Bayer 04 Leverkusen zieht durch ein 1:0 gegen die Glasgow Rangers ins Viertelfinale der Europa League ein - © Martin Meissner/Pool via Getty Images
Bayer 04 Leverkusen zieht durch ein 1:0 gegen die Glasgow Rangers ins Viertelfinale der Europa League ein - © Martin Meissner/Pool via Getty Images
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Vorfreude auf Inter Mailand: Bayer 04 Leverkusen ist heiß aufs Halbfinale

Souverän ist Bayer 04 Leverkusen in das Viertelfinale der Europa League eingezogen: Gegen die Glasgow Rangers reichte der Werkself ein 1:0-Erfolg, um nach dem 2:1 im Hinspiel das Ticket für die Runde der letzten Acht zu buchen. Dort wartet auf die Rheinländer nun ein ebenso schwerer wie attraktiver Brocken: Inter Mailand wird im Finalturnier, das komplett in Nordrhein-Westfalen ausgetragen wird, der Gegner sein – am Montag steht in Düsseldorf das Duell mit dem italienischen Renommierclub auf dem Programm.

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Etwas mehr als einen Monat nach dem verlorenen Pokalfinale gegen den FC Bayern München (2:4) zeigte Bayer 04 Leverkusen gegen den schottischen Traditionsvereine keine Blöße: Moussa Diaby (51.) machte zu Beginn der zweiten Halbzeit nach feinem Zuspiel von Charles Aranguiz den Viertelfinaleinzug für die Werkself perfekt. Zuvor hatte Bayer-Star Kai Havertz die Führung gleich doppelt verpasst: Zunächst traf der Nationalspieler nur die Latte (16.), danach vergab er freistehend.

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"Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis und damit, dass wir im Viertelfinale sind. Es war ein sehr souveräner Sieg", zeigte sich Leverkusens Coach Peter Bosz einverstanden mit der Leistung seiner Schützlinge, die nach über 30 Tagen Pause noch nicht am Optimum angekommen sein konnten. "Das eine oder andere hätten wir besser machen können. Ich habe aber gesehen, dass wir sehr fokussiert waren, obwohl es sehr heiß war", befand der Niederländer. Auch Lars Bender war nach dem 1:0 gegen die Rangers zufrieden: "Das Schwierige ist, dass man nicht weiß, wo man steht. Es war nicht alles überragend, aber schon viele gute Ansätze dabei. Es war ein an sich souveräner Auftritt. Wir hatten die Möglichkeiten, mehr Tore zu machen. In den nächsten Spielen sollten wir die Chancen besser nutzen."

Zunächst einmal steht allerdings nur eine Partie auf dem Programm: Im Viertelfinale, das nicht wie üblich mit Hin- und Rückspiel, sondern in einer K.o.-Begegnung ausgetragen wird, wartet am Montagabend in Düsseldorf Inter Mailand auf die "Werkself". Ein ebenso schwerer wie attraktiver Brocken für die Bosz-Elf, die allerdings in der benachbarten NRW-Landeshauptstadt auf Mittelfeld-Antreiber Aranguiz verzichten muss. Der Chilene, der gegen die Rangers nicht nur wegen seiner Torvorlage überzeugte, sah im Rückspiel gegen die Schotten die dritte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb und muss daher gegen Inter zuschauen. Gegen das Mailänder Starensemble um Christian Eriksen und Romelu Lukaku ein herber Verlust für die Leverkusener.

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Die Ambitionen bei Bayer 04 sind dennoch klar abgesteckt – nach dem Achtelfinal-Aus des VfL Wolfsburg (gegen Schachtjor Donezk) und von Eintracht Frankfurt (gegen den FC Basel) sind die Rheinländer das letzte verbliebene Bundesliga-Team in der Europa League. Den großen Wurf trauen sich die Leverkusener durchaus zu, wie Lars Bender offenbarte: "Jetzt gilt es in den Flow zu kommen, um etwas Großes zu erreichen. Davon brauchen wir jetzt aber noch nicht sprechen. Es gilt erst einmal, das nächste Spiel zu gewinnen", so der Leverkusener Routinier, der allerdings direkt hinzufügte: "Es ist ein Spiel, das ist sowohl der Vor- als auch der Nachteil. Wir wissen, dass es ein schwerer Gegner ist. Es sind K.-o.-Spiele - hopp oder top. Das macht es aber auch aus!"