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Soll und will Bayer 04 wieder in Richtung Champions League führen: Carles Martínez
Soll und will Bayer 04 wieder in Richtung Champions League führen: Carles Martínez - © Pau Barrena
Soll und will Bayer 04 wieder in Richtung Champions League führen: Carles Martínez - © Pau Barrena
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Leverkusens Neustart auf Spanisch

Carles Martínez trat zu Saisonbeginn im Rheinland die Nachfolge von Kasper Hjulmand an. Der Spanier soll die Werkself zurück zu alter Stärke führen, nach einer Pleite zum Saisonauftakt gegen Aufsteiger Elversberg gab es zuletzt einen überzeugenden 4:0-Heimsieg gegen Union Berlin. Jetzt wartet auf den Fußballlehrer am Samstag das Duell gegen den amtierenden Spitzenreiter FC Augsburg.

Zum Saisonauftakt schaute man bei Bayer 04 Leverkusen ein bisschen bedröppelt drein: Eine 2:3-Niederlage gegen Aufsteiger Elversberg weckte böse Erinnerungen an den Saisonstart von vor einem Jahr, der letztlich in der Entlassung vom damaligen Trainer Erik ten Hag mündete.

Gegen Union Berlin folgte dann aber ein überzeugender sowie dominanter 4:0-Heimsieg. Er bot den fitter gewordenen Jarell Quansah von Beginn an hinten rechts auf und wechselte Andrich in Minute 70 für Ezequiel Fernández ein. Anschließend war der Trainer voll des Lobes für den Deutschen: "Ich habe mit ihm gesprochen. Er hat gespielt, weil er es verdient hat, weil er gut trainiert hat. Die Sache ist die, dass er 20 Minuten gespielt hat. Ich bin zufrieden mit ihm. Sicher wird er an einem anderen Tag auch in der Startelf stehen." 

Es wartet die Mannschaft der Stunde

"Ich will das Beste für diesen Verein und wir werden unser Bestes geben, um unser Ziel zu erreichen", sagte der Spanier nach dem Sieg gegen die Eisernen. Worte, die sicherlich auch Landsmann Fernando Carro erfreuen. Der CEO war es schließlich, der gemeinsam mit Rolfes nach einer unbefriedigenden vergangenen Saison die Entscheidung für einen kompletten Neuanfang traf und zugunsten von Martínez entschied.

Mit dem FC Augsburg wartet nun so etwas wie die Mannschaft der Stunde auf die Leverkusener. Die Fuggerstädter sind aktueller Tabellenführer und überzeugten an den ersten beiden Spieltagen auf ganzer Linie. Für die Werkself wird die Partie gegen den FCA ein richtiger Gradmesser, der Ausgang dieser Begegnung könnte für die weiteren Wochen und den restlichen Saisonverlauf durchaus entscheidend sein.

Die Ambitionen im Rheinland sind hoch, noch immer sind die Erinnerungen an die Double-Saison unter Martínez' Landsmann Xabi Alonso allgegenwärtig. Das Erreichen der Königsklasse in dieser Spielzeit ist für den Spanier das klare Ziel.

Spanischsprachige Connection

Nach dem ersten Saisonsieg geht es für Martínez und seine Mannen nun darum, die Qualität der Mannschaft konstant Woche für Woche und Spiel für Spiel abzurufen. Der Kader ist gut aufgestellt, mit Neuzugang und Rückkehrer Moussa Diaby hat Bayer 04 zudem nochmal ein Ausrufezeichen auf dem Transfermarkt gesetzt. Der Franzose stand bereits von 2019 bis 2023 bei der Werkself unter Vertrag und feierte gegen die Köpenicker sein Comeback in Minute 67.

Neben Diaby haben die Leverkusener durch die Bank weg hohe Qualität in ihren Reihen, insbesondere Youngster Ibrahim Maza sowie Neuzugang Afonso Moreira stehen für erfrischenden und unbekümmerten Fußball. Mit Aleix García, Edmond Tapsoba und Mark Flekken ist außerdem viel Erfahrung vorhanden, insbesondere was die Defensive und den Spieaufbau betrifft.

Hinzu kommt zudem mit Neuzugang Facundo Medina ein Abwehrspieler, der erst kürzlich bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada im Sommer an der Seite des achtfachen Weltfußballers Lionel Messi für Furore sorgte, mit der argentinischen Nationalmannschaft bis ins WM-Finale vorstieß und jüngst gegen Union Berlin sein erstes Bundesliga-Tor erzielte. Sein Landsmann Fernández ist ebenfalls ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, auch er traf gegen die Hauptstädter.

In Leverkusen spricht man Spanisch

Die beiden Treffer der beiden Argentinier fielen übrigens jeweils nach Vorarbeit eines weiteren Neuzugangs: Miguel Gutierrez. Der Linksverteidiger ist Spanier, kommuniziert also mit Medina, Fernández, García und Trainer Martínez perfekt in der Landessprache. Diese spanische Connection macht sich nach und nach auch auf dem Rasen in Form von guten Leistungen, Vorlagen und Toren bemerkbar. 

Im Prinzip sind im Rheinland alle Bausteine für eine erfolgreiche Saison vorhanden, jetzt liegt es an Martínez, daraus das richtige Rezept herzustellen. Die Zutaten stimmen, die Küche ist angerichtet – nun muss der neue Chefkoch beweisen, dass er daraus auch ein Gericht zaubern kann, das in der Bundesliga wieder für Furore sorgt.

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