Die Ausgangslage ist unterschiedlich, aber die Hoffnung überall dieselbe: der Klassenerhalt - DFL Deutsche Fußball Liga
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Das spricht im Keller für Nürnberg, Hannover, Stuttgart, Augsburg und Schalke

Köln - Es sieht derzeit nicht gut aus für den 1. FC Nürnberg und Hannover 96. Der Club wartet mittlerweile seit 20 Bundesliga-Spielen auf einen Sieg und Hannover kommt nach der neuerlichen Niederlage gegen Augsburg auch nicht von der Stelle. Dennoch ist es noch viel zu früh, um die Hoffnung aufzugeben. Dasselbe gilt natürlich umso mehr für Schalke 04, Stuttgart und den FC Augsburg. Wir verraten euch, welche Fakten den Kellerkindern im Schlussspurt Mut machen.

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FC Augsburg (Platz 14, 25 Punkte)

Der FC Augsburg ist im Abstiegskampf das Team der Stunde. Die Augsburger legten nach dem 2:1-Überraschungserfolg gegen Borussia Dortmund und dem Achtungserfolg in Leipzig (0:0) nach und gewannen auch das Abstiegsduell gegen Hannover 96 nach zwischenzeitlichem Rückstand mit 3:1.

Zuletzt blieben die Fuggerstädter also drei Mal in Folge ungeschlagen, länger gelang das in der laufenden Saison noch nicht. Und am 27. Spieltag geht es zum Tabellenletzten nach Nürnberg. Durch den Sieg gegen Hannover zogen die Augsburger auch an Schalke vorbei und belegen nun erstmals seit dem 16. Spieltag (also erstmals 2019) nicht mehr den 15. Tabellenplatz. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt fünf Punkte – größer war er zuletzt nach dem 10. Spieltag (7 Punkte). Zuletzt konnte dabei auch der bisherige Schwachpunkt ausgemerzt werden. Der FCA hat bereits 47 Gegentore kassiert, in den jüngsten drei Spielen waren es aber nur zwei.

Das Restprogramm: Nürnberg (A), Hoffenheim (H), Frankfurt (A), Stuttgart (H), Leverkusen (H), Schalke (A), Hertha (H), Wolfsburg (A)

FC Schalke 04 (Platz 15, 23 Punkte)

Schalke hat nach 26 Spieltagen nur 23 Punkte auf dem Konto; für S04 bedeutet dies die schlechteste Ausbeute seit der Abstiegssaison 1982/83. Die Königsblauen blieben beim 0:1 gegen RB Leipzig im achten Bundesliga-Spiel in Folge sieglos (zwei Remis, sechs Niederlagen); das ist die längste Negativserie seit 19 Jahren. Damals waren es unter Huub Stevens sogar neun sieglose Spiele in Folge.

Gegen Leipzig zeigten die Knappen eine ansprechende Leistung, hatten genau soviele Chancen wie RB, konnten diese jedoch nicht nutzen. Der FC Schalke 04 hat allerdings noch alles in der eigenen Hand. Für die Königsblauen stehen noch alle Duelle mit der direkten Konkurenz auf dem Programm: Nach Hannover geht es nach der Länderspielpause (27. Spieltag), nach Nürnberg muss man am 29. Spieltag, am 32. Spieltag empfangen die Schalker Augsburg und am 34. Spieltag den VfB Stuttgart.

Das Restprogramm: Hannover (A), Frankfurt (H), Nürnberg (A), Hoffenheim (H), Dortmund (A), Augsburg (H), Leverkusen (A), Stuttgart (H)

Guido Burgstaller vergibt einer der vielen Chancen gegen Leipzig - imago images / Nordphoto

VfB Stuttgart (Platz 16, 20 Punkte)

Der VfB Stuttgart erkämpfte sich gegen die TSG 1899 Hoffenheim zuletzt einen 1:1-Achtungserfolg. Erstmals in dieser Bundesliga-Saison punkteten die Stuttgarter damit gegen einen Europapokal-Teilnehmer. Zudem wurde der Rückstand auf Schalke 04 auf drei Punkte verkürzt. Das rettende Ufer ist also deutlich näher (3 Punkte) als die direkten Abstiegsplätze (6 Punkte). Am 28. Spieltag können die Schwaben im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg nach ganz unten für klare Verhältnisse sorgen.

