Karriereende: Mario Gomez verlässt den Platz - © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/Poo/Pressefoto Rudel/Robin Rudel/Poo
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2. Bundesliga

Trotz 1:3 gegen Darmstadt 98: VfB Stuttgart zurück in der Bundesliga - Gomez beendet Karriere

Die Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs war nur noch Formsache, und der VfB Stuttgart ließ beim letzten Kapitel seiner “Mission Wiederaufstieg” tatsächlich austrudeln. Den Schwaben half beim 1:3 (1:1) gegen Darmstadt 98 auch ein Treffer des scheidenden Torjägers Mario Gomez nicht, dennoch kehrt der VfB nach einjähriger Abstinenz in die Bundesliga zurück.

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Gomez (42.) sorgte mit seinem Abschiedstor in Stürmermanier für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Das reichte jedoch nicht, weil Serdar Dursun (32.) mit seinem 16. Saisontreffer, Matthias Bader (53.) und Tobias Kempe (88.) im letzten Spiel von Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis erfolgreich waren. Darmstadt beendete die Partie nach der Gelb-Roten Karte gegen Victor Palsson (66.) nur mit zehn Mann.

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Echte Zweifel am VfB-Aufstieg hatte es in den vergangenen Tagen nicht mehr gegeben. Zwar kassierte der Stuttgarter Traditionsklub in einer selten souveränen Saison immer wieder Rückschläge, vor dem 34. Spieltag hatte er sich mit drei Punkten und elf Toren Vorsprung auf Platz drei aber eine sehr komfortable Ausgangssituation erspielt. Es war daher genug Zeit, Gomez in den Mittelpunkt zu rücken. Der ehemalige Nationalspieler, der 2007 mit dem VfB die Meisterschaft gewann, hat seine Karriere mit der Partie gegen Darmstadt beendet.

"Es war immer mein Traum nach einer solch tollen Karriere, die ich mir so nicht hätte vorstellen können, am Ende meiner Karriere dem VfB etwas zurückzugeben und sie hier zu beenden", erklärte der Torschütze nach der Partie. "Ich bin dem VfB unheimlich dankbar und es ist schön, dass ich mich mit diesem grandiosen Erfolg verabschieden kann. Es war meine letzte Mission. Heute hat es den einen oder anderen Moment gegeben, in dem ich Tränen in den Augen hatte. Die Gefühlsexplosion war enorm auch trotz Corona und trotz der Tatsache, dass keine Fans im Stadion sein durften“, sagte der 34-Jährige, dessen Karriere einst beim VfB begonnen hatte, und ergänzte: "Ich möchte auch den Fans danken, da sie mich auch in den vergangenen zwei Jahren getragen haben. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen ‚Tschüss‘ zu sagen."

Mario Gomez trifft bei seinem Abschied für den VfB Stuttgart - Alexander Keppler/Pressefoto Bauman/Alexander Kepp/Pool

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Trainer Pellegrino Matarazzo schenkte dem Angreifer in seinem 230. und letzten Pflichtspiel für den VfB einen Startelf-Einsatz. Gomez’ Teamkollegen suchten ihn immer wieder im Sturmzentrum, allein Gefahr entstand in einer zunächst langatmigen Partie nicht. Dursuns sehenswerter Fallrückzieher nach einem Fehler des VfB-Keepers Gregor Kobel war das erste Highlight und der erste Darmstädter Torschuss überhaupt. Zehn Minuten später traf dann Gomez - und in der leeren Arena ertönte der “Mario Gomez Button”-Sound als Tormusik.

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Nach der Pause blieb der VfB gefährlich, vergaß jedoch das Verteidigen. Der unbedrängte Bader nutzte die Schludrigkeiten der Gastgeber, ein Gomez-Treffer auf der anderen Seite wurde wegen einer Abseitsposition im Vorfeld nicht anerkannt. In der 82. Minute wurde Gomez unter Applaus ausgewechselt, kurz danach entschied Kempe in Unterzahl die Partie zugunsten der "Lilien". "Ich bin stolz auf die Jungs, wir haben in der Rückrunde viele Höhen und Tiefen durchlebt, wir sind immer wieder aufgestanden", zog VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo nach der Partie Bilanz. "Schade, dass wir verloren haben, aber über allem steht, dass wir unser Ziel erreicht haben und das können wir auch feiern.“