
Flutlicht, Tradition und alte Rechnungen
Die Sommerpause ist endlich vorbei: Zum Auftakt der neuen Zweitliga-Saison treffen mit dem VfL Bochum und Hertha BSC zwei Traditionsvereine aufeinander. Eine bemerkenswerte Bilanz, zwei Trainer mit gemeinsamer Vergangenheit und viel Vorfreude machen Lust auf den Startschuss.
Wenn am Freitagabend im Ruhrstadion der Anpfiff ertönt, hat das Warten endlich ein Ende: Der VfL Bochum 1848 und Hertha BSC eröffnen die neue Saison der 2. Bundesliga. Zwei Traditionsvereine, ein stimmungsvoller Flutlichtauftakt und zwei Trainer, die sich seit gemeinsamen Tagen bei der SpVgg Unterhaching bestens kennen, versprechen einen spannenden Start in die neue Spielzeit.
Die jüngere Bilanz spricht dabei für die Gastgeber. Seit fünf Pflichtspielen ist Bochum gegen Hertha ungeschlagen. Zwei Heimspiele gewann der VfL, die drei Auswärtspartien in Berlin endeten jeweils mit einem Remis. Der letzte Bochumer Heimsieg gegen die Alte Dame (3:2) war zugleich das Debüt von Uwe Rösler als Cheftrainer des VfL. Der 57-Jährige ist voller Vorfreude: "Wir sind bereit für die Aufgabe. Es ist ein Flutlichtspiel, zu Hause, und die Fans werden uns enorm helfen. Auch die Wetterbedingungen, sodass wir unsere Intensität und Kräfte länger managen können."
Duell mit Tradition
Insgesamt blickt das Duell auf eine lange Geschichte zurück. Neben zehn Begegnungen in der 2. Bundesliga standen sich beide Clubs bereits 46-mal im deutschen Oberhaus gegenüber. Das letzte Bundesliga-Aufeinandertreffen datiert aus der Saison 2022/23.
Für Leitl zählt Bochum statistisch zudem zu den unangenehmsten Gegnern seiner Trainerlaufbahn. Acht seiner zwölf Pflichtspiele gegen den VfL verlor der Hertha-Coach – gegen keinen anderen Verein kassierte er mehr Niederlagen. Darunter auch seine höchste Pleite als Zweitliga-Trainer, als er mit dem FC Ingolstadt im September 2018 mit 0:6 im Ruhrstadion unterging.

So liefen die Testspiele der Teams
Auch die Vorbereitung verlief bei beiden Teams vielversprechend. Bochum blieb gegen Rot-Weiß Oberhausen (3:2), Royal Antwerpen (1:0), Ajax Amsterdam (1:1) und Swansea City (2:0) ungeschlagen. Lediglich gegen Werder Bremen (0:2) musste sich der VfL geschlagen geben, ehe die Generalprobe gegen Sheffield United torlos endete.
Hertha BSC überzeugte vor allem offensiv. Gegen Frohnauer SC (15:0), SV Lichtenberg 47 (9:0) und Lok Leipzig (3:1) feierten die Berliner deutliche Siege. Hinzu kamen ein 3:2-Erfolg gegen die WSG Tirol sowie zwei respektable Unentschieden gegen die Mamelodi Sundowns (1:1) und Bundesligist 1. FC Köln (2:2).
Die Voraussetzungen für einen gelungenen Saisonauftakt könnten also kaum besser sein. Ob der VfL seine Serie gegen Hertha weiter ausbauen kann, wird sich am Freitagabend unter Flutlicht zeigen. Anpfiff der Partie ist um 20:30 Uhr.
