Köln - Ein deutlicher Klassiker, ein turbulentes Rheinderby und sensationelle Freiburger. Darüber spricht die Bundesliga nach dem 28. Spieltag.

1) Klare Verhältnisse im Klassiker

Dieses Spiel hatten sich viele Fans knapper vorgestellt, doch der FC Bayern München ließ im Klassiker gegen Borussia Dortmund nichts anbrennen. Beim 4:1-Sieg zeigte der deutsche Rekordmeister eindrucksvoll, warum er die Tabelle mit ordentlichem Abstand anführt. Für den ersatzgeschwächten BVB gab es dieses Mal nichts zu holen.

Entscheidenden Anteil am FCB-Sieg hatte der Auftritt der erfahrenen Flügelzange. Sowohl der 33-jährige Arjen Robben als auch Franck Ribery, der am Freitag seinen 34. Geburtstag gefeiert hatte, zeigten überragende Leistungen und erzielten jeweils einen Treffer. Zum alten Eisen gehören die beiden Superstars noch lange nicht.

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2) Lewandowski wieder auf eins

Das Rennen um die Torjägerkanone wird wohl bis zum letzten Spieltag spannend bleiben, denn keiner der besten Angreifer der Bundesliga steckt auf. Am 28. Spieltag hat Münchens Robert Lewandowski im direkten Duell mit Pierre-Emerick Aubameyang ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und einen Doppelpack erzielt. Der Dortmunder blieb hingegen torlos und musste die Führung in der Torjägerliste abgegeben. Lewandowski steht nun mit 26 Treffern auf Platz eins, Aubameyang folgt mit 25 Toren auf dem zweiten Platz.

Doch auch Kölns Anthony Modeste hält den Anschluss. Sein Treffer im Derby verhalf dem FC zwar nicht zu Punkten, aber es war sein 23. in dieser Saison, auch für den Franzosen ist die Spitze daher noch in Sicht.

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3) Turbulenter Derbysieg

Wo wir schon beim Derby sind: Ganz schön spannend war es, dieses Duell des 1. FC Köln mit Borussia Mönchengladbach. Drei Mal ging die Fohlenelf in Führung, zwei Mal meldete sich Köln zurück und glich das Spiel wieder aus. Auf den Treffer von Lars Stindl in der 81. Minute fanden die Gastgeber schließlich keine Antwort mehr.

Gladbachs Kapitän Stindl freut sich über einen erfolgreichen Abschluss der Englischen Woche: "Wir haben gegen drei Mannschaften gespielt, die über uns standen, und sieben Punkte geholt. Wir sind wieder in Schlagdistanz. Wenn wir so wie in dieser Woche auch in den nächsten Wochen spielen, dann werden wir noch erfolgreich sein."

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4) Sensationelle Freiburger

Über den starken Aufsteiger RB Leipzig wurde oft gesprochen, doch was der zweite Bundesliga-Aufsteiger dieser Saison leistet, ist vielleicht sogar noch ein Stück beeindruckender. Der SC Freiburg steht nach dem 28. Spieltag auf Tabellenplatz sechs. Sensationell, angesichts der geringen finanziellen Mittel, mit denen der Club aus dem Breisgau arbeitet.

Sensationell ist auch Nils Petersen. Der Stürmer erzielte beim 1:0-Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 das 18. Jokertor seiner Karriere. Er ist nun gleichauf mit Alexander Zickler ewiger Rekordhalter. Die Tordifferenz der Freiburger beträgt übrigens trotz dieses Treffers -11. In der Bundesliga-Geschichte stand noch keine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt mit einem so schlechten Torverhältnis auf dem sechsten Platz. Eine historische Leistung der Elf von Christian Streich.

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5) Ingolstadt macht's spannend

Der Abstiegskampf ist seit Sonntag heißer denn je. Der FC Ingolstadt hat es geschafft, innerhalb einer Englischen Woche aus zehn Punkten Rückstand auf das rettende Ufer einen einzigen zu machen. Der 3:2-Sieg gegen den SV Darmstadt 98 am Sonntag war der dritte FCI-Sieg in Folge. Zuvor hatten die Schanzer bereits die anderen direkten Konkurrenten Mainz und Augsburg besiegt.

Und damit nicht genug. Am kommenden Wochenende geht es für Ingolstadt zum VfL Wolfsburg. Sollte die Mannschaft von Maik Walpurgis auch dort siegen, sind die Schanzer auf jeden Fall runter vom direkten Abstiegsplatz 17. Noch ist alles drin am unteren Ende der Tabelle, spannender geht es nicht.

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