
Drei Tore innerhalb von 23 Minuten entscheiden
Arminia Bielefeld hat im Kellerkracher einen enorm wichtigen 3:2-Erfolg (3:1) bei Preußen . Yassine Bouchama (2.) traf für Münster, für Bielefeld waren Monju Momuluh (11.), Roberts Uldrikis (16.) und Mael Corboz (34.) erfolgreich. Maximilian Großer (86.) unterlief ein Eigentor. Die Arminia hat durch den Auswärtssieg sechs Punkte Vorsprung auf die Preußen und konnte einen wichtigen Schritt im Abstiegskampf machen.
Abstiegskampf pur im Preußenstadion! Mit dem SC Preußen Münster und DSC Arminia Bielefeld trafen nicht nur zwei traditionsreiche Rivalen aufeinander, sondern auch die beiden Schlusslichter der 2. Bundesliga. Münster als Tabellenletzter ging mit einem Rückstand von fünf Punkten auf die Arminia in die Partie.
Für Münsters Trainer Alois Schwartz war klar: "Es ist Derby, es ist Brisanz. Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen und an die Nichtabstiegsplätze heranrücken." Sein Gegenüber Mitch Kniat kündigte an: "Wir sind gut vorbereitet, wollen auf Attacke gehen."
Pikant: Bielefelds Joel Grodowski hatte Münster 2023/24 mit 17 Toren in die 2. Bundesliga geschossen, ehe er im Januar 2025 zur Arminia wechselte.
Frühe Führung und schnelle Wende
Was für ein Start für die Hausherren! Bereits in der 2. Minute köpfte Yassine Bouchama eine Flanke von Charalambos Makridis zum 1:0 ein. Die Freude währte jedoch nicht lange, denn Bielefeld antwortete prompt. Tim Handwerker flankte in der 11. Minute von links in den Strafraum, und Monju Momuluh streckte sein Bein extrem lang, um den Ball zum 1:1 ins Netz zu spitzeln.
Nur fünf Minuten später schlug Handwerker erneut zu - diesmal mit einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld, den Roberts Uldrikis per Kopf zum 1:2 verwandelte. SCP-Torwart Johannes Schenk rutschte beim Rettungsversuch weg und konnte den Einschlag nicht verhindern.
Münster mit doppeltem Aluminium-Pech
Die Preußen zeigten sich keineswegs geschockt und hätten in der 26. Minute beinahe ausgeglichen. Nach einer Ecke von Mikkel Kirkeskov köpfte Heuer an die Latte, der Abpraller landete bei Imad Rondić, der den Ball jedoch nur an den Pfosten setzte.
Statt des Ausgleichs fiel auf der Gegenseite das 1:3: In der 34. Minute verlängerte Roberts Uldrikis einen weiten Einwurf von Grodowski auf Mael Corboz, der mit dem Rücken zum Tor stehend per Hackentrick vollendete. Ein sehenswerter Treffer des Bielefelder Kapitäns, der die komfortable Halbzeitführung der Gäste besiegelte.

Münsters Aufholjagd kommt zu spät
Nach der Pause wechselte Schwartz doppelt und stellte sein Team offensiver ein. Shin Yamada ersetzte Kirkeskov, Joshua Mees kam für den gelbverwarnten Schulz. Die Preußen übernahmen zunehmend die Kontrolle, während sich Bielefeld auf seine komfortable Führung verließ. In der 74. Minute scheiterte der eingewechselte Yamada per Kopfball an Jonas Kersken, der den Ball noch gegen die Latte lenken konnte.
Die Bemühungen der Hausherren wurden erst in der 86. Minute belohnt, als ein einfach hereingeschlagener Ball von Niko Koulis nach Berührung durch Rondić vom eingewechselten Großer ins eigene Netz abgefälscht wurde. Trotz sechs Minuten Nachspielzeit gelang Münster der Ausgleich nicht mehr.
Durch die Niederlage hat der SCP nun sechs Punkte Rückstand auf Bielefeld bei nur noch drei ausstehenden Partien – die Rettung wird immer unwahrscheinlicher.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Münster 1,88 - Bielefeld 0,89
Schnellster Spieler: Joel Grodowski (DSC), 33,5 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:2 von Roberts Uldrikis (DSC), 3,98 Prozent
Most Pressed Player: Yassine Bouchama (PRM), 18 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Torge Paetow (PRM), 1,53
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