
Die Entscheidung steht bevor: Wer steigt in die Bundesliga auf?
Der FC Schalke 04 steht bereits als Aufsteiger fest. Hinter den Königsblauen sind Elversberg, Hannover und Paderborn vor dem 34. Spieltag der 2. Bundesliga punktgleich. Wer behält die Nerven und steigt in die Bundesliga auf?
Seit dem 32. Spieltag ist klar, dass der FC Schalke 04 in die Bundesliga zurückkehren wird. Die Königsblauen stehen auch schon als Meister der 2. Bundesliga fest.
Dahinter gibt es ein historisch enges Rennen um den weiteren Aufstiegs- bzw. Relegationsplatz. Erstmals seit Einführung der eingleisigen 2. Bundesliga 1981/82 haben der Zweite, der Dritte und Vierte vor dem letzten Spieltag die gleiche Punktanzahl auf dem Konto. Der zuvor geringste Abstand zwischen Rang zwei und vier vor dem letzten Spieltag war ein Punkt in der Saison 2014/15.
Damit gilt am letzten Spieltag vereinfacht gesagt: Holt eines der drei Teams mehr Punkte als die anderen beiden, dann steigt es direkt auf. Holt ein Team weniger als die anderen beiden, kommt es auf Rang vier ins Ziel. Holen alle gleich viele Punkte, dann bleibt die Rangfolge höchstwahrscheinlich unverändert – es sei denn, es gibt einen sehr deutlichen Sieg.

2. Platz: SV Elversberg (59 Punkte)
Obwohl Elversberg am letzten Spieltag eine 1:3-Niederlage in Düsseldorf kassierte, geht das Team von Trainer Vincent Wanger mit der besten Ausgangslage ins Saisonfinish. Die Saarländer haben mit +22 die klar beste Tordifferenz der drei Aufstiegskandidaten (Hannover +16, Paderborn +12) und empfangen zum Abschluss den Tabellenletzten Münster, der bereits als Absteiger feststeht.
Die SVE stand nach 24 von 33 Spieltagen auf einem der ersten drei Plätze und 13 Mal auf einem direkten Aufstiegsplatz. Das ist angesichts des Personal-Umbruchs samt Trainerwechsel im vergangenen Sommer bemerkenswert.
Elversberg stellt mit 61 Toren die beste Offensive der 2. Bundesliga, erzielte die meisten Treffer aus dem laufenden Spiel heraus (49) und erspielte sich ligaweit die meisten Großchance (64). Nur Schalke und Hertha kassierten weniger Gegentore als die SVE (39). Es spricht praktisch alles dafür, dass die Wagner-Elf den Aufstieg schafft.

3. Platz: Hannover 96 (59 Punkte)
Hannover kann auf den aktuell längsten Positivlauf der 2. Bundesliga zurückblicken, denn das Team von Trainer Christian Titz ist seit acht Partien ungeschlagen (drei Siege, fünf Remis). Weil zuletzt aber gegen Münster und in Bochum jeweils trotz zwischenzeitlicher Führung nur Unentschieden herumsprangen, wurde eine bessere Ausgangsposition verpasst.
Die 96er sind gleichauf mit Schalke das beste Rückrunden-Team (30 Punkte), in der zweiten Halbserie holten sie vier Zähler mehr als Paderborn und fünf mehr als Elversberg. Unter Titz hat Hannover ligaweit den höchsten Ballbesitz-Anteil (56,4 Prozent), spielte die meisten Pässe und hat die beste Passquote (86,1 Prozent).
Zum Abschluss empfängt Hannover den 1. FC Nürnberg. Der FCN war zuletzt ein gern gesehener Gast in der niedersächsischen Hauptstadt. Die letzten drei Heimspiele gegen die Franken gewann 96 jeweils zu null.

4. Platz: SC Paderborn 07 (59 Punkte)
Paderborn verpasste durch das 2:2 gegen Karlsruhe eine bessere Position vor dem 34. Spieltag und hat jetzt auswärts beim Tabellenfünften Darmstadt die vermeintlich schwerste Aufgabe der drei Aufstiegskandidaten. Die Ostwestfalen kommen zudem nicht gerade formstark daher: Aus den letzten vier Spielen holte der SCP nur zwei Punkte.
Paderborn kann immerhin auf 17 Saisonsiege zurückblicken – auf mehr kommt nur Schalke. Mit einem Erfolg in Darmstadt würde die Mannschaft von Trainer Ralf Kettemann ihren Saisonrekord aus der Spielzeit 2012/14 einstellen. Trotzdem würde am Ende selbst bei einem eigenen Dreier nur dann der direkte Aufstieg gelingen, wenn Elversberg und Hannover beide nicht gewinnen – ein Szenario, in dem der SCP die Tordifferenz noch aufholt, ist sehr unwahrscheinlich.
Die Kettemann-Elf könnte mit starken Standards den Unterschied machen. 22 Tore nach ruhendem Ball sind die meisten aller Zweitligisten und jeweils zehn mehr als Elversberg und Hannover erzielten. Paderborn traf am häufigten per Kopf (14 Mal) und gab die meisten Torschüsse per Kopf ab (101).