Mit Ozan Kabak und Steven Zuber hat der VfB Stuttgart zwei starke Wintertransfers getätigt und das zweite Jahr in Folge bewiesen, dass man auch im Winter echte Volltreffer landen kann. Vergangenes Jahr wurde Mario Gomez geholt, der die akut abstiegsgefährdeten Stuttgarter fast noch nach Europa schoss, zuletzt waren Kabak (Doppelpack) und Zuber (Doppelpack + Torvorlage) die Matchwinner gegen Hannover 96, Zuber sicherte zudem das 1:1 gegen die TSG.

>>> Ozan Kabak marschiert voran

Das Restprogramm: Hoffenheim (H), Frankfurt (A), Nürnberg (H), Leverkusen (H), Augsburg (A), Mönchengladbach (H), Hertha (A), Wolfsburg (H), Schalke (A)

Immerhin einen Punkt holt der VfB dank Steven Zuber gegen Hoffenheim - imago images / Jan Huebner

Hannover 96 (Platz 17, 14 Punkte)

Hannover 96 hat nach 26 Spieltagen mit nur drei Siegen und lediglich 14 Punkten die schwächste Bilanz seiner Bundesliga-Geschichte und sind sogar der schlechteste Tabellen-Siebzehnte der gesamten Bundesliga-Historie. Die 96er verloren seit dem Trainerwechsel sechs von sieben Partien (darunter die jüngsten fünf). Beim FC Augsburg lagen die Hannoveraner lang 1:0 in Führung, mussten sich schließlich aber doch noch 1:3 geschlagen geben.

Die verletzungsgeplagten Hannoveraner könnten im Saisonendspurt nochmal neue Kohlen ins Feuer werfen, nämlich dann, wenn ihr Topscorer Ihlas Bebou (zehn Saisoneinsätze, dabei sechs Torbeteiligungen) auf den Platz zurückkehrt. Am 27. Spieltag könnte H96 mit einem Sieg im direkten Duell gegen Schalke den Rückstand nach oben verkürzen. Es ist allerdings das letzte Spiel gegen einen der direkten Kontrahenten.

Das Restprogramm: Schalke (H), Wolfsburg (A), Mönchengladbach (H), Hertha (A), Mainz (H), München (A), Freiburg (H), Düsseldorf (A)

Kurz herrschte Hoffnung bei H96 nach dem 1:0 von Hendrik Weydandt gegen Augsburg - imago images / kolbert-press

1. FC Nürnberg (Platz 18, 13 Punkte)

Der 1. FC Nürnberg blieb in Frankfurt im 20. Bundesliga-Spiel in Folge sieglos (fünf Remis, 15 Niederlagen) und baute den Negativ-Vereinsrekord aus. Eine solche Negativserie legte in der Bundesliga zuletzt der 1. FC Kaiserslautern hin (2011/12).

Obwohl noch nie ein Team mit einer so schlechten Punkteausbeute nach 26 Spieltagen die Klasse hielt, gibt es Hoffnung für Nürnberg. Denn die unmittelbaren Konkurrenten Stuttgart und Hannover machen es eben auch nicht viel besser und so beträgt Nürnbergs Rückstand weiterhin nur sieben Punkte. Ein solcher Rückstand wurde in der Geschichte der Bundesliga nach 26 Spieltagen in der Vergangenheit bereits aufgeholt. 1976/77 holte der FC Saarbrücken an den letzten acht Spieltagen umgerechnet sieben Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz auf. Für den Club stehen jetzt die Wochen der Wahrheit an: immerhin geht es nacheinander gegen Augsburg, Stuttgart und Schalke.

Das Restprogramm: Augsburg (H), Stuttgart (A), Schalke (H), Leverkusen (A), München (H), Wolfsburg (A), Mönchengladbach (H), Freiburg (A)

Das ist er drin - auch gegen Frankfurt verliert der Club - imago images / Zink