
2:2 nach 0:2: Füllkrug krönt Werder-Comeback in Dortmund
Wieder ein Wahnsinns-Comeback von Werder Bremen: Bei Borussia Dortmund holen die Hanseaten spät ein 0:2 auf und feiern dank des ehemaligen BVB-Torjägers Niclas Füllkrug noch ein 2:2-Unentschieden. Daniel Svensson (80.) und Nico Schlotterbeck (85.) bringen die Schwarzgelben vermeintlich auf die Siegerstraße, doch Ludovit Reis (88.) und eben Füllkrug (90.+2) retten Bremen in der Schlussphase noch einen Punkt.
Niko Kovač nahm im Vergleich zum 1:0 in Stuttgart vor der Länderspielpause zwei Änderungen in seiner Startelf vor: Joey Veerman musste auf die Bank, für ihn und Julian Ryerson begannen Jobe Bellingham und Marcel Sabitzer, der damit erstmals in dieser Bundesliga-Saison von Beginn an spielte.
Daniel Thioune schickte beim SV Werder Bremen bereits zum vierten Mal in Folge dieselbe Startelf aufs Feld.
Zähe erste Hälfte ohne Tore
Die Partie begann zunächst ohne klare Höhepunkte, Bremen verteidigte tief und überließ Borussia Dortmund den Ball. Die bis dahin größte Chance der ersten Halbzeit hatte Ludovit Reis in der 37. Minute, der sich mit einer Einzelaktion durchsetzte und das Spielgerät nur knapp am linken Pfosten vorbeisetzte.
Kurz darauf scheiterte Sabitzer mit einem Freistoß nur hauchdünn (39.). Die Offensivreihen waren aufgewacht und Maximilian Beier wurde in der 43. Minute von Werder-Keeper Karl Hein mit einer starken Fußabwehr gestoppt. Mit 0:0 ging es in die Kabinen.
Dortmund führt doppelt, Bremen schlägt zurück
Auch nach der Pause blieb Hein lange der Garant für die Bremer Hoffnungen und parierte mehrfach stark gegen Ethan Nwaneri. In der 80. Minute war es dann aber doch Daniel Svensson, der nach Vorarbeit von Fabio Silva und Serhou Guirassy aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob. Fünf Minuten später erhöhte Nico Schlotterbeck per Kopf nach einer Ecke von Veerman auf 2:0 (85.).
Doch Bremen gab nicht auf: Reis verkürzte in der 88. Minute nach einem Dortmunder Ballverlust im Aufbauspiel. In der Nachspielzeit traf Niclas Füllkrug per Kopfball nach einem Freistoß von Marco Grüll zum 2:2 (90.+2) gegen seinen Ex-Verein.

Man of the Match: Karl Hein
Karl Hein hielt Bremen über weite Strecken im Spiel. Nach den Statistiken parierte Hein sieben Bälle, einen mehr als von den Statistikern bei den gefährlichen Abschlüssen erwartet. Unter anderem rettete er in der 43., 49. und 61. Minute jeweils stark gegen Dortmunder Chancen. Von den Fans wurde Hein im Anschluss mit 42 Prozent der Stimmen zum Spieler des Spiels gewählt.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Borussia Dortmund 2,47 - SV Werder Bremen 1,07
Schnellster Spieler: Joane Gadou (BVB), 36,55 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 2:1 von Ludovit Reis (SVW), 3 Prozent
Most Pressed Player: Felix Nmecha (BVB), 14 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Felix Nmecha (BVB), 5,49
Fantasy Heroes: Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund, 342 Punkte), Ludovit Reis (SV Werder Bremen, 215 Punkte), Waldemar Anton (Borussia Dortmund, 216 Punkte)

