
Der Senegal hat nach Kantersieg weiter Hoffnung
Der Senegal hat den Irak im abschließenden Gruppenspiel der WM 2026 mit 5:0 (1:0) bezwungen. Habib Diarra (4.), Ismaila Sarr (56.), Pape Gueye (59., 71.) und Iliman Ndiaye (82.) trafen für die Senegalesen. Rebin Gharreb sah in der 13. Minute die Rote Karte.
Am dritten und letzten Spieltag der Gruppe I der FIFA Weltmeisterschaft 2026 empfing Senegal den Irak im Toronto Stadium. Beide Mannschaften waren ohne Punkt in das Spiel gegangen und benötigten dringend einen Sieg, um noch als einer der besten Gruppendritter in die K.o.-Runde einzuziehen.
Für den Senegal war dabei auch die Tordifferenz von Bedeutung, da sie mit -3 ins Spiel gingen, während der Irak bei -6 stand. Irak-Coach Graham Arnold musste auf seinen einzigen bisherigen Torschützen des Turniers verzichten, da Aymen Hussein angeschlagen fehlte und durch Ali Al-Hamadi ersetzt wurde.
Frühe Führung und Rote Karte
Der Senegal startete druckvoll in die Partie. Bereits in der dritten Minute zwang Idrissa Gueye den irakischen Keeper zu einer Parade. Kurz darauf fiel die Führung: Lamine Camara brachte eine Ecke von der rechten Seite herein, Abdoulaye Seck verlängerte, und Habib Diarra köpfte den Ball aus kurzer Distanz ins Netz zum 1:0 (4.).
Die Partie nahm in der 13. Minute eine entscheidende Wendung: Rebin Gharreb hielt Sadio Mané als letzter Mann am Trikot. Schiedsrichter Anthony Taylor zeigte zunächst Gelb, revidierte seine Entscheidung nach VAR-Überprüfung jedoch und gab Rot für eine Notbremse. Irak musste fortan in Unterzahl agieren.
Sarr und Gueye drehen auf
Zur zweiten Halbzeit blieb Irak-Torwart Ahmed Basil in der Kabine; für ihn kam Jalal Hassan zwischen die Pfosten. Senegal erhöhte den Druck und wurde in der 56. Minute belohnt: Camara gewann den Ball an der Strafraumkante, drang links in den Strafraum ein und legte von der Grundlinie quer, wo Ismaila Sarr aus kurzer Distanz zum 2:0 einschob.
Kurz darauf, in der 57. Minute, wechselte Trainer Pape Thiaw gleich dreifach: Nicolas Jackson kam für Camara, Iliman Ndiaye für Ibrahim Mbaye und Pape Gueye für Diarra. Der frisch eingewechselte Gueye schlug sofort zu: In der 59. Minute hämmerte er den Ball aus rund 22 Metern halbrechts vor dem Strafraum nach einer Vorlage von Sarr links oben in den Winkel – 3:0.
Gueyes Doppelpack und Ndiayes Traumtor
Senegal spielte nun befreit auf und ließ den Ball laufen. In der 71. Minute legte Ndiaye mustergültig ab, und Gueye vollendete mit einem wuchtigen Schuss von der Strafraumkante zum 4:0. Mané traf in der 75. Minute nur den Pfosten.
Den Schlusspunkt setzte Ndiaye in der 82. Minute: Er zog aus über 20 Metern halbrechts vor dem Kasten ab und traf ins kurze Eck zum 5:0-Endstand. Auch in der Nachspielzeit drängten die Senegalesen weiter, konnten das Ergebnis aber nicht mehr ausbauen.
