
Ungeschlagen! Hannover, Darmstadt und Karlsruhe gleich in Top-Form
Für Hannover wird der Neustart zum Traumstart. Auch Darmstadt und Karlsruhe freuen sich über einen starken Saisonstart.
Drei Spiele, drei Siege! Hannover 96 ist der perfekte Start in die neue Saison der 2. Bundesliga gelungen. Mit Kaiserslautern (1:0), Düsseldorf (2:0) und zuletzt Magdeburg (3:1) fuhr die runderneuerte Mannschaft unter dem ebenfalls neuen Trainer, Christian Titz, die maximale Punktausbeute ein - Umbruch gelungen.
Ein Wermutstropfen für den Tabellenführer ist allerdings das Ausscheiden in der 1. DFB-Pokalrunde bei Drittligist Cottbus (0:1) - umso wichtiger, dass die "Roten" mit dem Sieg gegen Magdeburg gleich auf die Siegerstraße zurückkehrten und in der Liga makellos blieben. "Es ist noch ein bisschen früh, auf die Tabelle zu schauen", sagt Kapitän Enzo Leopold - aber nicht zu früh, um sich über den perfekten Auftakt der Aufstiegsmission zu freuen.

Darmstadt erst furios, dann stabil
Rund läuft es auch beim Tabellenzweiten SV Darmstadt 98. Die "Lilien" starteten die Pflichtspielsaison mit dem dicken 4:1-Ausrufezeichen gegen Bundesliga-Absteiger Bochum. Das eingespielte Sturmduo Lidberg/Hornby liefert von Anfang an: Isac Lidberg gelang gegen Bochum ein Hattrick, Fraser Hornby bereitete schon zwei Treffer vor.
Nach dem 1:0-Sieg in Nürnberg blieb Florian Kohleldts Mannschaft beim 0:0 gegen Hertha nun erstmals ohne eigenen Treffer, konnte sich aber auf die im Vergleich zur Vorsaison deutlich stabiler wirkende Abwehr verlassen. Ein Gegentor nach drei Spielen sind gemeinsam mit Hannover Liga-Bestwert. Und Darmstadt hat auch etwas, das 96 nicht hat: Durch ein souveränes 2:1 bei Regionalligist Lübeck lösten die Südhessen ein Ticket für die 2. Pokalrunde.

Eichner hält den KSC auf Kurs
Mit fünfeinhalb Jahren im Amt ist Christian Eichner der Dienstälteste der aktuellen Zweitliga-Trainer. Den Wert des Eingespielt-Seins demonstrierten am vergangenen Spieltag zwei seiner langjährigen Leistungsträger: Gegen Braunschweig führte Marvin Wanitzek einen Freistoß nach 56 Minuten schnell aus. Nur Fabian Schleusener wusste davon und traf (im Nachschuss) zum 2:0 - Deckel drauf auf den zweiten Sieg im dritten Spiel.
Eichner scheint es einmal mehr gelungen zu sein, eine Einheit zu formen, die keine akute Abstiegsangst aufkommen lässt. Dass in Baden nicht mehr als der (zuletzt drei Mal in Folge erreichte) einstellige Tabellenplatz anvisiert wird, liegt nicht etwa an fehlendem Selbstvertrauen. Vielmehr verlor der KSC in den letzten Jahren immer wieder Leistungsträger, wie im letzten Winter Top-Torjäger Zivzivadze, an höherklassige Konkurrenten. Am Ende mischte das Eichner-Team trotzdem wieder lange oben mit - der Start mit sieben Punkten lässt nicht vermuten, dass sie das dieses Jahr nicht schaffen.
