Köln - Beachtliche Topdaten, kuriose Fakten und wissenswerte historische Daten - diese 10 Dinge sollten Sie sich über den 21. Spieltag der Bundesliga merken.

1) Tore, Tore, Tore

Am 21. Spieltag zeigten sich die Bundesligisten in Torlaune und stellten einen neuen Saisonrekord auf. 38 Treffer fielen in den neun Begegnungen am Wochenende. Damit wurde der bisherige Bestwert der laufenden Spielzeit um drei Tore verbessert (35 Tore am 13. Spieltag). Passend dazu sorgte die Bundesliga auch noch mit drei dramatischen Last-Minute-Siegen für Begeisterung bei den Fans.

2) Paderborner Premieren

Der SC Paderborn darf in dieser Saison als Bundesliga-Neuling etliche Premieren feiern, vom ersten Sieg bis zum ersten Platzverweis in der Bundesliga. Beim 2:1-Sieg gegen Hannover 96 konnten die Ostwestfalen nun erstmals ein Tor nach einer Flanke bejubeln - im 215. Anlauf.

3) Ecken-König Schmid

Wenn im Abstiegskampf die spielerischen Mittel mitunter nicht richtig fruchten, dann müssen eben Standardsituationen helfen. Gut für den SC Freiburg, dass er Jonathan Schmid in seinen Reihen hat. Der Offensivspieler bereitete beim 2:0 gegen Hertha BSC schon zum vierten Mal in dieser Saison ein Tor per Eckball vor - Ligaspitze!

4) Wie beim ersten Mal

Zum 500. Mal saß Thomas Schaaf am Samstagabend bei einem Bundesliga-Spiel als Trainer auf der Bank. Zum Jubiläum schenkte ihm Eintracht Frankfurt einen 1:0-Sieg gegen den FC Schalke 04, der den Hessen nach einer kleinen Durststrecke neues Selbstbewusstsein für die nächsten Spiele gibt. Für Schaaf hat sich derweil ein Kreis geschlossen: Auch bei seinem Trainer-Debüt in der Bundesliga feierte er einen 1:0-Erfolg gegen Schalke 04 (am 11. Mai 1999 mit Werder Bremen).

5) Langer Wolfsburger Anlauf

17 vergebliche Versuche für einen echten Knalleffekt! Im 18. Gastspiel in Leverkusen feierte der VfL Wolfsburg beim 5:4 gegen Bayer 04 den ersten Sieg in der BayArena (zuvor vier Remis und 13 Niederlagen). Damit bestätigten die Wölfe ihre herausragende Form. Das Team von Dieter Hecking ist seit neun Spielen ungeschlagen.

6) Körperloser FC Bayern

Beim 8:0-Kantersieg gegen den Hamburger SV sorgte der FC Bayern München nicht nur für die höchste Bundesliga-Niederlage der Hanseaten, sondern stellte nebenbei noch einen Saison-Bestwert auf. Die Münchner unterbanden die wenigen Offensivaktionen der Gäste geschickt und fast ausschließlich mit fairen Mitteln, sodass am Ende nur drei Fouls am Gegenspieler auf dem Zettel standen. Beim Rekordmeister ist die Leichtigkeit zurück.

7) Ecken, Flanken und ein Freistoß

Borussia Mönchengladbach war beim späten 1:0-Sieg gegen den 1. FC Köln ganz ohne Frage die wesentlich aktivere Mannschaft. Mit zehn Eckbällen und 20 Flanken stellte die Fohlenelf gleich in zwei Kategorien einen persönlichen Bestwert für die laufende Spielzeit auf - der entscheidende Treffer, der die Borussia von der Champions League träumen lässt, gelang aber nach einem Freistoß.

8) Lange ist es her

Der SV Werder Bremen eilt momentan in der Bundesliga von Sieg zu Sieg. Die Mannschaft von Viktor Skripnik spielt so erfolgreich wie schon lange nicht mehr. Durch das 3:2 gegen den FC Augsburg gelangen den Norddeutschen erstmals seit über acht Jahren wieder fünf Siege in Serie. Außerdem startete der SV Werder nach 20 Jahren wieder mit vier Dreiern in die Rückrunde.

9) Vom Abwehrspieler überwunden

Gotoku Sakai vom VfB Stuttgart beendete mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 bei der 1:2-Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim nicht nur die Torflaute seiner Mannschaft. Gleichzeitig war er der erste Abwehrspieler, der in dieser Saison ins Gehäuse der TSG traf - alle anderen 17 Bundesligisten wurden schon zuvor von einem Verteidiger überwunden.

10) Freitag bleibt Feiertag

Wenn zum Start ins Wochenende das Flutlicht angeht, dann fühlt sich Borussia Dortmund im eigenen Stadion besonders wohl. Beim 4:2-Erfolg gegen den 1. FSV Mainz 05 setzten die wiedererstarkten Borussen eine beeindruckende Serie fort: Der BVB hat die letzten 21 Heimspiele an einem Freitagabend nicht verloren (15 Siege, sechs Remis).

Stefan Schinken und Tobias Anding