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Edin Džeko und Schalke 04 stürmen mit fünf Treffern an die Tabellenspitze
Edin Džeko und Schalke 04 stürmen mit fünf Treffern an die Tabellenspitze - © IMAGO/Marco Bader
Edin Džeko und Schalke 04 stürmen mit fünf Treffern an die Tabellenspitze - © IMAGO/Marco Bader
2. Bundesliga

Schalke ist zurück an der Tabellenspitze - und doch ist alles anders

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Nach dem durchwachsenen Start in die Rückrunde ist der FC Schalke 04 endgültig zurück in der Erfolgsspur. Das Torfestival gegen den 1. FC Magdeburg zeigt dabei eindrucksvoll, dass die Schalker Verantwortlichen in der Winterpause die richtigen Schlüsse gezogen haben.

Flutlicht, ausverkaufte Arena, acht Tore - das Topspiel am Samstagabend zwischen dem FC Schalke 04 und dem 1. FC Magdeburg war allerbeste Werbung für die 2. Bundesliga. Durch den 5:3-Sieg konnte Königsblau die eigenen Ambitionen eindrucksvoll untermauern und sich wieder an die Tabellenspitze setzen. "Wir haben heute unglaublich viele Dinge gut umgesetzt, vor allem offensiv. Die Statistiken sprechen dafür, wie gefährlich, dominant, spielbestimmend und vor allem wie effektiv wir im letzten Drittel waren", freute sich Trainer Miron Muslić über Leistung und Ergebnis.

Auch die Schalker Fans, die in dieser Spielzeit bislang nur selten mit spektakulärem Angriffsfußball verwöhnt worden waren, waren mit dem Auftritt ihrer Mannschaft mehr als zufrieden und besangen diese nach Abpfiff minutenlang. "Dass die Kurve uns hinterher feiert, ist ein besonderer Moment und muss uns einen Push geben für die nächsten Wochen", sagte Kapitän Kenan Karaman.

Winter-Neuzugänge machen den Unterschied

Dass Schalke nach dem umkämpften Sieg in Kiel der zweite Erfolg in Serie gelang, lag neben Doppeltorschütze Karaman auch an drei Neuzugängen. Adil Aouchiche erzwang mit seinem scharfen Abschluss die Führung und bereitete auch den zweiten Treffer der Hausherren an diesem Abend vor und Dejan Ljubicic traf erstmals für seinen neuen Arbeitgeber. Dann war da natürlich noch Edin Džeko. Der mittlerweile 39-Jährige zeigte einmal mehr, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört, sondern die Qualitäten, die ihn einst zu einem der besten Stürmer der Welt machten, auch auf Schalke abrufen kann. Vier Tore und drei Vorlagen in fünf Einsätzen sprechen eine klare Sprache.

"Wir haben die Wucht, die wir seit ein paar Wochen vorne haben, in einer hervorragenden Art und Weise gezeigt", analysierte Muslić nach Abpfiff. Eben jene offensive Wucht hatte Schalke in der Hinrunde in mancher Partie gefehlt. Dass Königsblau trotzdem über weite Strecken der ersten Halbserie an der Tabellenspitze thronte, war nicht zuletzt dem Trainerteam und dem Besinnen auf die eigenen Stärken zu verdanken. In der Winterpause scheint die sportliche Leitung um Frank Baumann nun die richtigen Schlüsse gezogen zu haben.

Die neuen Offensivqualitäten machen Schalke noch unberechenbarer und könnten zum großen Trumpf im Aufstiegsrennen werden - IMAGO/Maximilian Koch

Mit Balance und Struktur zum Aufstieg?

Mit den genannten Neuzugängen konnte die Qualität in der Offensive spürbar verbessert werden. Dazu kommt, dass auch Moussa Sylla nach seinem geplatzten Wechsel in die USA weiterhin königsblau trägt und die Optionen in der Offensive vergrößert. In der Rückrunde erzielte Schalke in sechs Spielen bereits elf Treffer und damit halb so viele wie in der gesamten Hinrunde. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die enorme defensive Stärke der Hinserie ein Stück weit verflogen ist. Nur zehn Treffer gelangenen den Gegnern vor der Winterpause, genau so viele musste Schalke seit Jahresbeginn bereits schlucken.

Gegen Magdeburg gelangen Schalke erstmals in dieser Saison fünf Treffer, gleichzeitig kassierten sie aber auch erstmals in der Liga drei Gegentore - das ist das neue Schalke 2026 mit mehr Offensivgeist, aber auch einigen Wacklern in der Defensive. Nichtsdestotrotz zeigte die Muslić-Elf, dass sie spielerisch, auch durch die Wintereinkäufe, im Vergleich zur Hinrunde einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. Gleichzeitig warnt der Coach: "Jetzt geht es darum, die defensive Balance und Struktur wiederzufinden. Wenn wir das mit unserer Offensive vereinbaren können, sind wir richtig unangenehm." Sollte das gelingen, dürfte seine Mannschaft auf dem Weg in die Bundesliga nur schwer aufzuhalten sein.