Zusammenfassung

  • Das Torschussverhältnis lautete 20:5 für den HSV, der zudem 60 Prozent der Ballbesitzphasen hatte, auf 11:1 Ecken kam und über fünf Kilometer mehr lief als die Mainzer.

  • Der letzte Bundesliga-Keeper, der bei seinem Debüt einen Elfmeter parierte, war Christian Mathenia (im August 2015 im Trikot von Darmstadt 98).

  • Mainz spielte erstmals in dieser Saison 0:0. Auch die letzte Nullnummer des FSV gab es in Hamburg, am 32. Spieltag der letzten Saison.

Hamburg - Der Hamburger SV hat im Showdown gegen den 1. FSV Mainz 05 einen Befreiungsschlag verpasst. Den Hanseaten gelang gegen den direkten Konkurrenten trotz Überzahl und eines Elfmeters nur ein 0:0. Damit bleibt der HSV sieben Punkte hinter dem Relegationsplatz 16, den die Rheinhessen besetzen.

FANTASY HEROES: F. Müller (18 Punkte) / Papadopoulos (14) / u.a. Serdar (10)

Die beste Chance auf den Sieg vergab Filip Kostic vom Elfmeterpunkt, er scheiterte am jungen Mainzer Schlussmann Florian Müller (62.). Leon Balogun hatte zuvor für sein Foul an Luca Waldschmidt die Gelb-Rote-Karte gesehen (61.).

Der HSV stand vor der Partie mit dem Rücken zur Wand und zeigte von Beginn an, dass nur ein Sieg zählt. Das Hollerbach-Team setzte auf lange Bällen in die Spitze, beeindruckte die Mainzer in der ersten Hälfte mit viel Wucht. Auch im zweiten Durchgang blieben die Gastgeber das überlegene Team, offenbarten aber immer wieder ihre eklatante Abschlussschwäche.

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Hollerbach setzte überraschend auf Sven Schipplock in der Sturmspitze. Der 29-Jährige hatte bis dato im HSV-Trikot noch gar nicht getroffen, sorgte aber gleich für Gefahr. In der fünften Spielminute setzte sich der Angreifer entschlossen durch und stellte Müller auf seine erste Probe in der Bundesliga. Der 20 Jahre alte Torwart der Mainzer ist nominell die Nummer drei und stand wegen der Verletzungen von Rene Adler und Robin Zentner erstmals auf der großen Bühne.

Das ist zu wenig. Wir wussten, dass wir heute drei Punkte holen mussten. Wir wollten auch unbedingt. Das Ding wollte heute einfach nicht rein. Sven Schipplock (Hamburger SV)

Mainz agierte in den Anfangsminuten zu passiv und kam nur selten zu schnellem Umschaltspiel wie beim ersten gefährlichen Abschluss von Robin Quaison (14.). Der HSV schoss aus allen Lagen, doch Kostic hatte zweimal Pech. Erst lenkte Müller einen Rechtsschuss des Serben aus kurzer Distanz noch reaktionsschnell an die Latte (22.), zwei Minuten später wurde ein Treffer des 25-Jährigen zu Recht wegen einer Abseitsstellung aberkannt.

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Die Mannschaft hat es mir leicht gemacht, so dass es sich mit der Nervosität in Grenzen gehalten hat. Beim Elfmeter habe ich mich früh für die Ecke entschieden. Zudem war ich auf die Situation vorbereitet. Florian Müller (Mainz 05)

Nach der Halbzeitpause reagierte Hollerbach und brachte Luca Waldschmidt für den schwachen Aaron Hunt. Und das Heimteam blieb am Drücker. Verteidiger Rick van Drongelen traf nach einer Ecke nur die Oberkante der Latte (48.). Hamburgs Coach setzte nun auf volle Offensive und schickte auch noch Ex-Nationalspieler Andre Hahn (59.) und Jann-Fiete Arp (74.) in die Spitze. Mainz stemmte sich mit zehn Mann vehement gegen die drohende Niederlage.

SID

Spieler des Spiels: Florian Müller

Florian Müller feierte sein Bundesliga-Debüt und wurde gleich zum Helden seines Teams. Der mit seinen 20 Jahren jüngste in dieser Bundesliga-Saison eingesetzte Keeper wehrte alle sechs Bälle, die auf sein Tor kamen, ab – darunter war in der 62. Minute auch der Strafstoß von Filip Kostic.

Bilder des Spiels

Kostic trifft im ersten Durchgang aus Abseitsposition für den HSV
Kostic trifft im ersten Durchgang aus Abseitsposition für den HSV © imago / Nordphoto
Hamburgs Santos im Zweikampf mit dem Mainzer Brosinski
Hamburgs Santos im Zweikampf mit dem Mainzer Brosinski © gettyimages / Stuart Franklin
Hamburg nutzt die Chancen nicht: Kostic, Papadapoulos und Hahn ärgern sich
Hamburg nutzt die Chancen nicht: Kostic, Papadapoulos und Hahn ärgern sich © gettyimages / Stuart Franklin
Mainz-Torhüter Müller pariert den Elfmeter von Kostic und bekommt Lob von den Teamkollegen
Mainz-Torhüter Müller pariert den Elfmeter von Kostic und bekommt Lob von den Teamkollegen © imago / Jan Huebner