Zusammen zum Klassenverbleib: Der Jahn lebt auch in dieser Saison wieder vom Zusammenhalt - © Alex Grimm/Bongarts/Getty Images
Zusammen zum Klassenverbleib: Der Jahn lebt auch in dieser Saison wieder vom Zusammenhalt - © Alex Grimm/Bongarts/Getty Images
2. Bundesliga

Zwischenbilanz: Der Saisonverlauf des SSV Jahn Regensburg

Nach der Verlegung des 26. Spieltags: Mehr als zwei Drittel der Saison sind bisher gespielt. Was lief gut, was eher nicht so? Was waren die Highlights der bisherigen Spielzeit? bundesliga.de zieht ein Zwischenfazit für den SSV Jahn Regensburg.

Der Saisonverlauf

Nach zwei überaus erfolgreichen Jahren verließ Achim Beierlorzer den SSV Jahn Regensburg, um Trainer des 1. FC Köln zu werden. Sein Nachfolger als Chef-Coach der Oberpfälzer wurde Mersad Selimbegovic, der Beierlorzer zuvor assistierte. Der Start in die Saison verlief allerdings etwas holprig für Regensburg, das unter Selimbegovic weiterhin sein aggressives Angriffspressing praktiziert. An den ersten acht Spieltagen gelangen den Oberpfälzern nur zwei Siege.

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Die Krux bei den Donaustädtern: das eigene, gute Scouting. Christian Keller, Geschäftsführer beim Jahn, gelingt es Jahr um Jahr, talentierte Spieler aus unteren Spielklassen zu verpflichten: Sargis Adamyan, jetzt bei der TSG 1899 Hoffenheim, und Hamadi Al Ghaddioui, der aktuell beim VfB Stuttgart spielt. Doch diese Spieler bleiben eben meist nicht lange in der schönen Stadt an der Donau, fast jede Saison muss das Team auf wichtigen Positionen umgebaut werden. Doch dies ist Selimbegovic und Keller im Sommer erneut gelungen: Die Mannschaft hat sich im Verlauf der Saison stabilisiert, ist aktuell Zehnter mit sieben Punkten Vorsprung vor Platz 16, acht Zähler ist man vor Rang 17.

Topspiel: 5:0 beim SV Wehen Wiesbaden

Das spektakulärste Spiel und zugleich den höchsten Saison-Sieg gab es am 5. Spieltag, als beim Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden deutlich mit 5:0 gewonnen wurde. Der überragende Akteur bei den Oberpfälzern: Kapitän Marco Grüttner, der drei Treffer zum Kantersieg beisteuerte. Jann George und ein Eigentor von Moritz Kuhn erzielten die weiteren Tore.

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Topfakt

Im Sommer 2017 stieg der SSV Jahn Regensburg in die 2. Bundesliga auf. In diesen bald schon drei vollen Spielzeiten standen die Oberpfälzer noch nie auf einem direkten Abstiegsplatz! Nur in der Saison 2017/18 war das damalige Team von Achim Beierlorzer zwei Mal auf Platz 16, dem Relegationsrang, zu finden - nach dem 2. und dem 7. Spieltag.

Auch in dieser Saison wieder der entscheidende Mann beim Jahn: Marco Grüttner - Sebastian Widmann/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images

Schlüsselspieler: Marco Grüttner

Im Sommer 2016 stieg der Jahn von der Regionalliga Bayern in die 3. Liga auf. Für die neue Liga wurde ein treffsicherer Stürmer gesucht, die Regensburger fanden ihn in Marco Grüttner. Der Angreifer avancierte auf Anhieb zum Goalgetter und Anführer des Teams, unter Coach Heiko Herrlich gelang 2016/17 direkt der Durchmarsch in die 2. Bundesliga. Dass er eine herausragende Schusstechnik, gepaart mit einem exzellenten Torriecher, hat, zeigte er auch in der 2. Bundesliga: Mit 32 Toren in 89 Spielen ist er mit Abstand Regensburgs Rekordtorschütze in der 2. Bundesliga. 2019/20 hat er bereits wieder sieben Mal geknipst.

Überraschung: Mersad Selimbegovic

Die Süddeutsche Zeitung nannte Mersad Selimbegovic vor dem Saisonstart den "wohl unbekanntesten Trainer" der 2. Bundesliga. In Regensburg ist der allerdings eine Konstante: Seit 2006, damals noch als Innenverteidiger, ist er den Donaustädtern in verschiedenen Funktionen treu. Der Trainer, der in Bosnien und Herzegowina aufgewachsen ist, lässt sein Team forsch, frech und attraktiv spielen. Die Fußstapfen seiner Vorgänger, Heiko Herrlich und Achim Beierlorzer, waren groß - doch der 37 Jahre alte Trainer füllt sie bestens aus.