Köln - Neun Bundesliga-Tore, außergewöhnliche Pässe und Ideen, eine großartige Technik und Übersicht: Henrikh Mkhitaryan hat das Spiel von Borussia Dortmund unberechenbarer gemacht und die Qualität beim BVB zweifellos erhöht. Das Problem: Es sind die Zahlen und Attribute aus der Vorsaison - in der abgelaufenen Hinrunde ist der Armenier dieser Form viel und vergeblich hinterher gerannt.

Kein einziger Treffer gelang dem 25-Jährigen bei seinen 34 Torschüssen, selbst größte Großchancen ließ Mkhitaryan aus. Eine Kopfsache nennt es der Mittelfeldspieler, "ich brauche einfach ein Erfolgserlebnis, um wieder mehr Treffer zu erzielen."

"Es macht mich traurig, ihn so zu sehen“

Es ist augenscheinlich, dass der tiefe Fall des BVB auch mit der Formkrise seiner Nr. 10 zusammenhängt. Wobei es letztlich egal ist, ob der BVB auch wegen Mkhitaryan abwärts geschlittert ist. Oder ob die sich häufenden Misserfolge des Teams auch den feinen Techniker mit in den Sog nach unten gezogen haben. Derzeit litten alle unter der Krise, Spieler und Trainer: "Es macht mich traurig, ihn so zu sehen“, sagt Mkhitaryan über die Leiden des Jürgen Klopp.

2015 will Mkhitaryan wieder angreifen. Den Muskelbündelriss, den er sich am 15. Spieltag in Berlin zugezogen hat, wird er in der Winterpause auskurieren. Sein Selbstvertrauen wird die Wahl zu Armeniens Fußballer des Jahres stärken, die Mkhitaryan jüngst zum fünften Mal gewonnen hat: "Ich hoffe nun, dass 2015 ganz anders laufen wird.“