefallen (3:2 für Mönchengladbach) – einmalig in der Bundesliga-Historie. Die Münchner standen an diesem 34. Spieltag längst als Meister fest und das Duo um Franck Ribery und Arjen Robben sorgte schließlich dafür, dass der Rekordmeister doch noch einen Dreier einfuhr und erstmals in der Bundesliga die 90-Punkte-Marke knackte. Es war das vorerst letzte Bundesliga-Spiel von Bayern-Trainer Jupp Heynckes, der vier Jahre später noch einmal aus dem Ruhestand reaktiviert werden sollte.

30. April 2016, FC Bayern – Mönchengladbach 1:1

Bayern hätte mit einem Sieg aus eigener Kraft Deutscher Meister werden können. Durch das Remis und den Dortmunder Sieg wurde die Entscheidung vertagt. Es war das 100. Bundesliga-Spiel für Trainer Pep Guardiola, Thomas Müller erzielte sein 20. Saisontor. Damit hatten erstmals in der Bundesliga-Geschichte zwei Bayern-Akteure (zudem Robert Lewandowski) in einer Bundesliga-Spielzeit die 20-Tore-Marke durchbrochen.

6. Oktober 2018, FC Bayern – Mönchengladbach 0:3

Die Mönchengladbacher feierten den höchsten Auswärtssieg gegen Bayern in ihrer Bundesliga-Geschichte und stürzten den Rekordmeister erstmals unter Kovac in die Krise. Die Bayern rutschten auf Platz sechs ab und lagen erstmals seit der Spielzeit 2010/11 so "spät" in der Saison so weit unten in der Tabelle. Alassane Plea, Lars Stindl und Patrick Herrmann sorgten für den Überraschungssieg an jenem Samstagabend.

>>> Von A bis Z: Alles über das Traditionsduell

2. März 2019, Mönchengladbach – FC Bayern 1:5

Die Bayern zogen durch einen auch in der Höhe verdienten Sieg nach Punkten mit Tabellenführer Borussia Dortmund gleich und hatten damit die zwischenzeitlich in der Saison 2018/19 angesammelten neun Punkte Rückstand egalisiert (Bayern wurde schlussendlich mit zwei Punkten Vorsprung vor dem BVB Deutscher Meister). Robert Lewandowski erzielte dabei seine Bundesliga-Tore Nummer 194 und 195 und zog mit Claudio Pizarro als ausländischer Rekordtorschütze der Bundesliga gleich (mittlerweile trägt Lewandowski diesen Titel exklusiv). Das zwischenzeitliche 4:1 durch Serge Gnabry war das 4000. Bundesliga-Tor der Bayern. Der Rekordmeister durchbrach als erster und bis heute einziger Verein die 4000er-Marke.