Legendäre Meister-Duelle in den 70ern sowie prominente Seitenwechsler - die Historie zwischen Gladbach und Bayern ist reich an Highlights - © DFL Deutsche Fußball Liga
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Borussia Mönchengladbach gegen FC Bayern München: Die Geschichte der Rivalität

Am 14. Spieltag kommt es in der Bundesliga zum 103. Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München. Beide Mannschaften stiegen 1965 gemeinsam in die Bundesliga auf und dominierten diese über lange Zeit. bundesliga.de wirft einen Blick auf die lange Rivalität der beiden Vereine.

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Lange war es nicht mehr so spannend wie in dieser Saison: Wenn am 14. Spieltag Borussia Mönchengladbach den FC Bayern München empfängt, ist das ein echtes Spitzenspiel. Das ist weniger überraschend als der Fakt, dass die Münchner in der Rolle des Jägers im Borussia-Park zu Gast sind. Vier Punkte trennen den Rekordmeister vom Tabellenführer vom Niederrhein. Jetzt kommt es zum nächsten Höhepunkt einer Begegnung mit einer langen und spannenden Historie.

Dass Mönchengladbach keineswegs zu unterschätzen ist, bewiesen die Rheinländer schon oft: Die Bayern kassierten in ihrer Bundesliga-Geschichte gegen keinen anderen Verein so viele Gegentore wie gegen den VfL (128). Aber auch in der jüngeren Vergangenheit ist die Bilanz der Borussia gegen die Münchener durchaus sehenswert: Kein anderer Bundesligist holte seit Sommer 2014 so viele Punkte gegen die Bayern wie Mönchengladbach (14 in zehn Spielen).

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Meisterschaften im Wechsel

Außerdem: Mönchengladbach gewann mehr Heimspiele in der Bundesliga gegen die Bayern als jeder andere Club (20), bei keinem anderen aktuellen Bundesligisten hat Bayern eine so schlechte Auswärtsbilanz wie bei der Borussia.

Nach dem gemeinsamen Aufstieg 1965 wurde der FC Bayern 1969 erstmals Deutscher Meister. Das Kuriose dabei ist, dass danach bis 1977 entweder nur die Münchner (1969, 1972, 1973, 1974) oder die Borussia (1970, 1971, 1975, 1976, 1977) Deutscher Meister wurde.

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Das letzte Spiel

Am 2. März siegte der FC Bayern in Mönchengladbach mit 5:1. Ein Erfolg, der auch in dieser Höhe völlig in Ordnung ging. Zumal Gladbachs Torhüter Yann Sommer noch Schlimmeres verhindert hatte. In dem Spiel hatten die Bayern 14 mal aufs Tor geschossen, während es die Fohlen nur auf zwei Versuche gebracht hatten. In der Partie gab es zudem zwei Rekorde. Zum einen war es der höchste Auswärtssieg der Bayern unter dem damaligen Trainer Niko Kovac. Für die von Dieter Hecking trainierten Borussen hingegen bedeutete das 1:5 die höchste Niederlage der Saison 2018/19.

Außerdem waren die Bayern echte Frühstarter. Die Treffer von Javi Martinez (2.) und Robert Lewandowski (47.) fielen jeweils nach etwas mehr als 60 Sekunden. Das Tor von Serge Gnabry zum zwischenzeitlichen 4:1 war das 4000. des späteren Deutschen Meisters in der Bundesliga-Historie. An diesem Spieltag zog der FCB mit Tabellenführer Borussia Dortmund gleich.

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Prominente Seitenwechsler

Jupp Heynckes war als Spieler (283 Mal) und als Trainer (291 Mal) für Borussia Mönchengladbach aktiv. Als Spieler wurde er vier Mal mit den Fohlen Deutscher Meister (1971, 1975, 1976 & 1977), DFB-Pokal-Sieger (1973) und UEFA-Pokal-Sieger (1975) und als Trainer UEFA-Pokal-Sieger 1979. Als Trainer hatte er seine erfolgreichste Zeit allerdings bei den Bayern, wo er in seinen vier Amtszeiten (248 Spiele) vier Meisterschaften (1989, 1990, 2013 & 2018) holte. 2012/13 holte er mit dem FCB sogar als bislang einziger Bundesliga-Trainer das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Heynckes ist mit 1038 Bundesliga-Spielen als Spieler und Trainer (davon 822 für Mönchengladbach und Bayern) der Mann mit der größten Bundesliga-Erfahrung in der Geschichte. Im Mai 2013 verabschiedete er sich zunächst tränenreich als Meister aus der Bundesliga, ehe er 2017 noch einmal beim FC Bayern übernahm und den Titel holte.

