Legendäre Meister-Duelle in den 70ern sowie prominente Seitenwechsler - die Historie zwischen Gladbach und Bayern ist reich an Highlights - © DFL Deutsche Fußball Liga
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Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern München: Die Geschichte der Rivalität

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Am 18. Spieltag kommt es in der Bundesliga zum 108. Duell zwischen dem FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach. Beide Mannschaften stiegen 1965 gemeinsam in die Bundesliga auf und dominierten diese über lange Zeit. bundesliga.de wirft einen Blick auf die traditionsreiche Rivalität der beiden Vereine.

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Der FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach eröffneten die Bundesliga-Saison 2021/22. Schon im Hinrunden-Duell am 1. Spieltag war Mönchengladbach nah dran an einem Sieg gegen die Bayern (1:1). Zweieinhalb Monate später war es dann im DFB-Pokal soweit – die Borussia schrieb Geschichte: Beim 5:0 fügten die "Fohlen" dem FC Bayern die höchste DFB-Pokal-Niederlage seiner Geschichte und die höchste Pflichtspiel-Niederlage seit 1978 zu. Nach dem 5:1-Erfolg mit Eintracht Frankfurt im November 2019 war es für Adi Hütter der zweite Kantersieg gegen die Bayern.

Historisch spricht die Bilanz in diesem Duell klar für den Rekordmeister (51 Siege, 30 Remis, 26 Niederlagen bei 207:135 Toren). In den letzten Jahren hat sich Gladbach aber stark zurückgekämpft: Kein anderer Bundesligist holte seit Sommer 2014 so viele Punkte gegen die Bayern wie Mönchengladbach (21 in 15 Spielen). Die Bilanz in diesen 15 Spielen ist exakt ausgeglichen (jeweils sechs Siege pro Team bei drei Remis). Die Borussia ist damit der einzige Bundesligist, der in diesem Zeitraum eine ausgeglichene Bilanz gegen die Bayern hat.

Gegen keinen anderen Club mussten die Münchner zudem schon so viele Gegentore (135) und Niederlagen (26) hinnehmen wie gegen Gladbach. Umgekehrt kassierte aber auch der VfL gegen keinen anderen Bundesligisten so viele Niederlagen (51) und Gegentore (207) wie gegen den FCB.

Die größten Duelle zwischen Gladbach und Bayern

Meisterschaften im Wechsel in den Siebzigern

Nach dem gemeinsamen Aufstieg 1965 wurde der FC Bayern 1969 erstmals Deutscher Meister. Das Kuriose dabei ist, dass danach bis 1977 entweder nur die Münchner (1969, 1972, 1973, 1974) oder die Borussia (1970, 1971, 1975, 1976, 1977) Deutscher Meister wurde.

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Prominente Seitenwechsler

Jupp Heynckes war als Spieler (283 Mal) und als Trainer (291 Mal) für Borussia Mönchengladbach aktiv. Als Spieler wurde er vier Mal mit den Fohlen Deutscher Meister (1971, 1975, 1976 & 1977), DFB-Pokal-Sieger (1973) und UEFA-Pokal-Sieger (1975) und als Trainer UEFA-Pokal-Sieger 1979. Als Trainer hatte er seine erfolgreichste Zeit allerdings bei den Bayern, wo er in seinen vier Amtszeiten (248 Spiele) vier Meisterschaften (1989, 1990, 2013 & 2018) holte. 2012/13 holte er mit dem FCB sogar als bislang einziger Bundesliga-Trainer das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Heynckes ist mit 1038 Bundesliga-Spielen als Spieler und Trainer (davon 822 für Mönchengladbach und Bayern) der Mann mit der größten Bundesliga-Erfahrung in der Geschichte. Im Mai 2013 verabschiedete er sich zunächst tränenreich als Meister aus der Bundesliga, ehe er 2017 noch einmal beim FC Bayern übernahm und den Titel holte.

Lothar Matthäus spielte in der Bundesliga nur für Borussia Mönchengladbach (162 Mal) und Bayern München (302 Mal). Der Deutsche Rekordnationalspieler (150 Einsätze) begann seine Bundesliga-Karriere am 22. September 1979 bei Mönchengladbach und wurde bei den Fohlen auch zum Nationalspieler. Seine sieben Deutschen Meisterschaften, drei DFB-Pokale und den UEFA Pokal gewann Matthäus allerdings alle mit den Münchnern, wo er zwischen 1984 und 2000 mit einem vierjährigen Mailand-Intermezzo spielte.

Stefan Effenberg wechselte in seiner Bundesliga-Karriere gleich zwei Mal von Mönchengladbach nach München. Der „Tiger“ begann seine Bundesliga-Karriere 1987 bei den Fohlen und wechselte 1990 an die Isar. Nach einem Gastspiel beim AC Florenz schloss sich Effenberg 1994 erneute den Mönchengladbachern an, bevor es ihn 1998 wieder zu den Bayern verschlug. Sein einziger Titel mit den Fohlen (191 Bundesliga-Spiele) war der DFB-Pokal-Triumph 1995. Mit den Bayern (160 Bundesliga-Spiele) wurde Effenberg drei Mal Deutscher Meister (1999, 2000 & 2001), einmal DFB-Pokal-Sieger (2000) und Champions-League-Sieger (2001).

Giovane Elber ist mit 92 Bundesliga-Toren (in 169 Einsätzen) Rekord-Brasilianer bei den Bayern und mit 133 Bundesliga-Toren auch Rekord-Brasilianer der Bundesliga. Der Stürmer schnürte seine Fußballschuhe zwischen 1997 und 2003 für den FCB, wurde in dieser Zeit vier Mal Deutscher Meister (1999, 2000, 2001 & 2003), drei Mal DFB-Pokal-Sieger (1998, 2000, 2003) und gewann die Champions League 2001. Seine Karriere ließ Elber allerdings 2005/06 bei Borussia Mönchengladbach ausklingen, wo er es noch auf vier Joker-Einsätze brachte (kein Tor).

Dante verbrachte ab 2008 seine ersten vier Bundesliga-Spielzeiten in Mönchengladbach. Dort brachte er es auf 93 Bundesliga-Einsätze. Seine erfolgreichste Zeit hatte der Brasilianer allerdings zwischen 2012 und 2015 bei den Münchnern. Dort wurde er in allen vier Spielzeiten Meister (2015/16 allerdings mit nur einem Einsatz, bevor er zum VfL Wolfsburg wechselte) und in drei der vier Spielzeiten DFB-Pokal-Sieger (2013, 2014, 2016). 2013 holte er unter Jupp Heynckes sogar das Triple.