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2. Bundesliga

Itten wird zum Helden: Düsseldorfer Stürmer rettet Fortuna mit spätem Kopfballtor

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Fortuna Düsseldorf feiert seinen ersten Sieg unter Markus Anfang: Gegen den 1. FC Magdeburg jubeln die Rheinländer dank Cedric Itten spät. Der Schweizer, der bereits in der 37. Minute getroffen hatte, sorgte in der Nachspielzeit für den Heimerfolg – ein Eigentor von Christopher Lenz hatte zwischenzeitlich für den Ausgleich gesorgt.

Vor der Partie im Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena gedachten die Zuschauer dem kürzlich verstorbenen ehemaligen Fortuna-Spieler und Weltmeister von 1974, Dieter Herzog, mit einer Schweigeminute. Für Fortuna-Coach Markus Anfang stand viel auf dem Spiel: "Wir werden alles investieren und sind überzeugt davon, dass sich die Mannschaft belohnen wird", hatte er vor dem Anpfiff erklärt.

Sein Gegenüber Petrik Sander hatte dagegen eine makellose Bilanz gegen Düsseldorf vorzuweisen – in drei Spielen als Trainer blieb er ungeschlagen. Bei den Gästen fehlten mit Alexander Ahl-Holmström und Max Geschwill zwei wichtige Spieler, während der zuletzt gesperrte Baris Atik wieder zur Verfügung stand.

Grund zur Freude: Die Fortuna-Spieler feiern gemeinsam einen der beiden Treffer von Cedric Itten, der die Düsseldorfer zum Sieg schoss. - IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Kenny Beele

Magdeburg dominant, aber Itten trifft

Vom Anpfiff weg überließ Düsseldorf den Gästen aus Sachsen-Anhalt weitgehend den Ball. Die Fortuna lauerte auf Konter, während Magdeburg das Spiel kontrollierte. In der 14. Minute sorgte Alexander Nollenberger für die erste gefährliche Aktion, als er sich stark auf der linken Seite durchsetzte und flankte. Kurz darauf vergab Rayan Ghrieb eine gute Chance.

Die größte Möglichkeit der ersten Halbzeit hatte jedoch Emmanuel Iyoha (21.), der nach Vorarbeit von Florent Muslija völlig frei vor dem Tor den Ball über die Latte jagte. In der 37. Minute fiel dann etwas überraschend das 1:0 für die Hausherren: Muslija flankte von der Strafraumseite, Ghrieb fälschte den Ball leicht ab, sodass er zum zweiten Pfosten flog, wo Cedric Itten in echter Mittelstürmer-Manier lauerte und die Kugel über die Linie drückte.

Angriff auf das Magdeburger Tor: Fortuna Düsseldorf versuchte immer wieder, die Abwehrkette des FCM zu durchbrechen, während Keeper Dominik Reimann aufmerksam blieb. - IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Kenny Beele

FCM drückt, Lenz patzt, Itten entscheidet

Nach der Pause erhöhte der FCM den Druck weiter und kam zu zahlreichen Chancen. Philipp Hercher (50.) und Laurin Ulrich (53.) scheiterten jedoch an Düsseldorfs starkem Keeper Florian Kastenmeier, der insgesamt acht Paraden zeigte und seine Mannschaft lange im Spiel hielt. Mit 11:2 Ecken und 26:11 Torschüssen dokumentierte Magdeburg seine Überlegenheit, konnte sie aber nicht in Zählbares ummünzen.

In der 68. Minute vergab Christian Rasmussen die Chance zum 2:0, als er allein auf Reimann zulief, aber am Keeper scheiterte. Dem eingewechselten Christopher Lenz unterlief in der 88. Minute ein folgenschweres Eigentor, als er eine Hereingabe von Hercher ins eigene Netz abfälschte.

Doch in der Nachspielzeit war es erneut Itten, der die Arena zum Beben brachte: Nach einer Flanke des eingewechselten Danny Schmidt köpfte der Schweizer präzise ins rechte untere Eck und sicherte der Fortuna drei wichtige Punkte.

Florian Kastenmeier bewahrte sein Team mehrfach vor einem Gegentor - IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Kenny Beele

Bundesliga Match Facts
xGoals: Düsseldorf 1,7 - Magdeburg 2,11
Schnellster Spieler: Alexander Nollenberger (FCM), 34,13 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 2:1 von Cedric Itten (F95), 13,64 Prozent
Most Pressed Player: Laurin Ulrich (FCM), 24 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Dominik Reimann (FCM), +2,76