Lothar Matthäus spielte in der Bundesliga nur für Borussia Mönchengladbach (162 Mal) und Bayern München (302 Mal). Der Deutsche Rekordnationalspieler (150 Einsätze) begann seine Bundesliga-Karriere am 22. September 1979 bei Mönchengladbach und wurde bei den Fohlen auch zum Nationalspieler. Seine sieben Deutschen Meisterschaften, drei DFB-Pokale und den UEFA Pokal gewann Matthäus allerdings alle mit den Münchnern, wo er zwischen 1984 und 2000 mit einem vierjährigen Mailand-Intermezzo spielte.

Stefan Effenberg wechselte in seiner Bundesliga-Karriere gleich zwei Mal von Mönchengladbach nach München. Der „Tiger“ begann seine Bundesliga-Karriere 1987 bei den Fohlen und wechselte 1990 an die Isar. Nach einem Gastspiel beim AC Florenz schloss sich Effenberg 1994 erneute den Mönchengladbachern an, bevor es ihn 1998 wieder zu den Bayern verschlug. Sein einziger Titel mit den Fohlen (191 Bundesliga-Spiele) war der DFB-Pokal-Triumph 1995. Mit den Bayern (160 Bundesliga-Spiele) wurde Effenberg drei Mal Deutscher Meister (1999, 2000 & 2001), einmal DFB-Pokal-Sieger (2000) und Champions-League-Sieger (2001).

Giovane Elber ist mit 92 Bundesliga-Toren (in 169 Einsätzen) Rekord-Brasilianer bei den Bayern und mit 133 Bundesliga-Toren auch Rekord-Brasilianer der Bundesliga. Der Stürmer schnürte seine Fußballschuhe zwischen 1997 und 2003 für den FCB, wurde in dieser Zeit vier Mal Deutscher Meister (1999, 2000, 2001 & 2003), drei Mal DFB-Pokal-Sieger (1998, 2000, 2003) und gewann die Champions League 2001. Seine Karriere ließ Elber allerdings 2005/06 bei Borussia Mönchengladbach ausklingen, wo er es noch auf vier Joker-Einsätze brachte (kein Tor).

Dante verbrachte ab 2008 seine ersten vier Bundesliga-Spielzeiten in Mönchengladbach. Dort brachte er es auf 93 Bundesliga-Einsätze. Seine erfolgreichste Zeit hatte der Brasilianer allerdings zwischen 2012 und 2015 bei den Münchnern. Dort wurde er in allen vier Spielzeiten Meister (2015/16 allerdings mit nur einem Einsatz, bevor er zum VfL Wolfsburg wechselte) und in drei der vier Spielzeiten DFB-Pokal-Sieger (2013, 2014, 2016). 2013 holte er unter Jupp Heynckes sogar das Triple.

Wissenswertes über die Spieler und Trainer

Borussia Mönchengladbach:

Lars Stindl war in fünf seiner sechs Spiele mit Mönchengladbach gegen die Bayern an einem Tor beteiligt (drei Treffer und zwei Assists). In der vergangenen Saison traf er in beiden Duellen.

Breel Embolo verlor seine vier Spiele gegen die Bayern alle.

Laszlo Benes gab am 19. März 2017 bei einer 0:1-Heimniederlage gegen die Bayern sein Bundesliga-Debüt.

Fabian Johnson und Tobias Strobl sind gebürtige Münchner, spielten einst für 1860; Strobl holte in seinen acht Bundesliga-Spielen gegen die Bayern nur einen Punkt

Florian Neuhaus hat eine Löwen-Vergangenheit (geboren wurde er in Landsberg am Lech, er wechselte von 1860 München nach Gladbach)

Max Grün wurde bei den Bayern ausgebildet.

Co-Trainer Alexander Zickler stürmte von 1993 bis 2005 für die Bayern (53 Tore in 214 Bundesliga-Spielen).

FC Bayern München:

Robert Lewandowski hat eine negative Bundesliga-Bilanz gegen Mönchengladbach (6-2-7) und erzielte in diesen 15 Spielen nur vier Tore (zwei davon allerdings im letzten Duell).

Jerome Boateng verlor acht seiner 14 Bundesliga-Spiele gegen die Borussia (vier Siege, zwei Remis)

Thiago gewann alle seine drei Bundesliga-Gastspiele in Mönchengladbach.

Leon Goretzka erzielte drei Bundesliga-Tore gegen Mönchengladbach, so viele wie sonst nur gegen Leverkusen.

Mickael Cuisance wechselte vor dieser Saison aus Mönchengladbach nach München.