Zusammenfassung

  • Bundesliga-Debütant Florian Müller überragt im Mainzer Tor.

  • Frankfurt untermauert die Europa-Ambition.

  • Marco Reus erzielt einen besonderen Treffer.

Köln - Der 1. FSV Mainz 05 setzt im Kampf um den Klassenerhalt auf Torwart-Talent Florian Müller - der hält nicht nur einen Elfmeter, sondern auch die Null. Eintracht Frankfurt siegt erneut zu Hause und bleibt Tabellenvierter. Marco Reus trifft schon wieder für Borussia Dortmund - und war jetzt gegen jeden aktuellen Bundesliga-Club erfolgreich. Claudio Pizarro erreicht beim 1. FC Köln Besonderes. Der SV Werder Bremen meldet sich dank Aron Johannsson nach Rückstand stark zurück. Darüber spricht die Bundesliga nach dem 25. Spieltag.

1) Florian Müller: Held aus dritter Reihe

Es gibt sicherlich angenehmere Spiele für den ersten Bundesliga-Einsatz: Weil mit Rene Adler und Robin Zentner gleich zwei Mainzer Torhüter ausfielen, hat Florian Müller seinen Einstand gegeben - ausgerechnet im wichtigen Duell mit dem HSV; vor dem Spieltag hatten die 05er sieben Punkte Vorsprung auf Tabellennachbar Hamburg auf Platz 17. Dass es jetzt immer noch sieben Zähler sind, verdanken die Rheinhessen ihrem Debütanten.

Müller zeigte keinerlei Nervosität, rettete bereits in der Anfangsphase überragend gegen Sven Schipplock. Auch im Anschluss brachte der jüngste in dieser Saison eingesetzte Bundesliga-Schlussmann die Rothosen reihenweise zur Verzweiflung. Als der Dino in der 61. Minute einen Elfmeter zugesprochen bekam, schrumpfte die Hoffnung der dezimierten Mainzer auf einen Punktgewinn. Der 20-Jährige aber meisterte auch diese Herausforderung und hielt das enorm wichtige 0:0 fest.

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>>> Mann des 25. Spieltags: Florian Müller

Florian Müller pariert den Elfer und avanviert zum Mann des Spieltags © imago / Metelmann

2) Heimmacht Eintracht auf dem Weg nach Europa

Gegen Hannover hat Frankfurt sicher kein Fußballfest gefeiert. Vielleicht zeigt aber auch das, dass sich die Hessen mehr und mehr zu einer Spitzenmannschaft entwickeln. Denn was am Ende zählt, das ist bekanntermaßen das Ergebnis. Und das stimmte wieder einmal: Durch das hart erkämpfte 1:0 baute das Team von Trainer Niko Kovac den Abstand zu Rang sieben auf sieben Punkte aus. Als Vierter darf die SGE berechtigterweise von der nächstjährigen Teilnahme am europäischen Wettbewerb träumen, sogar an der Champions League.

Das liegt vor allem daran, dass die Eintracht 2018 bislang richtig Gas gibt: Mit 16 Zählern liegen die Frankfurter in der Rückrundentabelle auf dem zweiten Rang. Die Grundlage für die gute Bilanz ist die Festung Commerzbank-Arena: Der Erfolg gegen 96 durch einen Treffer von Danny da Costa war bereits der vierte Bundesliga-Heimsieg in Folge.

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>>> Danny da Costa kämpft sich zurück

Danny da Costa und Co. feiern das 1:0 © imago / Eibner

3) Reus trifft gegen alle

Der BVB hat Leipzig durch das 1:1 im Top-Spiel auf Drei-Punkte-Distanz gehalten. Die Borussen zeigten dabei nicht nur eine engagierte Leistung, der Mann der letzten Wochen erzielte auch ein ganz besonderes Tor: Marco Reus besorgte den Ausgleich und netzte damit nun gegen jeden aktuellen Bundesliga-Club ein; vor ihm war das nur Robert Lewandowski und Mario Gomez gelungen.

Der Leistungsträger der Dortmunder traf in der dritten Partie in Folge, unterstrich seine tolle Form seit der Rückkehr nach schwerer Verletzung und langer Pause. Eine solche Serie war ihm zuletzt im Herbst 2015 geglückt. Gegen RBL gab Reus die Hälfte der vier Torschüsse der Schwarz-Gelben ab und zog so viele Sprints an wie kein anderer Akteur in seinen Farben (37).

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>>> Leipzig und Dortmund trennen sich remis

Marco Reus trägt sich in die Geschichtsbücher ein © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA

4) Pizarro schreibt Historie

Köln ist gegen Stuttgart zwar nicht als Sieger vom Platz gegangen, einer der größten Bundesliga-Torjäger aller Zeiten schaffte aber etwas bemerkenswertes: Claudio Pizarro markierte beim 2:3 den Treffer zum 1:0, knipste damit im 20. Kalenderjahr in Folge. Mit 39 Jahren ist der Peruaner jetzt der viertälteste Torschütze der Bundesliga-Geschichte.

Insgesamt war der Treffer sein 192. in der Bundesliga. Die meisten schoss der Routinier in seiner 2. Spielzeit für Bremen, als das Netz seinetwegen 19 Mal zappelte. In zwölf Saisons kam der Stürmer auf eine zweistellige Ausbeute.

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>>> 3:2 - Stuttgart dreht das Spiel gegen Köln

Claudio Pizarro tut, was er am besten kann - er trifft © imago / mika

5) Bremer Auferstehung dank Johannsson

Rund eine Stunde nach dem Abpfiff war der Gästeblock im BORUSSIA-PARK immer noch ordentlich gefüllt und die Werder-Anhänger feierten das 2:2 in Mönchengladbach wie einen Sieg. Die Gefühlslage war verständlich, denn zur Pause sah eigentlich alles nach einem gebrauchten Abend für die Mannschaft von Florian Kohfeldt aus. Zunächst passte Thomas Delaney den Ball unfreiwillig in den Lauf von Denis Zakaria, der zum 1:0 abschloss, dann traf Niklas Moisander ins eigene Netz.

In der zweiten Hälfte drehte der SVW aber auf und verdiente sich den Zähler redlich. Sinnbildlich für die Rückkehr am verschneiten Freitagabend stand Aron Johannsson. Der US-Amerikaner wurde zur Pause eingewechselt und erzielte nach schöner Kombination das Tor zum Endstand. Für den Angreifer war es das erste aus dem Spiel heraus seit genau zwei Jahren, fünf Monaten und acht Tagen.

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>>> Werder holt nach 0:2 einen Punkt in Gladbach

Aron Johannsson bejubelt seinen Treffer
Aron Johannsson bejubelt seinen Treffer © imago / Nordphoto