Anzeige
Füllkrug und Co. feiern 2022 den Comeback-Sieg in Dortmund.
Füllkrug und Co. feiern 2022 den Comeback-Sieg in Dortmund. - © IMAGO/Maik Hölter/TEAM2sportphoto
Füllkrug und Co. feiern 2022 den Comeback-Sieg in Dortmund. - © IMAGO/Maik Hölter/TEAM2sportphoto
bundesliga

BVB - Werder: Sechs Minuten für die Ewigkeit

89. Minute – und dann kam alles anders. Im August 2022 drehte der SV Werder Bremen ein scheinbar entschiedenes Spiel bei Borussia Dortmund. Vier Jahre später treffen beide erneut in Dortmund aufeinander – mit einem Rückkehrer und der Chance auf den nächsten Werder-Wahnsinn?

2:0 führte Borussia Dortmund dank Treffern von Julian Brandt und Raphaël Guerreiro, dann kamen sechs Minuten für die Ewigkeit: Lee Buchanan, Niklas Schmidt und Oliver Burke drehten am 3. Spieltag im August 2022 ein unglaubliches Spiel im Signal Iduna Park noch in ein 3:2 für den SV Werder Bremen. Zum ersten Mal in der Bundesliga-Geschichte gewann ein Team, das bis zur 89. Minute mit zwei Toren zurücklag, noch ein Spiel.

Damals war Bremen gerade erst wieder aufgestiegen, hatte in den ersten beiden Spielen zwei Remis geholt. Dortmund war amtierender Vizemeister und mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Vier Jahre später ist einiges anders – und doch vieles gleich.

Was ist geblieben?

Heute ist Werder längst wieder in der Bundesliga etabliert, kommt allerdings aus einer schwierigen Saison mit Platz 15. Aktuell ist der SVW jedoch stark unterwegs: Sieben Punkte nach vier Spieltagen sind die beste Ausbeute seit dem Wiederaufstieg 2022. Und eine Sache hat die Mannschaft offenbar nicht verlernt: Comebacks.

Denn auch im letzten Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg drehte Bremen einen 0:2-Rückstand noch in ein 3:2 – diesmal ließ sich die Thioune-Elf dafür allerdings etwas mehr Zeit. Ein neuer Beleg für eine alte Werder-Tugend?

Der BVB wiederum ging erneut als Vizemeister in die Saison und ist mit vier Siegen aus vier Spielen perfekt gestartet, legte erstmals seit elf Jahren wieder einen solchen Auftakt hin und grüßt zudem erstmals seit Mai 2023 von der Tabellenspitze.

Wieder Werder. Wieder Füllkrug. Wieder Dortmund.

2022 trafen zwei Mannschaften aufeinander, die heute etwas anders aussehen. Beim 3:2 standen bei Dortmund unter anderem Mats Hummels, Jamie Bynoe-Gittens, Raphaël Guerreiro, Jude Bellingham, Marco Reus, Julian Brandt und Anthony Modeste auf dem Platz. Immerhin Nico Schlotterbeck, Gregor Kobel und der Name Bellingham sind geblieben.

Für Bremen liefen unter anderem Jiří Pavlenka, Leonardo Bittencourt und Marvin Ducksch auf. 2026 ist davon erstaunlich viel übrig: Marco Friedl, Amos Pieper, Mitchell Weiser, Niklas Stark, Jens Stage sind noch da. Weiser legte vor vier Jahren das Burke-Siegtor auf, gegen den FCA erzielte er nun selbst den goldenen Treffer. Und dann ist da natürlich noch Niclas Füllkrug., der inzwischen wieder für die Grün-Weißen spielt.

Zumal er aktuell direkt wieder eine entscheidende Rolle spielt: Füllkrug hat nach seiner Rückkehr in vier der ersten fünf Pflichtspiele für Werder und in den letzten drei Bundesliga-Spielen jeweils getroffen. In Dortmund könnte er nun erstmals in vier Bundesliga-Partien in Folge treffen.

Der BVB hat sich seit jenem Abend verändert. Werder auch. Aber wenn es an diesem Oktoberabend am Freitag in Dortmund wieder ungemütlich wird, dürfte sich in Bremen mehr als einer an diese verrückten sechs Minuten im Sommer 2022 erinnern.

Weitere Videos