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Džeko war nach Schalkes Remis sichtlich unzufrieden
Džeko war nach Schalkes Remis sichtlich unzufrieden - © IMAGO/KROEGER/RHR-FOTO
Džeko war nach Schalkes Remis sichtlich unzufrieden - © IMAGO/KROEGER/RHR-FOTO
2. Bundesliga

Džeko ist Schalkes Held wider Willen

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Doppelpack, neue Bestmarken – und trotzdem keine drei Punkte. Edin Džekos Schalker Debütstart wird zum bittersüßen Vergnügen.

Als Edin Džeko in der 72. Minute – Sekunden nach seinem zweiten Treffer – unter tosendem Applaus den Platz verließ, schien die Schalker Welt perfekt. Umarmt von Coach Miron Muslić lag dieses Gefühl in der Luft: Job done. Denn bekanntlich soll man aufhören, wenn es am schönsten ist.

"Vielleicht dachten wir alle, dass das reichen könnte", sagte der düster reinblickende Doppelpacker nach dem Spiel und fügte hinzu: "In dieser Liga reicht das nicht!" Dass seine Kollegen in seiner Abwesenheit noch den Dresdner Ausgleich kassierten, wollte Džeko auch nicht auf seine Auswechslung schieben: "Wir haben die zwei Gegentore nicht bekommen, weil ich schon weg war."

Alter schützt vor Toren nicht

Für Džeko persönlich reichte der Abend trotzdem, um weiter Geschichte zu schreiben. Bei seinem ersten Startelfeinsatz für den FC Schalke 04 wurde er mit 39 Jahren zum ältesten Startelfspieler der 2. Bundesliga seit Mirko Votava 1997 – und nutzte zwei seiner drei Torschüsse eiskalt, um nebenbei ältester Doppelpacker im deutschen Profifußball zu werden.

Drei Tore in drei Spielen: In wenigen Tagen zeigt Džeko: Alter schützt vor Toren nicht – und auch nicht vor großen Ambitionen. "Wenn du zuhause spielst und 2:0 führst musst du dieses Spiel einfach gewinnen."

Kapitän Kenan Karaman brachte die Enttäuschung auf den Punkt: "Zwei Super-Tore müssen für einen Dreier reichen." Taten sie aber nicht und Schalke wartet weiter – seit fünf Zweitliga-Spielen ohne Sieg. Bei weiteren solchen Džeko-Toren kann’s ja aber nur noch bergauf gehen.