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Doppelpacker Lukas Petkov jubelt
Doppelpacker Lukas Petkov jubelt - © DFL/Getty Images/Christian Kaspar-Bartke
Doppelpacker Lukas Petkov jubelt - © DFL/Getty Images/Christian Kaspar-Bartke
2. Bundesliga

Elversberg schießt Schalke 04 zur Meisterschaft

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Die SV Elversberg hat den SC Paderborn 07 im Aufstiegsduell mit 5:1 (4:0) bezwungen. Maximilian Rohr (4.), David Mokwa (17.), Lukas Petkov (28., 41.) und Raif Adam (90.+3) trafen für die Hausherren. Calvin Brackelmann (65.) erzielte den Ehrentreffer für Paderborn. Mit dem Sieg der Elv ist Schalke 04 nun Meister der 2. Bundesliga.

Es war das Aufstiegsduell des 32. Spieltags der 2. Bundesliga: Die SV Elversberg empfing den SC Paderborn 07 an der Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde – und mit einem Sieg würden die Saarländer am Tabellenzweiten vorbeiziehen.

Elversberg musste dabei auf den gesperrten Kapitän Lukas Pinckert sowie den verletzten Felix Keidel verzichten. Für sie rückten Jan Gyamerah und Florian Le Joncour in die Startelf, wobei Letzterer erstmals seit dem 17. Spieltag von Beginn an spielte. Amara Condé übernahm die Kapitänsbinde.

Beim SC Paderborn schickte Trainer Ralf Kettemann erstmals seit Februar dieselbe Startformation auf den Platz wie im Vorspiel gegen den FC Schalke 04. Für die Gäste war es zudem das 100. Zweitligaspiel der SV Elversberg – ein besonderer Rahmen für ein wegweisendes Duell.

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Blitzstart: Rohr und Mokwa schocken Paderborn

Paderborn begann druckvoll und nistete sich sofort in der Elversberger Hälfte ein – doch mit der ersten echten Offensivaktion der Hausherren mussten die Gäste bereits den Rückstand hinnehmen. In der 4. Minute wurde ein Schuss von David Mokwa noch abgefälscht, die folgende Ecke brachte Tom Zimmerschied gefährlich an den ersten Pfosten. Lukas Petkov verlängerte per Kopf, und Maximilian Rohr stand zentral vor dem Tor und nickte aus kürzester Distanz ein – 1:0. Besonders pikant: Rohr war im August 2024 von Paderborn nach Elversberg gewechselt und traf nun gegen seinen Ex-Club.

Paderborn versuchte zu antworten, doch die Elversberger ließen nicht locker. In der 17. Minute spielte Le Joncour einen herrlichen Ball hinter die Abwehrkette. Lasse Günther ereilte die Kugel gerade noch vor dem herauseilenden Torwart Dennis Seimen und legte quer zu Mokwa – der Stürmer schob eiskalt ein. Ein Geburtstagstreffer der besonderen Art: David Mokwa wurde an diesem Tag 22 Jahre alt.

Maximilian Rohr köpft die SV Elversberg in der 4. Minute in Führung – der frühere Paderborner traf gegen seinen Ex-Klub. - IMAGO/Fabian Kleer

Petkov dreht auf: Doppelpack vor der Pause

Elversberg ließ nicht nach und erhöhte den Druck. In der 28. Minute fing Łukasz Poręba einen schwachen Querpass von Laurin Curda ab, schaute kurz auf und spielte einen angedrehten Ball hinter die Kette – Lukas Petkov nahm die Kugel perfekt mit und schob aus knapp 16 Metern locker links unten ein: 3:0. Paderborn wirkte zu diesem Zeitpunkt völlig überfordert und kassierte damit erstmals in dieser Saison drei Gegentore vor der Halbzeit.

Doch es sollte noch bitterer kommen. In der 41. Minute hatte Zimmerschied nach einem missglückten Kopfball von Felix Götze im Mittelfeld viel Platz und spielte die Kugel überlegt rechts raus zu Petkov. Der hatte noch mehr Raum und schob den Ball ins lange, linke Eck – 4:0. Seimen hatte keine Chance.

Jubel an der Kaiserlinde: Lukas Petkov feiert seinen Treffer zum 3:0 mit Łukasz Poręba und David Mokwa vor den begeisterten Elversberger Fans. - Alex Grimm

Zur Pause: Ligaweiter Saisonrekord

Mit dem Halbzeitpfiff stand es 4:0 – die höchste Pausenführung der gesamten Saison in der 2. Bundesliga. Die Saarländer hatten vier ihrer sechs Schüsse aufs Tor verwandelt und dabei eine erschreckende Effizienz bewiesen.

Paderborn hingegen kam offensiv kaum zur Geltung und stand bei lediglich zwei Abschlüssen. Trainer Kettemann reagierte in der Pause und brachte Kennedy Okpala sowie Steffen Tigges, um die Offensive zu beleben.

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Zweite Halbzeit: Paderborn kämpft, Brackelmann trifft

Paderborn kam mit mehr Energie aus der Kabine. Schon in der 47. Minute legte Tjark Scheller Pherai rüde um und sah dafür die Gelbe Karte. Die Gäste drängten nun stärker auf das Elversberger Tor: In der 56. Minute rettete Torwart Nicolas Kristof glänzend gegen einen Schuss von Filip Bilbija, der anschließende Nachschuss von Tigges wurde geblockt.

Kurz darauf parierte Kristof auch einen Kopfball von Stefano Marino (58.). In der 65. Minute gelang Paderborn dann der Anschlusstreffer: Calvin Brackelmann nahm eine Freistoßflanke von Nick Bätzner volley und erwischte Kristof im kurzen Eck – ein Traumtor mit 121,4 km/h.

In der 67. rettete Poręba einen Kopfball von Bilbija von der Torlinie. In der Nachspielzeit machte Raif Adam mit einem Linksschuss ins rechte Eck nach Vorlage von Luca Schnellbacher alles klar (90.+3). Den Schlusspunkt setzte Tigges, der in der 90.+5. Minute nach einem Foul an Schnellbacher die Gelb-Rote Karte sah. Mit dem Sieg ist die Elv nun Zweiter, weil Hannover parallel 3:3 gegen Münster spielte – und Schalke 04 ist Meister der 2. Bundesliga!

Calvin Brackelmann trifft per Volleyschuss zum 4:1-Ehrentreffer für den SC Paderborn 07 – sein Schuss hatte eine Geschwindigkeit von 121,4 km/h. - IMAGO/Ralf Brueck

Bundesliga Match Facts
xGoals: Elversberg 2,25 - Paderborn 1,36
Schnellster Spieler: Jan Gyamerah (ELV), 35,22 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 4:1 von Calvin Brackelmann (SCP), 3 Prozent
Most Pressed Player: Filip Bilbija (SCP), 17 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Tjark Scheller (SCP), +1,84