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2. Bundesliga

"Brutale Energieleistung" - St. Pauli feiert die Herbstmeisterschaft nach Sieg gegen Schalke

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Der FC St. Pauli ist Herbstmeister der 2. Bundesliga in der Saison 2021/22 - das steht bereits einen Spieltag vor dem Ende der Hinrunde fest. Guido Burgstaller schoss die Kiezkicker mit einem Doppelpack gegen seinen Ex-Club FC Schalke 04 zum entscheidenden 2:1-Erfolg. Co-Trainer Loic Fave lobte sein Team für eine "brutale Energieleistung".

Dass der FC St. Pauli bereits einen Spieltag vor Hinrunden-Ende die Herbstmeisterschaft bejubeln darf und schon sieben Punkte Vorsprung vor dem Aufstiegs-Relegationsrang besitzt, ist eine durchaus beachtenswerte Leistung, schließlich präsentiert sich die 2. Bundesliga in dieser Saison als insgesamt sehr ausgeglichene Spielklasse. Doch die Kiezkicker stechen aus der großen Gruppe von Mannschaften, die sich Hoffnungen auf der Aufstieg in die Bundesliga machen, noch einmal heraus: 16 Spiele, elf Siege, nur drei Niederlagen - St. Pauli steht verdient ganz oben in der Tabelle.

Am 16. Spieltag machten die Hamburger die Herbstmeisterschaft durch einen 2:1-Sieg im Spitzenspiel gegen den FC Schalke 04 perfekt. Co-Trainer Loic Fave, der seinen an Corona erkrankten Chef Timo Schultz vertrat, lobte seine Spieler nach der Partie: "Wir freuen uns natürlich sehr. Es war eine brutale Energieleistung von allen. Wir wussten, dass sehr viel Wucht und Dynamik auf uns zukommen wird. Insgesamt haben wir als Mannschaft geschlossen verteidigt."

Und im Angriff konnte sich St. Pauli wieder einmal auf Guido Burgstaller verlassen. Der 32-Jährige schoss beide Tore für die Kiezkicker gegen seinen Ex-Club und stockte sein Torekonto so auf 14 Treffer auf. Der Österreicher ist damit der beste Torjäger der laufenden Saison in der 2. Bundesliga. "Wenn du länger für einen Klub spielst, sind die Spiele immer etwas Besonderes", gab er nach dem Doppelpack gegen Schalke zu Protokoll.

Burgstaller hat seine Vorjahresleistung schon jetzt übertroffen. 2020/21 waren ihm bereits ordentliche elf Ligatreffer gelungen. In diesem Jahr sollen es deutlich mehr werden als die bisherigen 14. Dabei unterstützt ihn unter anderem Daniel-Kofi Kyereh, der mit acht Torvorlagen die Liste der besten Torvorbereiter anführt.

Positive Entwicklung des FC St. Pauli setzt sich fort

St. Pauli scheint gerüstet, um bis zum Schluss um den Aufstieg mitzuspielen. Nachdem die Mannschaft in der Vorsaison eine schwache Hinrunde gespielt hatte, in der Rückrunde dann aber das viertbeste Team der Liga war, setzt sich die positive Entwicklung nun fort. Burgstaller warnte nach dem Sieg gegen Schalke aber vor zu großer Euphorie: "Wir wissen, dass wir uns davon noch nichts kaufen können und für solche Erfolge hart arbeiten müssen."

In der Tat ist die Saison noch lang, die Entscheidung über den Aufstieg wird wahrscheinlich frühestens im kommenden April fallen. In diesem Jahr stehen noch zwei Aufgaben für die Kiezkicker auf dem Programm: In Düsseldorf und Kiel stehen zwei nicht zu unterschätzende Auswärtsspiele bevor. Während St. Pauli am Millerntor eine Macht ist (acht Spiele - acht Siege), ist die Bilanz auf fremdem Platz durchwachsen (drei Siege, zwei Remis, drei Niederlagen). Die Verfolger dürfen also hoffen, dass der Vorsprung der Hamburger bis zur Winterpause noch ein wenig schmilzt...