
Relegations-Rückspiel: Das sagen Vogel und Co.
Die SpVgg Greuther Fürth und Rot-Weiss Essen trennen sich im Rückspiel der Relegation um die 2. Bundesliga mit einem 2:0 für das Kleeblatt. Damit wenden die Franken den Abstieg ab und bleiben zweitklassig. Im Anschluss äußerten sich die Protagonisten.
Heiko Vogel (Trainer Greuther Fürth): “Erstmal ein großes Kompliment an Rot-Weiss Essen, die haben uns in zwei Spielen alles abverlangt. Ich bin maximal stolz auf meine Jungs, das Vertrauen, das ich in sie gesetzt habe, haben sie maximal zurückgezahlt. Insofern Kompliment an meine Mannschaft. Ich hätte gerne mehr Kontinuität in diesem Jahr gehabt, es war ein großer Umbruch im Sommer. Auch jetzt steht wieder ein großer Umbruch an, Hrgota und Futkeu werden uns verlassen. Wir brauchen Volltreffer, es wird eine sehr turbulente, eine sehr anspruchsvolle Transferperiode. Wir können froh sein, dass wir uns hier gerettet haben, aber es muss mehr Konstanz rein."
Felix Klaus: “Es fällt eine Riesenlast ab, es ist unbeschreiblich. Die letzten Wochen waren wirklich wahnsinnig. Wir mussten gegen Düsseldorf mit drei Toren gewinnen, das haben wir gemacht. Dann verlieren wir in Essen und mussten heute wieder. Ich bin einfach unglaublich stolz. Wir müssen nach dem 2:0 das 3:0 und das 4:0 machen, das war ja Wahnsinn. Wir hatten sie komplett im Sack, dann kommt so eine dumme Flanke. Wenn es kein Abseits gewesen wäre, das wäre unglaublich gewesen. Ich werde Futkeu sehr, sehr vermissen, ich hoffe er geht seinen Weg in der Bundesliga."
Branimir Hrgota: “Es ist ein Happy End für mich. Wir sind durch die Hölle gegangen diese Saison aber am Ende bleibt mein Fürth in der zweiten Liga. Wir hatten das Spiel auch im ersten Spiel unter Kontrolle aber leider machen die das 1:0. Heute machen wir das 1:0 und dann wurde es einfacher für uns. Wir haben diese Saison oft gute Spiele gemacht aber haben die Punkte nicht mitgenommen. Letztendlich war es ein harter Kampf aber Fürth bleibt in der zweiten Liga und wir haben das geschafft, was wir uns mit dem neuen Trainer vorgenommen haben. Fürth hat mir viel gegeben, ich habe mich hier sehr, sehr wohlgefühlt."
Noel Futkeu: “Es ist genau das, was ich mir gewünscht habe. Ich wollte den Verein mit dem Klassenerhalt verlassen und das ist uns heute gelungen, darum bin ich überglücklich. Wir haben auch heute wieder die Überzeugung unserer Heimstärke auf das Spiel übertragen und gehen daher als verdienter Sieger vom Platz. Heiko Vogel hat mir gesagt, dass es ihm eine Ehre war, mit mir zusammenzuarbeiten. Er wünscht mir alles Gute. Stand jetzt gehe ich zurück zu Eintracht Frankfurt, aber es ist alles offen im Sommer."
Holger Schwiewagner (Geschäftsführer Greuther Fürth): “Futkeu zu ersetzen wird sehr, sehr schwer werden aber wir haben Vertrauen in die Scouting-Abteilung. Heiko hat wahnsinnige Ruhe ausgestrahlt und hat uns allen ein gutes Gefühl gegeben in den letzten Wochen. Er hat einen Riesenjob gemacht, ich kann mich nur bei ihm bedanken. Wir müssen die Saison aufarbeiten, wir stehen in der Verantwortung aber wir drücken uns auch nicht vor dieser Verantwortung. Alle müssen an einen Tisch, die Gremien sind in der Verantwortung aber auch Fanvertreter müssen an den Tisch. Es geht nur gemeinsam. Wir müssen die Fehler, die wir gemacht haben, eingestehen."
Uwe Koschinat (Trainer Rot-Weiss Essen): "Wir wussten, dass es eine sehr, sehr enge und auch emotionale Nummer wird. Wir hatten einen fantastischen Einstand ins Spiel und hätten in Führung gehen müssen. Wir hatten herausragende Möglichkeiten. Wir haben alles auf dem Platz gelassen, wir haben sehr mutig in der zweiten Halbzeit gespielt, leider sollte es heute nicht sein. Wir hätten mit Sicherheit mehr als nur ein Tor erzielen müssen in den beiden Relegationsspielen. Wenn du so nah dran bist, dann tut es natürlich weh. Stolz kannst du auf diese beiden Spiele sein, der Club kann sehr stolz auf seine Entwicklung sein. Davon kannst du dir jetzt aber nichts kaufen, heute hat mit Sicherheit nicht die schlechtere Mannschaft den Kürzeren gezogen."
Jakob Golz: “Es ist unglaublich schwer, weil es eine gue Saison von uns war. Es tut unfassbar weh, aber wir können stolz sein. Auch die Fans heute waren unfassbar wieder, da sieht man auch was wir für eine Einheit sind. Die Chance war zum Greifen nah, es tut weh und gibt gerade nicht viel zu sagen. Wir hatten alles in eigener Hand, wir hatten die Chance, am Ende hat Greuther Fürth die Chancen gemacht die wir nicht gemacht haben."
Ben Hüning: “Es ist unfassbar schwierig, ich bin komplett leer. Auf der einen Seite bin ich stolz auf jeden Einzelnen, auf die Mannschaft, auf die Fans. Wir haben in den letzten Wochen alles reingehauen und uns diese Spiele erarbeitet. Wenn du dann alles reinwirfst, ich glaube wir hatten genug Dinger um das Spiel zu drehen. Es ist schwer zu verstehen, warum es nicht gereicht hat."











