Anzeige
Dieter Hecking, Saël Kumbedi und Co. retteten sich am Millerntor in die Relegation
Dieter Hecking, Saël Kumbedi und Co. retteten sich am Millerntor in die Relegation - © DFL/Getty Images/Oliver Hardt
Dieter Hecking, Saël Kumbedi und Co. retteten sich am Millerntor in die Relegation - © DFL/Getty Images/Oliver Hardt
bundesliga, 2. Bundesliga

Deshalb bleibt der VfL Wolfsburg erstklassig

xwhatsappmailcopy-link

Der VfL Wolfsburg steht vor den wichtigsten Spielen der Saison. Nach Monaten im Abstiegskampf geht es gegen den SC Paderborn 07 um nichts weniger als den Verbleib in der Bundesliga. Die Wölfe kämpfen ums Überleben – und das spricht dafür, dass sie die Relegation erneut bestehen:

1. Der Bundesliga-Faktor

Die Geschichte der Bundesliga-Relegation ist eindeutig: In 27 Duellen setzte sich 21-mal der Erstligist durch – eine Erfolgsquote von 78 Prozent! Noch beeindruckender: In den vergangenen 13 Jahren scheiterte nur einmal ein Bundesligist. 2019 musste der VfB Stuttgart gegen 1. FC Union Berlin den Gang in die 2. Liga antreten.

Überhaupt gelangen Zweitligisten in den vergangenen 27 Relegations-Spielen nur drei Siege: Holstein Kiel in Köln, der HSV bei Hertha und Fortuna Düsseldorf in Bochum. Die Erfahrung zeigt: Wenn es hart auf hart kommt, setzt sich meist die höhere Qualität, größere individuelle Klasse und Routine aus der Bundesliga durch. 

2. Der Erfahrungs-Faktor

Wenn der VfL Wolfsburg in die Relegation musste, lieferte er bisher immer ab. 2017 gewannen die Wölfe beide Spiele gegen Eintracht Braunschweig jeweils mit 1:0. Ein Jahr später folgte gegen Holstein Kiel der nächste souveräne Klassenerhalt. Vier Spiele, vier Siege – makellos.

Mit Maximilian Arnold und Yannick Gerhardt stehen sogar noch Spieler im Kader, die diese Drucksituationen bereits erlebt haben. Erfahrung, die in zwei Spielen Gold wert sein kann.

Wolfsburg überzeugt beim SC Paderborn 074:2 - Wolfsburg überzeugt beim SC Paderborn 0703.02.2020

3. Der Unbesiegt-Faktor

Auch der direkte Vergleich macht den Niedersachsen Mut: Wolfsburg hat noch nie gegen den SC Paderborn 07 verloren. Schon 2005 gewann der VfL im DFB-Pokal mit 2:0 in Paderborn. In den gemeinsamen Bundesliga-Jahren 2014/15 und 2019/20 blieb Wolfsburg ebenfalls ungeschlagen – mit zwei Auswärtssiegen und zwei Heim-Unentschieden.

Es gibt Stadien, in denen man einfach gerne spielt. Für Wolfsburg gehört das von Paderborn offenbar dazu – und ausgerechnet dort steigt das entscheidende Rückspiel.

4. Der Comeback-Faktor

Lange sah alles nach direktem Abstieg aus. Zwischen dem 24. und 31. Spieltag stand Wolfsburg durchgehend auf einem Abstiegsplatz. Teilweise betrug der Rückstand auf Rang 16 sogar vier Punkte. Doch dann kam die Wende. Mit nur einer Niederlage aus den letzten fünf Spielen sammelte der VfL starke acht Punkte und rettete sich noch in die Relegation. Besonders wichtig: Der entscheidende Schritt gelang unter maximalem Druck am letzten Spieltag.

Diese Mannschaft hat erlebt, wie sich Endspiele anfühlen. Und sie hat gezeigt, dass sie in kritischen Momenten liefern kann.

5. Der Hecking-Faktor

Wenn es um Erfahrung geht, macht Dieter Hecking so schnell niemand etwas vor. Seit fast 26 Jahren arbeitet der 61-Jährige als Trainer, absolvierte beinahe 800 Spiele an der Seitenlinie und hat im deutschen Fußball nahezu alles erlebt – Titel, Abstiege, Europapokalnächte und eben auch Relegation.

2010 rettete er den 1. FC Nürnberg souverän vor dem Absturz. Hecking weiß, wie man Mannschaften in Drucksituationen stabilisiert. Genau das könnte für Wolfsburg am Ende der entscheidende Vorteil sein.

Wolfsburg rettet sich in die Relegation16.05.2026

Fazit

Paderborn reist mit Euphorie, Tempo und der Chance auf die große Überraschung an. Doch Wolfsburg bringt Geschichte, Erfahrung, individuelle Qualität und die besseren Nerven mit.

Die Relegation hat oft ihre eigenen Gesetze – aber vieles deutet darauf hin, dass der VfL auch diesmal den Klassenerhalt schafft.

Drama Relegation: Tore, die die Bundesliga bedeuteten19.05.2026